{"id":62112,"date":"2020-12-18T13:36:45","date_gmt":"2020-12-18T11:36:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=62112"},"modified":"2020-12-18T13:36:45","modified_gmt":"2020-12-18T11:36:45","slug":"aussetzung-der-pflicht-zur-monatlichen-uebermittlung-von-voranmeldungen-in-neugruendungsfaellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/aussetzung-der-pflicht-zur-monatlichen-uebermittlung-von-voranmeldungen-in-neugruendungsfaellen\/","title":{"rendered":"Aussetzung der Pflicht zur monatlichen \u00dcbermittlung von Voranmeldungen in Neugr\u00fcndungsf\u00e4llen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch Artikel 7 Nr. 1 i. V. m. Artikel 16 Abs. 3 des Dritten Gesetzes zur Entlastung insbesondere der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft von B\u00fcrokratie (Drittes B\u00fcrokratieentlastungsgesetz) vom 22. November 2019 (BGBl. I S. 1746) wurde zum 1. Januar 2021 in \u00a7 18 Abs. 2 UStG Satz 5 ge\u00e4ndert und ein neuer Satz 6 angef\u00fcgt. Die Neuregelung sieht vor, dass f\u00fcr die Besteuerungszeitr\u00e4ume 2021 bis 2026 abweichend von \u00a7 18 Abs. 2 Satz 4 UStG f\u00fcr die Bestimmung des ma\u00dfgeblichen Voranmeldungszeitraums in F\u00e4llen, in denen der Unternehmer seine gewerbliche oder berufliche T\u00e4tigkeit nur in einem Teil des vorangegangenen Kalenderjahres ausge\u00fcbt hat, die tats\u00e4chliche Steuer in eine Jahressteuer umzurechnen ist und in den F\u00e4llen, in denen der Unternehmer seine gewerbliche oder berufliche T\u00e4tigkeit im laufenden Kalenderjahr aufnimmt, die voraussichtliche Steuer des laufenden Kalenderjahres ma\u00dfgebend ist. Durch diese Regelung wird f\u00fcr die Besteuerungszeitr\u00e4ume 2021 bis 2026 die generelle Verpflichtung zur monatlichen \u00dcbermittlung von Umsatzsteuer-Voranmeldungen in Neugr\u00fcndungsf\u00e4llen ausgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Er\u00f6rterungen mit den obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder wird der Umsatzsteuer-Anwendungserlass vom 1. Oktober 2010, BStBl I S. 864, der zuletzt durch das BMF-Schreiben vom 15. Dezember 2020 \u2013 III C 3 \u2013 S-7015 \/ 19 \/ 10006 :001 (2020\/1238675), BStBl I S. xxxx, ge\u00e4ndert worden ist, in Abschnitt 18.7 wie folgt ge\u00e4ndert:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Absatz 1 Satz 1 wird wie folgt gefasst:<br \/>\u201e<sup>1<\/sup>Die Verpflichtung zur Abgabe monatlicher Voranmeldungen besteht f\u00fcr das Jahr der Aufnahme der beruflichen oder gewerblichen T\u00e4tigkeit (Neugr\u00fcndungsf\u00e4lle) und f\u00fcr das folgende Kalenderjahr (\u00a7 18 Abs. 2 Satz 4 UStG; <strong>vgl. aber Absatz 5<\/strong>).\u201c<\/li><li>Nach Absatz 4 wird folgender Absatz 5 angef\u00fcgt:<br \/><strong>\u201e(5) <sup>1<\/sup>F\u00fcr die Besteuerungszeitr\u00e4ume 2021 bis 2026 gilt die generelle Verpflichtung zur Abgabe von monatlichen Voranmeldungen in Neugr\u00fcndungsf\u00e4llen nach \u00a7 18 Abs. 2 Satz 4 UStG nicht. <sup>2<\/sup>Der Voranmeldungszeitraum richtet sich in den vorgenannten Besteuerungszeitr\u00e4umen in Neugr\u00fcndungsf\u00e4llen nach \u00a7 18 Abs. 2 S\u00e4tze 1 und 2 UStG. <sup>3<\/sup>Eine