{"id":62117,"date":"2020-12-18T13:43:14","date_gmt":"2020-12-18T11:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=62117"},"modified":"2020-12-18T13:43:14","modified_gmt":"2020-12-18T11:43:14","slug":"bfh-teilnahme-an-einem-firmenfitnessprogramm-kann-steuerfrei-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bfh-teilnahme-an-einem-firmenfitnessprogramm-kann-steuerfrei-sein\/","title":{"rendered":"BFH: Teilnahme an einem Firmenfitnessprogramm kann steuerfrei sein"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die 44 Euro-Freigrenze f\u00fcr Sachbez\u00fcge gilt auch, wenn Arbeitnehmer auf Kosten ihres Arbeitgebers an einem Firmenfitnessprogramm teilnehmen k\u00f6nnen, wie der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 07.07.2020 \u2013 VI R 14\/18 \u2013 entschieden hat.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Arbeitgeber erm\u00f6glichte seinen Arbeitnehmern im Rahmen eines Firmenfitnessprogramms, in verschiedenen Fitnessstudios zu trainieren. Hierzu erwarb er jeweils einj\u00e4hrige Trainingslizenzen, f\u00fcr die monatlich jeweils 42,25 Euro zzgl. Umsatzsteuer zu zahlen waren. Die teilnehmenden Arbeitnehmer leisteten einen Eigenanteil von 16 Euro bzw. 20 Euro. Der Arbeitgeber lie\u00df die Sachbez\u00fcge bei der Lohnbesteuerung au\u00dfer Ansatz, da diese ausgehend von einem monatlichen Zufluss unter die 44 Euro-Freigrenze f\u00fcr Sachbez\u00fcge fielen. Das Finanzamt vertrat demgegen\u00fcber die Auffassung, den Arbeitnehmern sei die M\u00f6glichkeit, f\u00fcr ein Jahr an dem Firmenfitnessprogramm teilzunehmen, \u201equasi in einer Summe\u201c zugeflossen, weshalb die 44 Euro-Freigrenze \u00fcberschritten sei. Es unterwarf die Aufwendungen f\u00fcr die Jahreslizenzen abz\u00fcglich der Eigenanteile der Arbeitnehmer dem Pauschsteuersatz von 30 %.&nbsp; Dem schlossen sich jedoch weder das Finanzgericht noch der BFH an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der geldwerte Vorteil sei den teilnehmenden Arbeitnehmern als laufender Arbeitslohn monatlich zugeflossen. Der Arbeitgeber habe sein vertragliches Versprechen, den Arbeitnehmern die Nutzung der Fitnessstudios zu erm\u00f6glichen, unabh\u00e4ngig von seiner eigenen Vertragsbindung monatlich fortlaufend durch Einr\u00e4umung der tats\u00e4chlichen Trainingsm\u00f6glichkeit erf\u00fcllt. Unter Ber\u00fccksichtigung der von den Arbeitnehmern geleisteten Eigenanteile sei daher die 44 Euro-Freigrenze eingehalten worden, sodass der geldwerte Vorteil aus der Teilnahme an dem Firmenfitnessprogramm nicht zu versteuern sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: BFH, Pressemitteilung Nr. 59\/20 vom 17.12.2020 zum Urteil VI R 14\/18 vom 07.07.2020<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 44 Euro-Freigrenze f\u00fcr Sachbez\u00fcge gilt auch, wenn Arbeitnehmer auf Kosten ihres Arbeitgebers an einem Firmenfitnessprogramm teilnehmen k\u00f6nnen, wie der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 07.07.2020 \u2013 VI R 14\/18 \u2013 entschieden hat. Der Arbeitgeber erm\u00f6glichte seinen Arbeitnehmern im Rahmen eines Firmenfitnessprogramms, in verschiedenen Fitnessstudios zu trainieren. 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