{"id":62229,"date":"2021-01-06T17:32:04","date_gmt":"2021-01-06T15:32:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=62229"},"modified":"2021-01-06T17:32:04","modified_gmt":"2021-01-06T15:32:04","slug":"halbzeit-bei-der-soli-abschaffung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/halbzeit-bei-der-soli-abschaffung\/","title":{"rendered":"Halbzeit bei der Soli-Abschaffung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab Januar 2021 f\u00e4llt f\u00fcr viele Steuerzahler bei der Einkommensteuer der Solidarit\u00e4tszuschlag weg. Das ist ein wichtiger Etappensieg f\u00fcr den Bund der Steuerzahler (BdSt), der politisch und gerichtlich f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Abschaffung der Erg\u00e4nzungsabgabe k\u00e4mpft. Ungeachtet von diesem Erfolg bleibt aber, dass GmbHs, Fachkr\u00e4fte und Sparer den Soli auch 2021 zahlen m\u00fcssen. Deshalb setzen wir uns vor allem im Super-Wahljahr 2021 daf\u00fcr ein: Der Solidarit\u00e4tszuschlag muss komplett und f\u00fcr alle weg!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ein-erster-schritt-ist-geschafft-viele-b-rger-werden-entlastet\">Ein erster Schritt ist geschafft: Viele B\u00fcrger werden entlastet<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem ledigen Steuerzahler wird die Erg\u00e4nzungsabgabe ab sofort nicht mehr erhoben, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen weniger als 62.121 Euro betr\u00e4gt \u2013 bei zusammenveranlagten Eheleuten liegt die Grenze hier bei 124.242 Euro. Damit werden viele B\u00fcrger 2021 erstmals eine Gehaltsabrechnung bzw. eine Steuervorauszahlung ohne Soli erhalten. Bei h\u00f6heren Einkommen f\u00e4llt der Soli zum Teil weg.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-jetzt-muss-der-zweite-schritt-kommen-entlastung-f-r-sparer-fachkr-fte-und-betriebe\">Jetzt muss der zweite Schritt kommen: Entlastung f\u00fcr Sparer, Fachkr\u00e4fte und Betriebe<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sparer, Fachkr\u00e4fte und Betriebe m\u00fcssen den Soli 2021 weiterzahlen. Denn bei der Abgeltungsteuer, die zum Beispiel auf Sparzinsen anf\u00e4llt, bleibt die Erg\u00e4nzungsabgabe bestehen. Ganz egal, ob der Sparer hohe oder nur geringe Eink\u00fcnfte etwa aus einer kleinen Rente hat. Auch bei der K\u00f6rperschaftsteuer verlangt der Bund weiterhin den Soli \u2013 und zwar in bisheriger H\u00f6he. Davon betroffen sind vor allem GmbHs. Leistungstr\u00e4ger profitieren ebenfalls nicht von den Neuerungen: F\u00fcr Ledige bzw. Verheiratete, die 2021 ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von mehr als 96.820 Euro bzw. 193.641 Euro haben, wird der Zuschlag auch 2021 voll verlangt. Weil wir dies f\u00fcr indiskutabel halten, unterst\u00fctzen wir zwei Musterklagen, die bereits beim Bundesfinanzhof \u2013 dem h\u00f6chsten deutschen Steuergericht (Az.: IX R 15\/20) \u2013 bzw. dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe (Az.: 2 BvL 6\/14) vorliegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: BdSt, Mitteilung vom 01.01.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab Januar 2021 f\u00e4llt f\u00fcr viele Steuerzahler bei der Einkommensteuer der Solidarit\u00e4tszuschlag weg. Das ist ein wichtiger Etappensieg f\u00fcr den Bund der Steuerzahler (BdSt), der politisch und gerichtlich f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Abschaffung der Erg\u00e4nzungsabgabe k\u00e4mpft. Ungeachtet von diesem Erfolg bleibt aber, dass GmbHs, Fachkr\u00e4fte und Sparer den Soli auch 2021 zahlen m\u00fcssen. 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