{"id":62130,"date":"2020-12-28T13:25:59","date_gmt":"2020-12-28T11:25:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=62130"},"modified":"2021-04-26T16:25:16","modified_gmt":"2021-04-26T14:25:16","slug":"62130-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/62130-2\/","title":{"rendered":"Arbeits- und Sozialrecht: Das \u00e4ndert sich im neuen Jahr"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales hat eine \u00dcbersicht \u00fcber die wesentlichen \u00c4nderungen und Neuregelungen, die zum Jahresbeginn und im Laufe des Jahres 2021 in seinem Zust\u00e4ndigkeitsbereich wirksam werden, ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-1-arbeitsmarktpolitik-arbeitslosenversicherung-und-grundsicherung-f-r-arbeitsuchende\">1. Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung f\u00fcr Arbeitsuchende<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Besch\u00e4ftigungssicherungsgesetz<br \/>b) Zweite Verordnung \u00fcber die Bezugsdauer f\u00fcr das Kurzarbeitergeld<br \/>c) Erste Verordnung zur \u00c4nderung der Kurzarbeitergeldverordnung<br \/>d) Sechste Verordnung zur \u00c4nderung der Besch\u00e4ftigungsverordnung<br \/>e) Zweite Verordnung zur \u00c4nderung der Besch\u00e4ftigungsverordnung und der Aufenthaltsverordnung<br \/>f) Neue Regelbedarfe in der Grundsicherung f\u00fcr Arbeitsuchende<br \/>g) Arbeit-von-morgen-Gesetz<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-2-arbeitsrecht-arbeitsschutz-tarifautonomie-mindestlohn\">2. Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, Tarifautonomie, Mindestlohn<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Verl\u00e4ngerung der M\u00f6glichkeit zur Nutzung von Video- und Telefonkonferenzen sowie audiovisueller Einrichtungen f\u00fcr Versammlungen<br \/>b) Gesetzlicher Mindestlohn<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-3-sozialversicherung-rentenversicherung-und-sozialgesetzbuch\">3. Sozialversicherung, Rentenversicherung und Sozialgesetzbuch<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Mitgliedsbescheinigung der Krankenkassen<br \/>b) Gesetzliche Unfallversicherung<br \/>c) Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung<br \/>d) Anhebung der Altersgrenzen<br \/>e) Verbesserte Absicherung bei Erwerbsminderung<br \/>f) Grundrente<br \/>g) K\u00fcnstlersozialversicherung<br \/>h) Sozialversicherungsrechengr\u00f6\u00dfen<br \/>i) Mindestbeitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung<br \/>j) Alterssicherung der Landwirte<br \/>k) Faktor F 2021 im \u00dcbergangsbereich<br \/>l) Sachbezugswerte 2021<br \/>m) Hinzuverdienstgrenze bei Altersrenten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gesetz zur Verbesserung der Transparenz in der Alterssicherung und der Rehabilitation sowie zur Modernisierung der Sozialversicherungswahlen und zur \u00c4nderung anderer Gesetze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Digitale Renten\u00fcbersicht<\/li><li>Sozialversicherungswahlen<\/li><li>Beschaffung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gesetz wird voraussichtlich im Januar 2021 im Bundesgesetzblatt verk\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-4-teilhabe-belange-von-menschen-mit-behinderungen-soziale-entsch-digung-sozialhilfe-asylbewerberleistungsgesetz\">4. Teilhabe, Belange von Menschen mit Behinderungen, Soziale Entsch\u00e4digung, Sozialhilfe, Asylbewerberleistungsgesetz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) H\u00f6here Regelbedarfe in der Sozialhilfe nach dem Zw\u00f6lften Buch Sozialgesetzbuch<br \/>b) Anpassung der Regels\u00e4tze nach dem Asylbewerberleistungsgesetz<br \/>c) Verl\u00e4ngerung des Sozialdienstleister-Einsatzgesetzes<br \/>d) Erh\u00f6hung der Ausgleichsabgabe<br \/>e) Erh\u00f6hung der Eigenbeteiligung f\u00fcr die unentgeltliche Bef\u00f6rderung<br \/>f) Erh\u00f6hung des Betrages, bis zu dem Kinderbetreuungskosten \u00fcbernommen werden<br \/>g) Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte Menschen: Erh\u00f6hung des Beitrags zur Kostendeckung der Interessenvertretung der Besch\u00e4ftigten auf Bundesebene<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung und <\/strong><strong>Grundsicherung f\u00fcr Arbeitsuchende<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>a) Besch\u00e4ftigungssicherungsgesetz<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kurzarbeitergeld:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Regelung zur Erh\u00f6hung des Kurzarbeitergeldes (auf 70\/77 Prozent ab dem vierten Monat und auf 80\/87 Prozent ab dem siebten Monat) wird bis zum 31. Dezember 2021 verl\u00e4ngert werden f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigten, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. M\u00e4rz 2021 entstanden ist. Zudem werden die bestehenden befristeten Hinzuverdienstregelungen insoweit bis zum 31. Dezember 2021 verl\u00e4ngert werden, als Entgelt aus einer geringf\u00fcgigen Besch\u00e4ftigung, die w\u00e4hrend der Kurzarbeit aufgenommen wurde, anrechnungsfrei bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus wird der Anreiz, Zeiten des Arbeitsausfalls f\u00fcr die berufliche