{"id":63805,"date":"2021-07-01T16:35:37","date_gmt":"2021-07-01T14:35:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=63805"},"modified":"2022-11-25T12:04:23","modified_gmt":"2022-11-25T10:04:23","slug":"neuerungen-im-einfuhr-umsatzsteuerrecht-zum-1-juli-2021-wegfall-der-kleinsendungsfreigrenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/neuerungen-im-einfuhr-umsatzsteuerrecht-zum-1-juli-2021-wegfall-der-kleinsendungsfreigrenze\/","title":{"rendered":"Neuerungen im (Einfuhr-)Umsatzsteuerrecht zum 1. Juli 2021: Wegfall der Kleinsendungsfreigrenze"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zum 1. Juli 2021 treten die \u00c4nderungen im Zusammenhang mit der zweiten Stufe des Mehrwertsteuer-Digitalpakets in Kraft. Durch diese neuen Vorschriften ver\u00e4ndern sich insbesondere die umsatzsteuerlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr den Online-Handel. Mit dem Mehrwertsteuer-Digitalpaket sollen Wettbewerbsverzerrungen im internationalen Umfeld verhindert und EU-weit einfachere Regelungen f\u00fcr die Umsatzsteuer erm\u00f6glicht werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bereich der Zollverwaltung entf\u00e4llt dabei ab dem 1. Juli 2021 die Befreiung von der&nbsp;Einfuhrumsatzsteuer&nbsp;f\u00fcr Waren in kommerziellen Kleinsendungen mit einem Wert bis zu 22&nbsp;Euro. Mit der Streichung der Wertgrenze sollen faire Wettbewerbsbedingungen f\u00fcr&nbsp;EU-Unternehmer gesichert werden, denn bisher mussten Unternehmen von au\u00dferhalb der&nbsp;EU&nbsp;bei Sendungen mit einem Wert bis zu 22 Euro keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daher m\u00fcssen ab dem 1. Juli 2021 grunds\u00e4tzlich f\u00fcr alle Sendungen aus einem Drittland Zollanmeldungen abgegeben werden. Diese Aufgabe \u00fcbernimmt in den meisten F\u00e4llen der Bef\u00f6rderer der Waren, also der zust\u00e4ndige Post-&nbsp;bzw.&nbsp;Kurierdienst oder der Onlineh\u00e4ndler selbst. Diese zahlen die f\u00e4lligen Abgaben in der Regel unmittelbar an die Zoll-&nbsp;bzw.&nbsp;Steuerverwaltung. F\u00fcr diese Serviceleistung erheben die Post-&nbsp;bzw.&nbsp;Kurierdienste meist eine Servicepauschale. Ob und in welcher H\u00f6he eine Servicepauschale verlangt wird, obliegt den Post-&nbsp;bzw.&nbsp;Kurierdiensten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem Sendungswert bis 150 Euro ist die Einfuhr weiterhin zollfrei. Diese bisherige Wertgrenze von 150 Euro bleibt also auch nach dem 1. Juli 2021 bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Informationen finden Sie auf den&nbsp;Internetseiten des Zolls.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Fernverk\u00e4ufen von aus dem Drittlandsgebiet eingef\u00fchrten Waren kann ab dem 1. Juli 2021 das&nbsp;sog.&nbsp;Import-One-Stop-Shop-Verfahren angewandt werden. Dies gilt f\u00fcr Sendungen mit einem Sachwert von h\u00f6chstens 150 Euro. Informationen hierzu erhalten Sie auf den&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bzst.de\/DE\/Unternehmen\/Umsatzsteuer\/ImportOneStopShop\/importonestopshop_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Internetseiten des Bundeszentralamts f\u00fcr Steuern<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: BMF, Mitteilung vom 30.06.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum 1. Juli 2021 treten die \u00c4nderungen im Zusammenhang mit der zweiten Stufe des Mehrwertsteuer-Digitalpakets in Kraft. Durch diese neuen Vorschriften ver\u00e4ndern sich insbesondere die umsatzsteuerlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr den Online-Handel. 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