Befreiung von der Verpflichtung zur Abgabe von Voranmeldungen kommt f\u00fcr das Jahr der Aufnahme der gewerblichen oder beruflichen T\u00e4tigkeit und das folgende Kalenderjahr nicht in Betracht. <sup>4<\/sup>F\u00fcr die Bestimmung des Voranmeldungszeitraums in dem Kalenderjahr der Aufnahme der gewerblichen oder beruflichen T\u00e4tigkeit ist die voraussichtliche Steuer dieses Jahres ma\u00dfgebend; im folgenden Kalenderjahr ist die tats\u00e4chliche Steuer des Vorjahres in eine Jahressteuer umzurechnen. <sup>5<\/sup>Die voraussichtliche Steuer ist zu Beginn der gewerblichen oder beruflichen T\u00e4tigkeit vom Unternehmer zu sch\u00e4tzen und dem Finanzamt mitzuteilen. <sup>6<\/sup>Auch f\u00fcr Neugr\u00fcndungsf\u00e4lle im Jahr 2020 gelten im Besteuerungszeitraum 2021 die vorgenannten Grunds\u00e4tze, nach denen f\u00fcr die Bestimmung des<br \/>Voranmeldungszeitraums im Besteuerungszeitraum 2021 nicht \u00a7 18 Abs. 2 Satz 4 UStG, sondern \u00a7 18 Abs. 2 S\u00e4tze 1 und 2 UStG anzuwenden ist, wobei die tats\u00e4chliche Steuer des Jahres 2020 in eine Jahressteuer umzurechnen ist. <sup>7<\/sup>Die Regelungen der S\u00e4tze 1 bis 6 gelten entsprechend in F\u00e4llen des \u00a7 18 Abs. 2a UStG; f\u00fcr die Anwendung des \u00a7 18 Abs. 2a UStG kommt es im Gr\u00fcndungsjahr auf den voraussichtlichen \u00dcberschuss und im Folgejahr auf den tats\u00e4chlichen \u00dcberschuss f\u00fcr das Gr\u00fcndungsjahr umgerechnet in einen Jahres\u00fcberschuss an. <sup>8<\/sup>Die Regelungen des Absatzes 1 zu Vorratsgesellschaften im Sinne des \u00a7 18 Abs. 2 Satz 5 Nr. 1 UStG und zu Firmenm\u00e4nteln im Sinne des \u00a7 18 Abs. 2 Satz 5 Nr. 2 UStG bleiben hiervon unber\u00fchrt.\u201c<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Regelungen dieses Schreibens sind auf Besteuerungs- und Voranmeldungszeitr\u00e4ume anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2020 und vor dem 1. Januar 2027 enden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: BMF, Schreiben (koordinierter L\u00e4ndererlass) III C 3 &#8211; S-7346 \/ 20 \/ 10001 :002 vom 16.12.2020<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch Artikel 7 Nr. 1 i. V. m. Artikel 16 Abs. 3 des Dritten Gesetzes zur Entlastung insbesondere der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft von B\u00fcrokratie (Drittes B\u00fcrokratieentlastungsgesetz) vom 22. November 2019 (BGBl. I S. 1746) wurde zum 1. Januar 2021 in \u00a7 18 Abs. 2 UStG Satz 5 ge\u00e4ndert und ein neuer Satz 6 angef\u00fcgt. Die Neuregelung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/aussetzung-der-pflicht-zur-monatlichen-uebermittlung-von-voranmeldungen-in-neugruendungsfaellen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Aussetzung der Pflicht zur monatlichen \u00dcbermittlung von Voranmeldungen in Neugr\u00fcndungsf\u00e4llen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1730],"tags":[],"class_list":["post-62112","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuern-recht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62112"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62112\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}