Weiterbildung zu nutzen, dadurch weiter gest\u00e4rkt, dass die f\u00fcr diese F\u00e4lle geregelte h\u00e4lftige Erstattung der Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge nicht mehr daran gekn\u00fcpft wird, dass die Qualifizierung mindestens 50 Prozent der Zeit des Arbeitsausfalls betragen muss. Neben der h\u00e4lftigen Erstattung der Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge werden f\u00fcr w\u00e4hrend der Kurzarbeit begonnene Weiterbildungsma\u00dfnahmen zudem Lehrgangskosten pauschal in Abh\u00e4ngigkeit der Betriebsgr\u00f6\u00dfe erstattet:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;Betriebe mit weniger als 10 Besch\u00e4ftigten 100 Prozent der Lehrgangskosten,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Betriebe mit 10 bis 249 Besch\u00e4ftigen 50 Prozent der Lehrgangskosten,<\/li><li>Betriebe mit 250 bis 2 499 Besch\u00e4ftigten 25 Prozent der Lehrgangskosten und<\/li><li>Betriebe mit 2 500 und mehr Besch\u00e4ftigten 15 Prozent der Lehrgangskosten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Voraussetzung ist, dass die Weiterbildungsma\u00dfnahme mehr als 120 Stunden dauert und die Ma\u00dfnahme und der Tr\u00e4ger der Ma\u00dfnahme nach dem SGB III zertifiziert sind. F\u00fcr Ma\u00dfnahmen nach dem Aufstiegsfortbildungsf\u00f6rderungsgesetz, die w\u00e4hrend der Kurzarbeit begonnen werden, k\u00f6nnen f\u00fcr die Zeit der Kurzarbeit auch die Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge zur H\u00e4lfte erstattet werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Insolvenzgeld:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Umlagesatz f\u00fcr das Insolvenzgeld wird f\u00fcr das Kalenderjahr 2021 auf 0,12 Prozent festgelegt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Arbeitslosengeld:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wird eine befristete Sonderregelung zur Bemessung des Arbeitslosengeldes eingef\u00fchrt, wenn das Arbeitsentgelt zuletzt wegen einer Besch\u00e4ftigungssicherungsvereinbarung vermindert war. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die trotz einer Besch\u00e4ftigungssicherungsvereinbarung ihre Arbeit verlieren, haben damit keine Nachteile bei der H\u00f6he des Arbeitslosengeldes. Im Fall der Arbeitslosigkeit wird f\u00fcr Besch\u00e4ftigungszeiten bis Ende des Jahres 2022 bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes das Arbeitsentgelt zugrunde gelegt, das ohne die Besch\u00e4ftigungssicherungsvereinbarung erzielt worden w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>b) Zweite Verordnung \u00fcber die Bezugsdauer f\u00fcr das Kurzarbeitergeld<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;Die Bezugsdauer f\u00fcr das Kurzarbeitergeld wird f\u00fcr Betriebe, die bis zum 31. Dezember 2020 mit Kurzarbeit begonnen haben, auf bis zu 24 Monate, l\u00e4ngstens bis zum 31. Dezember 2021, verl\u00e4ngert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>c) Erste Verordnung zur \u00c4nderung der Kurzarbeitergeldverordnung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verl\u00e4ngerung der Sonderregelungen \u00fcber den erleichterten Zugang, nach denen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>statt mindestens 1\/3 nur mindestens 10 Prozent der Belegschaft eines Betriebs von einem Entgeltausfall betroffen sein m\u00fcssen,<\/li><li>keine negativen Arbeitszeitsalden aufzubauen sind,<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">bis zum 31. Dezember 2021 f\u00fcr alle Betriebe, die bis zum 31. M\u00e4rz 2021 mit der Kurzarbeit begonnen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstattung der Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Vollst\u00e4ndige Erstattung der SV-Beitr\u00e4ge bis 30. Juni 2021.<\/li><li>Anschlie\u00dfend h\u00e4lftige Erstattung l\u00e4ngstens bis zum 31. Dezember 2021 f\u00fcr alle Betriebe, die bis 30. Juni 2021 mit Kurzarbeit begonnen haben.<\/li><li>Die h\u00e4lftige Erstattung der SV-Beitr\u00e4ge kann in diesen F\u00e4llen durch Qualifizierung w\u00e4hrend Kurzarbeit bis 31. Dezember 2021 auf 100 Prozent erh\u00f6ht werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verl\u00e4ngerung der M\u00f6glichkeit, dass auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer Kurzarbeitergeld beziehen k\u00f6nnen, bis zum 31. Dezember 2021 f\u00fcr Verleihbetriebe, die bis zum 31. M\u00e4rz 2021 mit der Kurzarbeit begonnen haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>d) Sechste Verordnung zur \u00c4nderung der Besch\u00e4ftigungsverordnung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die sogenannte \u201eWestbalkanregelung\u201c wird bis Ende 2023 verl\u00e4ngert. Dies erm\u00f6glicht den Staatsangeh\u00f6rigen von Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien, dass sie unabh\u00e4ngig von einer formalen Qualifikation zur Erwerbst\u00e4tigkeit nach Deutschland einreisen d\u00fcrfen. Die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit muss zustimmen. Neu eingef\u00fchrt wird ein Kontingent f\u00fcr bis zu 25.000 Personen j\u00e4hrlich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>e<\/strong><strong>) Zweite