{"id":64039,"date":"2021-08-08T20:01:30","date_gmt":"2021-08-08T18:01:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=64039"},"modified":"2021-08-08T20:02:01","modified_gmt":"2021-08-08T18:02:01","slug":"homeoffice-nach-corona-erwartete-nutzung-steigt-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/homeoffice-nach-corona-erwartete-nutzung-steigt-weiter\/","title":{"rendered":"Homeoffice nach Corona: Erwartete Nutzung steigt weiter"},"content":{"rendered":"\n<h2 id=\"h-unternehmensbefragung-in-informationswirtschaft-und-verarbeitendem-gewerbe\">Unternehmensbefragung in Informationswirtschaft und Verarbeitendem Gewerbe<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatten viele Unternehmen in Deutschland mit einer auf lange Sicht anhaltenden Ausweitung ihrer Homeoffice-Angebote gerechnet. Eine Unternehmensbefragung des ZEW Mannheim im Juni 2021 best\u00e4tigt, dass diese anf\u00e4nglichen Prognosen nicht \u00fcbersch\u00e4tzt waren. Vielmehr hat mittlerweile ein Teil der Unternehmen die eigenen Erwartungen bez\u00fcglich der Homeoffice-Nutzung nach der Pandemie sogar nach oben korrigiert. Zudem zeigt die Befragung, dass vor allem gr\u00f6\u00dfere Unternehmen weitere Teile ihrer Belegschaft zus\u00e4tzlich mit mobilen, digitalen Endger\u00e4ten ausgestattet haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor der Corona-Pandemie hatte etwa die H\u00e4lfte der Unternehmen in der Informationswirtschaft einem Teil der Besch\u00e4ftigten erm\u00f6glicht, mindestens einmal w\u00f6chentlich im Homeoffice zu arbeiten. Im Juni 2020 planten aufgrund der bisherigen Pandemie-Erfahrung bereits 64 Prozent der Unternehmen Homeoffice auch in der Zeit nach Corona einzusetzen. Ein Jahr sp\u00e4ter ist dieser Wert nun sogar auf 74 Prozent gestiegen. \u201eDabei ist nicht nur der Anteil an Unternehmen mit langfristigen Homeoffice-Pl\u00e4nen gewachsen, sondern auch der Anteil an Besch\u00e4ftigten, die solche Angebote in der Zeit nach Corona voraussichtlich in Anspruch nehmen werden\u201c, sagt Dr. Daniel Erdsiek, Wissenschaftler im Forschungsbereich \u201eDigitale \u00d6konomie\u201c am ZEW Mannheim. \u201eSo geht derzeit etwa jedes zweite Unternehmen in der Informationswirtschaft davon aus, dass langfristig mehr als 20 Prozent der Besch\u00e4ftigten mindestens einmal w\u00f6chentlich im Homeoffice arbeiten werden.\u201c Im Juni 2020 rechnete dagegen nur jedes dritte Unternehmen mit einer solch intensiven Homeoffice-Nutzung nach der Pandemie.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Verarbeitenden Gewerbe f\u00e4llt die Intensit\u00e4t der Homeoffice-Nutzung aufgrund von ortsgebundenen T\u00e4tigkeiten verst\u00e4ndlicherweise geringer aus. Allerdings haben die Unternehmen auch hier ihre anf\u00e4nglichen Erwartungen bez\u00fcglich der langfristigen Nutzung von Homeoffice nach oben korrigiert. Aktuell rechnen etwa 46 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe damit, dass ein Teil der Belegschaft nach dem Ende der Pandemie mindestens einmal w\u00f6chentlich im Homeoffice arbeiten wird. Im Juni 2020 lag dieser Wert noch bei 37 Prozent und vor der Pandemie erlaubten lediglich 24 Prozent der Unternehmen \u00fcberhaupt regelm\u00e4\u00dfiges Homeoffice.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den langfristigen Erwartungen ist auch die aktuelle Nutzung von Homeoffice im Vergleich zum Juni 2020 gestiegen. In der Informationswirtschaft arbeitet nun in 63 Prozent der Unternehmen mehr als ein F\u00fcnftel der Besch\u00e4ftigten regelm\u00e4\u00dfig im Homeoffice. Im Verarbeitenden Gewerbe bel\u00e4uft sich dieser Anteil auf etwa 24 Prozent der Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-unternehmen-r-sten-mitarbeiter-mit-mobilen-digitalen-endger-ten-aus\">Unternehmen r\u00fcsten Mitarbeiter mit mobilen, digitalen Endger\u00e4ten aus<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice haben sowohl die Unternehmen als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in technische Ausstattung und Infrastruktur investiert. Ein wichtiger Bestandteil solcher Investitionen waren dabei digitale Endger\u00e4te wie Smartphones, Notebooks oder Tablets. Die Mehrheit der Unternehmen in der Informationswirtschaft (82 Prozent) und im Verarbeitenden Gewerbe (70 Prozent) hatte zwar bereits vor der Pandemie einen Teil ihrer Besch\u00e4ftigten mit diesen Endger\u00e4ten ausgestattet, im Verlauf der Corona-Pandemie haben die Unternehmen diesen Anteil allerdings deutlich ausgeweitet. Insgesamt jedes dritte Unternehmen in der Informationswirtschaft und jedes vierte Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe hat zus\u00e4tzliche Endger\u00e4te bereitgestellt. Mit einem Anteil von etwa 60 Prozent haben insbesondere gr\u00f6\u00dfere Unternehmen mit mindestens 100 Besch\u00e4ftigten die Ausstattung mit mobilen Endger\u00e4ten aufgestockt. Dabei wurde in der Informationswirtschaft allerdings ein deutlich h\u00f6herer Anteil an Besch\u00e4ftigten zus\u00e4tzlich ausgestattet als im Verarbeitenden Gewerbe. So hat etwa jedes vierte Unternehmen in der Informationswirtschaft mehr als 20 Prozent der Besch\u00e4ftigten im Zuge der Corona-Pandemie zus\u00e4tzlich mit digitalen Endger\u00e4ten ausgestattet, w\u00e4hrend dies nur auf rund jedes zehnte Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe zutrifft.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: ZEW, Pressemitteilung vom 04.08.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unternehmensbefragung in Informationswirtschaft und Verarbeitendem Gewerbe Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatten viele Unternehmen in Deutschland mit einer auf lange Sicht anhaltenden Ausweitung ihrer Homeoffice-Angebote gerechnet. Eine Unternehmensbefragung des ZEW Mannheim im Juni 2021 best\u00e4tigt, dass diese anf\u00e4nglichen Prognosen nicht \u00fcbersch\u00e4tzt waren. 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