{"id":63821,"date":"2021-07-01T17:01:54","date_gmt":"2021-07-01T15:01:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=63821"},"modified":"2021-07-01T17:01:54","modified_gmt":"2021-07-01T15:01:54","slug":"laufzeitbezogene-betrachtungsweise-bei-leasingsonderzahlungen-im-rahmen-der-ermittlung-der-anteiligen-unternehmerischen-nutzung-eines-kfz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/laufzeitbezogene-betrachtungsweise-bei-leasingsonderzahlungen-im-rahmen-der-ermittlung-der-anteiligen-unternehmerischen-nutzung-eines-kfz\/","title":{"rendered":"Laufzeitbezogene Betrachtungsweise bei Leasingsonderzahlungen im Rahmen der Ermittlung der anteiligen unternehmerischen Nutzung eines Kfz"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Im beim 3. Senat des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts gef\u00fchrten Verfahren 3 K 1\/20 wegen Einkommensteuer 2013 war u. a. streitig, in welcher H\u00f6he eine im Dezember 2013 geleistete Leasingsonderzahlung f\u00fcr einen teils privat und teils zu unternehmerischen Zwecken genutzten Pkw als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten abzugsf\u00e4hig ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Kl\u00e4ger schloss im Jahr 2013 einen Leasingvertrag \u00fcber einen Mercedes Benz ML 350 mit einer Laufzeit von 36 Monaten. Die Auslieferung des Fahrzeugs erfolgte Anfang Dezember 2013. Der Kl\u00e4ger leistete eine Leasingsonderzahlung von 36.490,88 Euro zzgl. 6.933,27 Euro Umsatzsteuer. Im Dezember 2013 nutzte der Kl\u00e4ger das Fahrzeug zu rund 71 % f\u00fcr seine selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit, zu rund 13 % im Rahmen seiner Vermietungst\u00e4tigkeit und im \u00dcbrigen privat. Im gesamten Leasingzeitraum Dezember 2013 bis Dezember 2016 nutzte der Kl\u00e4ger das Fahrzeug (hingegen lediglich) zu 12,16 % f\u00fcr seine selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit und zu 6,24 % f\u00fcr seine Vermietungst\u00e4tigkeit. Der Kl\u00e4ger begehrte f\u00fcr 2013, die Leasingsonderzahlung ausgehend von einem beruflichen Nutzungsanteil von insgesamt 84 % zum Betriebsausgaben- bzw. Werbungskostenabzug zuzulassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Auffassung des 3. Senats des Finanzgerichts geh\u00f6rt die bei Leasingbeginn erbrachte Sonderzahlung zwar in H\u00f6he der anteiligen unternehmerischen Nutzung des Pkw zu den sofort abziehbaren Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten. Bei der H\u00f6he der anteiligen unternehmerischen Nutzung sei aber auf eine laufzeitbezogene Betrachtungsweise abzustellen. Daher sei die Leasingsonderzahlung im Jahr 2013 lediglich (entsprechend dem laufzeitbezogenen Anteil der unternehmerischen Nutzung) in H\u00f6he von 12,16 % bei den Eink\u00fcnften aus selbstst\u00e4ndiger T\u00e4tigkeit und in H\u00f6he von 6,24 % bei den Vermietungseink\u00fcnften abzugsf\u00e4hig.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung ist u. a. in EFG 2021, 740 ver\u00f6ffentlicht. Die Revision ist beim BFH unter dem Aktenzeichen VIII R 1\/21 anh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: FG Schleswig-Holstein, Mitteilung vom 30.06.2021 zum Urteil 3 K 1\/20 vom 23.11.2020 (nrkr &#8211; BFH-Az.: VIII R 1\/21)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im beim 3. Senat des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts gef\u00fchrten Verfahren 3 K 1\/20 wegen Einkommensteuer 2013 war u. a. streitig, in welcher H\u00f6he eine im Dezember 2013 geleistete Leasingsonderzahlung f\u00fcr einen teils privat und teils zu unternehmerischen Zwecken genutzten Pkw als Betriebsausgaben bzw. 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