Verordnung zur \u00c4nderung der Besch\u00e4ftigungsverordnung und der Aufenthaltsverordnung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Vereinigte K\u00f6nigreich Gro\u00dfbritannien und Nordirland wird in die Liste der Staaten in \u00a7&nbsp;26 Absatz 1 der Besch\u00e4ftigungsverordnung aufgenommen. Damit erhalten britische Staatsangeh\u00f6rige, die ab dem 1. Januar 2021 nach Deutschland einreisen, einen erleichterten Arbeitsmarktzugang. Sie k\u00f6nnen jede Besch\u00e4ftigung unabh\u00e4ngig von einer Qualifikation und vom Sitz des Arbeitgebers aus\u00fcben. Die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit muss zustimmen. Au\u00dferdem wird das Vereinigte K\u00f6nigreich Gro\u00dfbritannien und Nordirland in die Liste der Staaten in \u00a7 41 Absatz 1 der Aufenthaltsverordnung aufgenommen. Britische Staatsangeh\u00f6rige d\u00fcrfen damit auch dann visumfrei einreisen, wenn sie einen l\u00e4ngerfristigen Aufenthalt in Deutschland planen, zum Beispiel zu Erwerbszwecken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>f) Neue Regelbedarfe in der Grundsicherung f\u00fcr Arbeitsuchende<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab dem 1. Januar 2021 gelten neue Regelbedarfe in der Grundsicherung f\u00fcr Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) in H\u00f6he der vergleichbaren Regelbedarfsstufen (RBS) nach dem Zw\u00f6lften Buch Sozialgesetzbuch:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>f\u00fcr alleinstehende und alleinerziehende Leistungsberechtigte 446 Euro (RBS 1)<\/li><li>f\u00fcr zwei Partner der Bedarfsgemeinschaft, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, jeweils:&nbsp;401 Euro (RBS 2)<\/li><li>f\u00fcr sonstige erwerbsf\u00e4hige Angeh\u00f6rige einer Bedarfsgemeinschaft, sofern sie das 18. Lebensjahr vollendet haben bzw. f\u00fcr erwachsene Leistungsberechtige unter 25 Jahren, die ohne Zusicherung des Jobcenters umziehen: 357 Euro (RBS 3)<\/li><li>f\u00fcr Jugendliche im 15. Lebensjahr bis unter 18 Jahre:&nbsp;373 Euro (RBS 4)<\/li><li>f\u00fcr Kinder vom Beginn des 7. bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres: 309 Euro (RBS 5)<\/li><li>f\u00fcr Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres:&nbsp;283 Euro (RBS 6)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Des Weiteren ist der Zeitraum f\u00fcr den vereinfachten Zugang zu den Grundsicherungssystemen bis zum 31. M\u00e4rz 2021 verl\u00e4ngert worden (Gleiches gilt f\u00fcr die Besonderheiten beim Schulmittagessen).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>g) Arbeit-von-morgen-Gesetz<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vereinfachte Weiterbildungsf\u00f6rderung Besch\u00e4ftigter durch die Agenturen f\u00fcr Arbeit<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das F\u00f6rderverfahren f\u00fcr berufliche Weiterbildungen wird f\u00fcr Arbeitgeber und ihre Besch\u00e4ftigten vereinfacht und erleichtert. Bed\u00fcrfen aufgrund des technologischen Strukturwandels eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eines Betriebes eine berufliche Weiterbildung, ist anders als bisher, nicht mehr f\u00fcr jeden einzelnen Besch\u00e4ftigten ein F\u00f6rderantrag notwendig. Vielmehr kann der Arbeitgeber mit Einverst\u00e4ndnis seiner Besch\u00e4ftigten oder des Betriebsrats die F\u00f6rderleistungen nunmehr grunds\u00e4tzlich auch nur mit einem Antrag bei der Agentur f\u00fcr Arbeit stellen. Der Arbeitgeber erh\u00e4lt hierbei eine Bewilligung \u00fcber die Gesamtleistung, mit der die entstehenden Qualifizierungskosten seiner Besch\u00e4ftigten gef\u00f6rdert wird. Die Neuregelung tr\u00e4gt dazu bei, die Einrichtung und Durchf\u00fchrung beruflicher Weiterbildung in den Betrieben sowie die F\u00f6rderverfahren und -entscheidungen zu vereinfachen und zu beschleunigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, Tarifautonomie, Mindestlohn<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>a) Verl\u00e4ngerung der M\u00f6glichkeit zur Nutzung von Video- und Telefonkonferenzen sowie audiovisueller Einrichtungen f\u00fcr Versammlungen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die M\u00f6glichkeit zur Nutzung von Video- und Telefonkonferenzen f\u00fcr Betriebsr\u00e4te und weitere Mitbestimmungsgremien, f\u00fcr Heimarbeitsaussch\u00fcsse und Werkstattr\u00e4te in Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte Menschen ist \u00fcber den 31. Dezember 2020 hinaus bis zum 30. Juni 2021 verl\u00e4ngert worden. Entsprechendes gilt f\u00fcr die M\u00f6glichkeit, Versammlungen mittels audiovisueller Einrichtungen abzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>b) Gesetzlicher Mindestlohn<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gesetzliche Mindestlohn betr\u00e4gt ab dem 1. Januar 2021 brutto 9,50 Euro und ab dem 1. Juli 2021 brutto 9,60 Euro je tats\u00e4chlich geleisteter Arbeitsstunde. Die mit der Dritten Mindestlohnanpassungsverordnung vom 9. November 2020 beschlossenen Anhebungen beruhen auf dem entsprechenden Vorschlag der Mindestlohnkommission vom 30. Juni 2020.