{"id":63803,"date":"2021-06-30T17:17:16","date_gmt":"2021-06-30T15:17:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=63803"},"modified":"2021-06-30T17:17:16","modified_gmt":"2021-06-30T15:17:16","slug":"buero-rueckkehrende-als-ziel-fuer-cyber-kriminelle-wie-sich-beschaeftigte-und-unternehmen-schuetzen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/buero-rueckkehrende-als-ziel-fuer-cyber-kriminelle-wie-sich-beschaeftigte-und-unternehmen-schuetzen-koennen\/","title":{"rendered":"B\u00fcro-R\u00fcckkehrende als Ziel f\u00fcr Cyber-Kriminelle: Wie sich Besch\u00e4ftigte und Unternehmen sch\u00fctzen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Cyberkriminelle versuchen Anmeldedaten mit Phishing-Mails abzugreifen<\/li><li>Bitkom-Experte warnt vor Infiltrierung der Unternehmensnetzwerke<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 1. Juli 2021 endet die Homeoffice-Pflicht in Deutschland. Dann m\u00fcssen Arbeitgeber ihren Angestellten nicht l\u00e4nger die Arbeit im Homeoffice anbieten. Im Zuge der R\u00fcckkehr an den Arbeitsplatz entstehen neue Einfallstore f\u00fcr Cyberkriminelle. Der Digitalverband Bitkom beschreibt m\u00f6gliche Angriffsszenarien und erkl\u00e4rt, wie sich Unternehmen sch\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kriminelle setzen wieder verst\u00e4rkt auf kontextspezifische Phishing-Angriffe. Das best\u00e4tigten zuletzt auch US-Medienberichte. \u201eMitarbeitende bekommen E-Mails vom IT-Chef ihrer Firma, der sie zur\u00fcck im B\u00fcro begr\u00fc\u00dft \u2013 versehen mit Logo und Unterschrift. Ein Link in der Nachricht verweist auf neue Vorsichtsma\u00dfnahmen, die das Unternehmen mit Blick auf die Pandemie trifft. Um auf diese Dokumente zugreifen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen Mitarbeitende dann ihr Passwort eingeben. In Wahrheit sollen so die Zugangsdaten abgegriffen werden\u201c, erl\u00e4utert Sebastian Artz, Referent f\u00fcr Informationssicherheit und Sicherheitspolitik beim Bitkom.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche Phishing-Angriffe sind nicht ungew\u00f6hnlich, aber wieder einmal passen sich die Cyberkriminellen den neuen Gegebenheiten besonders schnell an. Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie nutzten sie das gestiegene Informationsbed\u00fcrfnis der Mitarbeitenden aus, um gezielte Phishing-Kampagnen durchzuf\u00fchren. \u201eBeim Wechsel zu Tele-Arbeit und ins Homeoffice spielte Cybersicherheit nur eine untergeordnete Rolle. Das hat es vielen Kriminellen leichter gemacht, IT-Systeme anzugreifen\u201c, erkl\u00e4rt Artz. Nun drohe die Gefahr, dass sich im Zuge der R\u00fcckkehr in die B\u00fcros ein \u00e4hnliches Muster wiederholt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben vorsichtig agierenden Mitarbeitenden bedarf es aber auch einer vorausschauenden Planung in Unternehmen: So sollten im Homeoffice genutzte Endger\u00e4te nicht unbedacht wieder im Unternehmen zum Einsatz kommen. \u201eUnternehmen m\u00fcssen damit rechnen, dass Cyberkriminelle dies bereits antizipiert haben und bewusst Endger\u00e4te infiltriert wurden, um den Moment abzupassen, an dem sich die Ger\u00e4te wieder im Unternehmensnetzwerk befinden \u2013 ganz im Sinne eines trojanischen Pferds, das mit dem Wegfall der Homeoffice-Pflicht einfach wieder durch die Eingangst\u00fcr des Unternehmens hineingetragen wird\u201c, warnt Bitkom-Experte Artz. Daher sollte die R\u00fcckf\u00fchrung der Ger\u00e4te genau erfasst und inventarisiert werden. Unternehmen sollten sicherstellen, dass die Ger\u00e4te \u00fcber alle aktuellen Updates verf\u00fcgen und auf Schadcode-Befall \u00fcberpr\u00fcft wurden, bevor sie wieder im Firmennetz zum Einsatz kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAndernfalls drohen den Unternehmen schwerwiegende Folgen, wie die j\u00fcngste Welle von Ransomware-Vorf\u00e4llen vor Augen gef\u00fchrt hat\u201c, mahnt Artz. \u201eSobald Schadcode eingeschleust wurde und die Cyberkriminelle Zugriff erlangt haben, breiten sie sich St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck im Unternehmensnetzwerk aus. Anschlie\u00dfend werden Informationen ausgeleitet, die Systeme verschl\u00fcsselt und L\u00f6segeld erpresst\u201c, erkl\u00e4rt der Bitkom-Experte einen typischen Angriff.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zentral sei deshalb, die Risiken aktiv und fr\u00fchzeitig wahrzunehmen. \u201eLeider scheitern noch immer viele Unternehmen an dieser Stelle\u201c, so Artz. Kurzfristig sollten deshalb alle Mitarbeitenden f\u00fcr die Gefahren sensibilisiert werden. \u201eAllen Besch\u00e4ftigten muss klar sein, dass auch vermeintlich vertrauensw\u00fcrdige Mails kritisch zu hinterfragen sind. Dazu z\u00e4hlt, bei Verdachtsmomenten die Absenderadresse zu verifizieren und auf wirre Buchstabenfolgen oder vertauschte Zeichen zu pr\u00fcfen. In jedem Fall sollten Betroffene nie un\u00fcberlegt auf Links oder Dateianh\u00e4nge klicken\u201c, so Artz. Falls dies doch geschieht, gilt es schnellstm\u00f6glich die Sicherheitsverantwortlichen im Unternehmen zu informieren. \u201eReaktionsschnelligkeit ist der Schl\u00fcssel zur Schadensbegrenzung. Daf\u00fcr braucht es etablierte Prozesse und Ansprechpersonen im Unternehmen. Hierzu m\u00fcssen Unternehmen erkennen, dass Sicherheit keine Einmall\u00f6sung ist, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der entsprechende finanzielle und personelle Ressourcen bedarf\u201c, so Bitkom-Experte Artz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: Bitkom, Pressemitteilung vom 29.06.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cyberkriminelle versuchen Anmeldedaten mit Phishing-Mails abzugreifen Bitkom-Experte warnt vor Infiltrierung der Unternehmensnetzwerke Am 1. Juli 2021 endet die Homeoffice-Pflicht in Deutschland. Dann m\u00fcssen Arbeitgeber ihren Angestellten nicht l\u00e4nger die Arbeit im Homeoffice anbieten. Im Zuge der R\u00fcckkehr an den Arbeitsplatz entstehen neue Einfallstore f\u00fcr Cyberkriminelle. 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