{"id":64100,"date":"2021-08-20T11:53:32","date_gmt":"2021-08-20T09:53:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=64100"},"modified":"2021-08-20T11:53:32","modified_gmt":"2021-08-20T09:53:32","slug":"rentenversicherung-vage-reformplaene-hohe-kosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/rentenversicherung-vage-reformplaene-hohe-kosten\/","title":{"rendered":"Rentenversicherung: Vage Reformpl\u00e4ne, hohe Kosten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die gesetzliche Rentenversicherung steht vor erheblichen Herausforderungen. Der demografische Wandel und der Renteneintritt geburtenstarker Jahrg\u00e4nge zwingen die Politik zum Handeln. Vor der Bundestagswahl stellen die Parteien unterschiedliche Rentenreformpl\u00e4ne vor. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat die Vorschl\u00e4ge analysiert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Aufgaben der n\u00e4chsten Bundesregierung wird es sein, die gesetzliche Rente zu stabilisieren. Die zentrale Herausforderung ist dabei der demographische Wandel: Zum einen verl\u00e4ngert sich die Dauer des Rentenbezuges, weil die Menschen immer \u00e4lter werden, zum anderen geht die geburtenstarke Babyboomer-Generation in den n\u00e4chsten Jahren in Rente. Gleichzeitig wird die Zahl der Beitragszahler zur\u00fcckgehen. In einer Studie hat das IW unl\u00e4ngst prognostiziert, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung bis 2060 von 18,6 auf 23,6 Prozent zulegen w\u00fcrde, w\u00e4hrend das Sicherungsniveau von gut 49 auf rund 44 Prozent des Bruttoeinkommens sinkt, wenn es keine umfassenden Reformen gibt.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-h-herer-bundeszuschuss-keine-l-sung\">H\u00f6herer Bundeszuschuss keine L\u00f6sung<\/h2>\n\n\n\n<p>Strategien daf\u00fcr, wie diese Reformen aussehen k\u00f6nnten, haben die Parteien vage in ihren Wahlprogrammen skizziert. Union und FDP wollen die bestehende Form der Alterssicherung grunds\u00e4tzlich beibehalten. Die Liberalen fordern jedoch mehr Flexibilit\u00e4t bei den grundlegenden Stellschrauben sowie den Aufbau eines Kapitalstocks.<\/p>\n\n\n\n<p>Inhaltliche Gemeinsamkeiten gibt es bei SPD, Gr\u00fcnen und DIE LINKE. Allen drei Entw\u00fcrfen fehlt allerdings die langfristige L\u00f6sungsperspektive: Das Festhalten von SPD und Gr\u00fcne an einem Sicherungsniveau von 48 Prozent h\u00e4lt das IW f\u00fcr ein unrealistisches Versprechen. \u201eDamit w\u00fcrden nachfolgende Generationen zus\u00e4tzlich belastet\u201c, warnt IW-Rentenexperte Jochen Pimpertz. Wenn die Rentnerzahl steigt, f\u00fchrt ein gener\u00f6ses Leistungsversprechen zu noch h\u00f6heren Lasten. Da hilft auch kein h\u00f6herer Bundeszuschuss, weil die notwendigen Steuergelder am Ende trotzdem vom Steuerzahler kommen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-sp-terer-renteneintritt-ist-alternativlos\">Sp\u00e4terer Renteneintritt ist alternativlos<\/h2>\n\n\n\n<p>Keine L\u00f6sung der Probleme sieht das IW in der Idee, j\u00fcngere Beamte und Selbst\u00e4ndige in die Rentenkasse einzahlen zu lassen. Das entlaste die Rentenversicherung zwar kurzfristig, bedeute aber auch zus\u00e4tzliche Anwartschaften in der Zukunft, welche dann wieder anderweitig finanziert werden m\u00fcssen. \u201eLangfristig f\u00fchrt kein Weg an einer weiter steigenden Altersgrenze vorbei\u201c, sagt Pimpertz. Diese Notwendigkeit attestiere allerdings nur die FDP im Wahlprogramm, alle anderen Parteien blenden das bei W\u00e4hlern unliebsame Thema aus.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: IW K\u00f6ln, Pressemitteilung vom 17.08.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gesetzliche Rentenversicherung steht vor erheblichen Herausforderungen. Der demografische Wandel und der Renteneintritt geburtenstarker Jahrg\u00e4nge zwingen die Politik zum Handeln. Vor der Bundestagswahl stellen die Parteien unterschiedliche Rentenreformpl\u00e4ne vor. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat die Vorschl\u00e4ge analysiert. 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