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Sozialversicherung, Rentenversicherung und Sozialgesetzbuch<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>a) Mitgliedsbescheinigung der Krankenkassen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Neuaufnahme einer Besch\u00e4ftigung und bei Wechsel der Krankenkasse muss der Besch\u00e4ftigte seinem Arbeitgeber (oder dessen Bevollm\u00e4chtigten) bislang eine Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse vorlegen, in der der Besch\u00e4ftigte versichert ist. Ab dem 1. Januar 2021 entf\u00e4llt die Pflicht zur Vorlage dieser Bescheinigung in Papierform. Zuk\u00fcnftig hat der Besch\u00e4ftigte bei Aufnahme der Besch\u00e4ftigung bzw. beim Wechsel der Krankenkasse seine Krankenkasse beim Arbeitgeber anzugeben. Der Arbeitgeber hat dann die M\u00f6glichkeit, die Richtigkeit der Angaben durch ein elektronisches Abfrageverfahren kurzfristig seitens der Krankenkasse best\u00e4tigt zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das mit dem 7. SGB IV-\u00c4nderungsgesetz geregelte elektronische Verfahren spart Kosten bei B\u00fcrgern, Verwaltung und Wirtschaft. Die bestehenden Wahlrechte des Arbeitnehmers zur Wahl seiner Krankenkasse werden davon nicht ber\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>b) Gesetzliche Unfallversicherung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum 1. Januar 2021 treten folgende \u00c4nderungen im Berufskrankheitenrecht in Kraft:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wegfall des Unterlassungszwangs (Aufgabe der sch\u00e4digenden T\u00e4tigkeit) bei den davon betroffenen neun Berufskrankheiten verbunden mit einer Ausdehnung der Mitwirkungspflichten bei Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen.<\/li><li>Rechtliche Verankerung des \u00c4rztlichen Sachverst\u00e4ndigenbeirats Berufskrankheiten.<\/li><li>Einheitliche gesetzliche Regelung zur Anerkennung von Bestandsf\u00e4llen bei neuen Berufskrankheiten.<\/li><li>Rechtliche Verankerung und Ausbau von bestehenden Instrumenten zur Beweiserleichterung wie Arbeitsplatz- und Gef\u00e4hrdungskataster.<\/li><li>Mehr Transparenz und Anreize zur Berufskrankheitenforschung durch \u00f6ffentliche Berichterstattung der Unfallversicherung.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;Au\u00dferdem treten die neuen pauschalen Regelungen zur Berechnung des Jahresarbeitsverdienstes f\u00fcr j\u00fcngere oder in Ausbildung befindliche Versicherte in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>c) Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung betr\u00e4gt ab dem 1. Januar 2021 weiterhin 18,6 Prozent in der allgemeinen Rentenversicherung und 24,7 Prozent in der knappschaftlichen Rentenversicherung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>d) Anhebung der Altersgrenzen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2012 startete die Anhebung des Renteneintrittsalters. Im Zuge der schrittweisen Anhebung des Renteneintrittsalters in der gesetzlichen Rentenversicherung (\u201eRente mit 67\u201c) steigen die Altersgrenzen um einen weiteren Monat. Versicherte, die 1955 bzw. 1956 geboren sind und f\u00fcr die keine Vertrauensschutzregelungen gelten, erreichen die Regelaltersgrenze mit 65 Jahren und neun Monaten bzw. mit 65 Jahren und zehn Monaten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die folgenden Geburtsjahrg\u00e4nge erh\u00f6ht sich die Regelaltersgrenze zun\u00e4chst um je einen weiteren Monat; sp\u00e4ter wird in Stufen von zwei Monaten pro Jahrgang angehoben. Erst f\u00fcr die Jahrg\u00e4nge 1964 und j\u00fcnger wird die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren liegen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>e) Verbesserte Absicherung bei Erwerbsminderung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer in j\u00fcngeren Jahren vermindert erwerbsf\u00e4hig wird, hat in der Regel noch keine ausreichenden Rentenanwartschaften aufbauen k\u00f6nnen. Damit die Versicherten dennoch eine angemessene Sicherung erhalten, werden Bezieher einer Erwerbsminderungsrente so gestellt, als h\u00e4tten diese \u00fcber den Eintritt der Erwerbsminderung hinaus so weitergearbeitet, wie zuvor (Zurechnungszeit). Die Zurechnungszeit wurde im Jahr 2019 durch das Gesetz \u00fcber Leistungsverbesserungen undStabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetz) in einem Schritt auf 65 Jahre und 8 Monate angehoben. F\u00fcr die Rentenzug\u00e4nge ab dem Jahr 2020 wird sie in Anlehnung an die Anhebung der Regelaltersgrenze bis zum Jahr 2031 schrittweise bis auf 67 Jahre verl\u00e4ngert. Bei einem Beginn der Erwerbsminderungsrente im Jahr 2021 endet die Zurechnungszeit mit 65 Jahren und zehn Monaten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>f) Grundrente<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum 1. Januar 2021 tritt die Grundrente in Kraft. Dabei handelt es sich um einen Zuschlag zur individuellen Rente f\u00fcr diejenigen, die jahrzehntelang wenig verdient und verpflichtend Beitr\u00e4ge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt haben. Rund 1,3 Millionen Rentnerinnen und Rentner werden davon profitieren. Vor allem betrifft das Frauen, die h\u00e4ufig in weniger gut bezahlten Berufen gearbeitet haben oder der Familie wegen nur in Teilzeit t\u00e4tig waren. Auch viele Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland haben besonders lange zu niedrigen L\u00f6hnen gearbeitet. Der durchschnittliche Zuschlag betr\u00e4gt aktuell etwa 75 Euro brutto, der h\u00f6chstm\u00f6gliche Zuschlag kann rund 418 Euro betragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anspruch auf einen Grundrentenzuschlag besteht, wenn mindestens 33 Jahre Grundrentenzeiten vorhanden sind. Das sind vor allem Pflichtbeitr\u00e4ge aus Besch\u00e4ftigung oder Selbst\u00e4ndigkeit sowie anerkannte Zeiten der Kindererziehung und Pflege. Bei 35 Jahren oder mehr Grundrentenzeiten muss der Verdienst bezogen auf das gesamte Versicherungsleben im Durchschnitt unter 80 Prozent des Durchschnittsverdienstes in Deutschland betragen haben. Im Einstiegsbereich ab 33 Jahren Grundrentenzeiten sind es zwischen 40 und 80 Prozent. Eigenes Einkommen und Partnereinkommen oberhalb bestimmter Freibetr\u00e4ge wird auf den Grundrentenzuschlag angerechnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Grundrente muss kein Antrag gestellt werden. Die Deutsche Rentenversicherung pr\u00fcft bis Ende 2022 automatisch etwa 26 Millionen Bestandsrenten und zahlt den Grundrentenzuschlag r\u00fcckwirkend aus. Mit der Auszahlung der erstenZuschl\u00e4ge ist voraussichtlich ab Mitte 2021 zu rechnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>g) K\u00fcnstlersozialversicherung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Abgabesatz der K\u00fcnstlersozialabgabe bleibt weiterhin ab 1. Januar 2021 bei 4,2&nbsp;Prozent.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>h) Sozialversicherungsrechengr\u00f6\u00dfen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Verordnung \u00fcber die Sozialversicherungsrechengr\u00f6\u00dfen 2021 wurden die ma\u00dfgeblichen Rechengr\u00f6\u00dfen der Sozialversicherung gem\u00e4\u00df der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr (2019) turnusgem\u00e4\u00df angepasst. Das Verordnungsverfahren und die Festlegung der Werte erfolgen in sich j\u00e4hrlich wiederholender Routine auf Grundlage gesetzlicher Bestimmungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rechengr\u00f6\u00dfen der Sozialversicherung 2021:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>&nbsp;<\/td><td><strong>West<\/strong><\/td><td><strong>Ost<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>Monat<\/td><td>Jahr<\/td><td>Monat<\/td><td>Jahr<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td><strong>Beitragsbemessungsgrenze:<\/strong> <strong>allgemeine Rentenversicherung<\/strong><\/td><td>&nbsp; 7&nbsp;100&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 85&nbsp;200&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 6&nbsp;700&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 80&nbsp;400&nbsp;\u20ac<\/td><\/tr><tr><td><strong>Beitragsbemessungsgrenze: knappschaftliche Rentenversicherung<\/strong><\/td><td>&nbsp; 8&nbsp;700&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 104&nbsp;400&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 8&nbsp;250&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 99&nbsp;000&nbsp;\u20ac<\/td><\/tr><tr><td><strong>Beitragsbemessungsgrenze:<\/strong> <strong>Arbeitslosenversicherung<\/strong><\/td><td>&nbsp; 7&nbsp;100&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 85&nbsp;200&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 6&nbsp;700&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 80&nbsp;400&nbsp;\u20ac<\/td><\/tr><tr><td><strong>Versicherungspflichtgrenze:<\/strong> <strong>Kranken- u. Pflegeversicherung<\/strong><\/td><td>&nbsp; 5&nbsp;362,50&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 64&nbsp;350&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 5&nbsp;362,50&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 64&nbsp;350&nbsp;\u20ac<\/td><\/tr><tr><td><strong>Beitragsbemessungsgrenze:<\/strong> <strong>Kranken- u. Pflegeversicherung<\/strong><\/td><td>&nbsp; 4&nbsp;837,50&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 58&nbsp;050&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 4&nbsp;837,50&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 58&nbsp;050&nbsp;\u20ac<\/td><\/tr><tr><td><strong>Bezugsgr\u00f6\u00dfe<\/strong> <strong>in der Sozialversicherung<\/strong><\/td><td>&nbsp; 3&nbsp;290&nbsp;\u20ac*<\/td><td>&nbsp; 39&nbsp;480&nbsp;\u20ac*<\/td><td>&nbsp; 3&nbsp;115&nbsp;\u20ac<\/td><td>&nbsp; 37&nbsp;380&nbsp;\u20ac<\/td><\/tr><tr><td><\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td><strong>vorl\u00e4ufiges Durchschnittsentgelt\/Jahr in der Rentenversicherung<\/strong><\/td><td>&nbsp; 41&nbsp;541&nbsp;\u20ac<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>* In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt dieser Wert bundeseinheitlich.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>i) Mindestbeitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mindestbeitrag zur freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung ab dem 1. Januar 2021 betr\u00e4gt 83,70 Euro monatlich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>j) Alterssicherung der Landwirte<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Beitrag in der Alterssicherung der Landwirte wird f\u00fcr das Kalenderjahr 2021 monatlich 258 Euro (West) bzw. 245 Euro (Ost) betragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab dem 1. April 2021 werden au\u00dferdem Unternehmerinnen und Unternehmer von landwirtschaftlichen Klein- und Mittelbetrieben bei ihrer Alterssicherung st\u00e4rker finanziell entlastet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neu ist, dass die bisherigen Einkommensgrenzen f\u00fcr einen Anspruch auf einen Beitragszuschuss von bisher 15.500 Euro bzw. 31.000 Euro f\u00fcr Verheiratete auf 60 Prozent der Bezugsgr\u00f6\u00dfe in der Sozialversicherung erh\u00f6ht und damit dynamisch ausgestaltet werden. 2021 liegt die Einkommensgrenze bei 23.680 Euro bzw. 47.360 Euro f\u00fcr Verheiratete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den h\u00f6chsten Zuschuss in H\u00f6he von 60 Prozent des Beitrags werden zudem k\u00fcnftig Unternehmerinnen und Unternehmer erhalten, die ein Jahreseinkommen von 30 Prozent der Bezugsgr\u00f6\u00dfe &#8211; das w\u00e4ren 2021 11.844 Euro &#8211; erzielen. Bisher betrug diese Grenze 8.220 Euro.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>k) Faktor F 2021 im \u00dcbergangsbereich<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab dem 1. Januar 2021 gilt f\u00fcr Besch\u00e4ftigte im \u00dcbergangsbereich 450,01 Euro bis 1300,00 Euro Entgelt im Monat der neue Faktor F 0,7509.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>l) Sachbezugswerte 2021<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales hat j\u00e4hrlich den Wert der Sachbez\u00fcge nach dem tats\u00e4chlichen Verkehrswert im Voraus anzupassen und dabei eine m\u00f6glichst weitgehende \u00dcbereinstimmung mit den Regelungen des Steuerrechts sicherzustellen. Die Werte f\u00fcr Verpflegung und Unterkunft werden daher j\u00e4hrlich an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst. Der Verbraucherpreisindex ist im ma\u00dfgeblichen Zeitraum von Juni 2019 bis Juni 2020 um 2,1 Prozentpunkte gestiegen. Auf dieser Grundlage wurde der Wert f\u00fcr Verpflegung von 258 Euro auf 263 Euro (Fr\u00fchst\u00fcck auf 55 Euro, Mittag- und Abendessen auf jeweils 104 Euro) angehoben. Der Wert f\u00fcr Mieten und Unterkunft erh\u00f6hen sich um ein Prozent von 235 Euro auf 237&nbsp;Euro.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>m) Hinzuverdienstgrenze bei Altersrenten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Anbetracht der aktuellen Entwicklung der Corona-Krise und den damit verbundenen zuk\u00fcnftigen Herausforderungen wird die befristete Anhebung der kalenderj\u00e4hrlichen Hinzuverdienstgrenze f\u00fcr Altersrenten vor Erreichen der Regelaltersgrenze auf der Grundlage der aktuellen Werte um ein Jahr verl\u00e4ngert und gilt somit auch f\u00fcr das Kalenderjahr 2021. Dadurch ist sichergestellt, dass weiterhin einem Durchschnittsverdiener mit zwei j\u00e4hrlichen Sonderzahlungen ein Hinzuverdienst erm\u00f6glicht wird, ohne dass es zu einer Anrechnung des Hinzuverdiensts auf die Rente wegen Alters kommt. F\u00fcr das Jahr 2021 betr\u00e4gt die kalenderj\u00e4hrliche Hinzuverdienstgrenze 46.060 Euro (in 2020: 44.590 Euro). Der sog. Hinzuverdienstdeckel ist weiterhin nicht anzuwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei vorzeitigen Altersrenten in der Alterssicherung der Landwirte werden die Hinzuverdienst-grenzen f\u00fcr das Jahr 2021 erneut ausgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gesetz zur Verbesserung der Transparenz in der Alterssicherung und der Rehabilitation sowie zur Modernisierung der Sozialversicherungswahlen und zur \u00c4nderung anderer Gesetze<br \/><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Digitale Renten\u00fcbersicht: <\/strong>Die Digitale Renten\u00fcbersicht wird jeder B\u00fcrgerin und jedem B\u00fcrger eine \u00dcbersicht \u00fcber den Stand der individuellen Anspr\u00fcche der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorge geben, auf einen Blick und digital abrufbar \u00fcber ein Portal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Gesetz werden die notwendigen rechtlichen Grundlagen zur Entwicklung und Einf\u00fchrung der Digitalen Renten\u00fcbersicht geschaffen. Nach Inkrafttreten des Gesetzes voraussichtlich im Januar 2021 wird die Digitale Renten\u00fcbersicht entwickelt, 21 Monate sp\u00e4ter wird dann die erste Betriebsphase mit freiwillig teilnehmenden Vorsorgeeinrichtungen beginnen. Dann wird das Portal f\u00fcr die Digitale Renten\u00fcbersicht den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sozialversicherungswahlen: <\/strong>Die Sozialversicherungswahlen werden moderner und die Selbstverwaltung wird gest\u00e4rkt. Die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Ehrenamtlichen werden verbessert, indem ein ausdr\u00fccklicher Anspruch auf Freistellung sowie ein Anspruch auf Fortbildung eingef\u00fchrt wird. Durch das Absenken der Zahl der notwendigen Unterst\u00fctzerunterschriften f\u00fcr Vorschlagslisten soll der Zugang zu den Gremien bzw. Wahlen erleichtert werden. Mehr Transparenz schafft die Neuregelung, dass die Listenaufstellungsverfahren dokumentiert werden m\u00fcssen. Um den Anteil von Frauen in den Vertreterversammlungen und Vorst\u00e4nden der Renten- und Unfallversicherungstr\u00e4ger zu erh\u00f6hen, sollen Frauen bei der Aufstellung einer Vorschlagsliste k\u00fcnftig zu mindestens 40 Prozent ber\u00fccksichtigt werden. Bei den entsprechenden Organen der Krankenkassen gibt es bereits eine verpflichtende Quote von 40 Prozent. Zudem sollen k\u00fcnftig die Bundeswahlbeauftragten \u00fcber die Arbeit der Selbstverwaltungsorgane unterrichten, um die \u00d6ffentlichkeit besser zu informieren und die Wahlbeteiligung zu steigern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beschaffung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation: <\/strong>Die Beschaffung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation durch die Tr\u00e4ger der Rentenversicherung wird auf eine neue gesetzliche Grundlage gestellt. Ma\u00dfgebliche Leitgedanken sind die im europ\u00e4ischen Vergaberecht festgelegten Grunds\u00e4tze der Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Nichtdiskriminierung. Regelungen, die zun\u00e4chst durch die Deutschen Rentenversicherung Bund n\u00e4her ausgestaltet werden m\u00fcssen, treten zum 1.&nbsp;Juli 2023 in Kraft. Zudem wird der Anspruch auf \u00dcbergangsgeld dahingehend modifiziert, dass er in angemessenem Verh\u00e4ltnis zum Umfang der in Anspruch genommenen Leistungen zur Pr\u00e4vention und Teilhabe steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gesetz wird voraussichtlich im Januar 2021 im Bundesgesetzblatt verk\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Teilhabe, Belange von Menschen mit Behinderungen, Soziale Entsch\u00e4digung, Sozialhilfe, Asylbewerberleistungsgesetz<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>a) H\u00f6here Regelbedarfe in der Sozialhilfe nach dem Zw\u00f6lften Buch Sozialgesetzbuch<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab dem 1. Januar 2021 gelten neue Regelbedarfe in der Sozialhilfe nach dem Zw\u00f6lften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>f\u00fcr jede erwachsene Person, die in einer Wohnung lebt und f\u00fcr die nicht Regelbedarfsstufe 2 gilt: 446 Euro (RBS 1)<\/li><li>f\u00fcr jede erwachsene Person, wenn sie in einer Wohnung mit einem Ehegatten oder Lebenspartner oder in ehe\u00e4hnlicher oder lebenspartnerschafts\u00e4hnlicher Gemeinschaft mit einem Partner zusammenlebt, oder wenn sie in der sogenannten besonderen Wohnform lebt: 401 Euro (RBS2)<\/li><li>f\u00fcr eine station\u00e4r untergebrachte erwachsene Person: 357 Euro (RBS 3)<\/li><li>f\u00fcr eine Jugendliche oder einen Jugendlichen vom Beginn des 15. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres: 373 Euro (RBS 4)<\/li><li>f\u00fcr ein Kind vom Beginn des siebten bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres: 309&nbsp;Euro (RBS 5)<\/li><li>f\u00fcr ein Kind bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres: 283 Euro (RBS 6)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Des Weiteren ist der Zeitraum f\u00fcr den vereinfachten Zugang zu den Grundsicherungssystemen bis zum 31. M\u00e4rz 2021 verl\u00e4ngert worden. Gleiches gilt f\u00fcr die Besonderheiten beim Schulmittagessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Grundrentengesetz tritt zum 1. Januar 2021 ein neuer Freibetrag in Kraft. Wenn 33 Jahre Grundrenten- oder vergleichbare Zeiten erf\u00fcllt sind, k\u00f6nnen von der gesetzlichen Rente monatlich 100 Euro als Freibetrag behalten werden. Ist die Rente h\u00f6her als 100&nbsp;Euro, k\u00f6nnen vom \u00fcbersteigenden Betrag zus\u00e4tzlich 30 Prozent als Freibetrag ber\u00fccksichtigt werden. Der Freibetrag ist auf einen Betrag von 50 Prozent der Regelbedarfsstufe 1 gedeckelt; ab dem 1. Januar 2021 sind das 223 Euro monatlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Freibetrag wird auch f\u00fcr die erg\u00e4nzende Hilfe zum Lebensunterhalt als f\u00fcrsorgerische Leistung der Sozialen Entsch\u00e4digung zum 1. Januar 2021 eingef\u00fchrt. Er ist auf einen Betrag von 0,65 des im Bundesversorgungsgesetz ma\u00dfgeblichen Bemessungsbetrags gedeckelt, ab 1. Januar 2021 sind das 225 Euro monatlich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>b) Anpassung der Regels\u00e4tze nach dem Asylbewerberleistungsgesetz<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entsprechend der Ver\u00e4nderung der Regelbedarfe nach dem Zw\u00f6lften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) wurden auch die Regels\u00e4tze nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) zum 1. Januar 2021 angepasst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>c) Verl\u00e4ngerung des<\/strong> <strong>Sozialdienstleister-Einsatzgesetzes<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) wurde im Rahmen des Regelbedarfsermittlungsgesetzes angepasst und bis zum 31. M\u00e4rz 2021 verl\u00e4ngert. Ziel ist es, die soziale Infrastruktur z. B. infolge von weiteren lokalen oder bundesweiten Lockdowns in ihrem Bestand zu sichern. Wenn Anbieter sozialer Dienstleistungen pandemiebedingt ihre Leistungen nicht in \u00fcblicher Form erbringen k\u00f6nnen, erhalten sie mit dem SodEG finanzielle Zusch\u00fcsse. Daf\u00fcr unterst\u00fctzen die Anbieter in geeignetem und zumutbarem Umfang die Bew\u00e4ltigung der Pandemieauswirkungen vor Ort, in dem sie Arbeitskr\u00e4fte, R\u00e4umlichkeiten und Sachmittel zur Verf\u00fcgung stellen. Das SodEG bezieht sich auf alle sozialen Anbieter, die ihre Dienstleistungen auf Basis der Sozialgesetzb\u00fccher mit Ausnahme des SGB V und des SGB XI erbringen. Dazu z\u00e4hlen z. B. Reha-Kliniken, Reha-Zentren sowie Angebote in der Arbeitsmarktpolitik, Behindertenhilfe oder Fr\u00fchf\u00f6rderstellen<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>d) Erh\u00f6hung der Ausgleichsabgabe<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland sind Unternehmen dazu verpflichtet schwerbehinderte Menschen einzustellen (gem\u00e4\u00df \u00a7 154 SGB IX), wenn es im Unternehmen mindestens 20 Arbeitspl\u00e4tze gibt. 5 % der Arbeitspl\u00e4tze m\u00fcssen mit schwerbehinderten Menschen besetzt werden. Erf\u00fcllt das Unternehmen diese Quote nicht, muss die Ausgleichsabgabe (gem\u00e4\u00df \u00a7 160 Absatz 1 Satz 1 SGB IX) entrichtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum 1. Januar 2021 erh\u00f6ht sich die Ausgleichsabgabe, damit wirkt die Erh\u00f6hung erst im Jahr 2022, da diese f\u00fcr unbesetzte Arbeitspl\u00e4tze im Jahr 2021 entrichtet wird. F\u00fcr die Ausgleichsabgabe, die im Jahr 2021 f\u00fcr das Jahr 2020 zu entrichten ist, gelten noch die alten S\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Erf\u00fcllungsquote<\/td><td>heute (monatlich)<\/td><td>ab dem 01.01.2021<\/td><\/tr><tr><td>3 bis unter 5 Prozent<\/td><td>125 \u20ac<\/td><td>140 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>2 bis unter 3 Prozent<\/td><td>220 \u20ac<\/td><td>245 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>0 bis unter 2 Prozent<\/td><td>320 \u20ac<\/td><td>360 \u20ac<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>e) Erh\u00f6hung der Eigenbeteiligung f\u00fcr die unentgeltliche Bef\u00f6rderung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schwerbehinderte Menschen, die in ihrer Bewegungsf\u00e4higkeit im Stra\u00dfenverkehr erheblich beeintr\u00e4chtigt sind, haben Anspruch darauf, im \u00f6ffentlichen Personennahverkehr unentgeltlich bef\u00f6rdert zu werden. Die Eigenbeteiligung f\u00fcr die unentgeltliche Bef\u00f6rderung schwerbehinderter Menschen erh\u00f6ht sich jeweils zu dem Zeitpunkt, zu dem die n\u00e4chste Neubestimmung der Betr\u00e4ge der Ausgleichsabgabe erfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dadurch ergeben sich folgende Betr\u00e4ge:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>heute (j\u00e4hrlich)<\/td><td>ab dem 01.01.2021<\/td><\/tr><tr><td>80 \u20ac<\/td><td>91 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>heute (halbj\u00e4hrlich)<\/td><td>ab dem 01.01.2021<\/td><\/tr><tr><td>40 \u20ac<\/td><td>46 \u20ac<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>f) Erh\u00f6hung des Betrages, bis zu dem Kinderbetreuungskosten \u00fcbernommen werden<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Betrag, bis zu dem bei Ausf\u00fchrung einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben Kinderbetreuungskosten \u00fcbernommen werden k\u00f6nnen (\u00a7 74 Absatz 3 SGB IX), erh\u00f6ht sich jeweils zu dem Zeitpunkt, zu dem die n\u00e4chste Neubestimmung der Betr\u00e4ge der Ausgleichsabgabe erfolgt. Der neue monatliche H\u00f6chstbetrag f\u00fcr Kinderbetreuungskosten betr\u00e4gt 180 Euro pro Kind. Die Erh\u00f6hung wird zum 1. Januar 2021 wirksam.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>g) Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte Menschen: Erh\u00f6hung des Beitrags zur Kostendeckung der Interessenvertretung der Besch\u00e4ftigten auf Bundesebene<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kosten, die durch die Interessenvertretung der Werkstattr\u00e4te auf Bundesebene entstehen, tr\u00e4gt der zust\u00e4ndige Tr\u00e4ger (\u00a7 39 Absatz 4 Werkst\u00e4tten-Mitwirkungsverordnung). Dieser \u00fcberweist jeweils zum 1. Februar eines jeden Jahres 1,60 Euro f\u00fcr jeden Werkstattbesch\u00e4ftigten, der sich am 1. Januar dieses Jahres in seiner Zust\u00e4ndigkeit befindet, an die Interessenvertretung der Werkstattr\u00e4te auf Bundesebene. Dieser Betrag erh\u00f6ht sich ebenfalls zu dem Zeitpunkt, zu dem die n\u00e4chste Neubestimmung der Ausgleichsabgabe erfolgt. Die Erh\u00f6hung auf 1,81 Euro gilt ab dem 1. Januar 2021.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BMAS, Pressemitteilung vom 21.12.2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales hat eine \u00dcbersicht \u00fcber die wesentlichen \u00c4nderungen und Neuregelungen, die zum Jahresbeginn und im Laufe des Jahres 2021 in seinem Zust\u00e4ndigkeitsbereich wirksam werden, ver\u00f6ffentlicht. 1. 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