{"id":64205,"date":"2021-09-04T13:32:41","date_gmt":"2021-09-04T11:32:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=64205"},"modified":"2021-09-04T13:32:41","modified_gmt":"2021-09-04T11:32:41","slug":"2020-setzte-der-fiskus-in-nrw-mit-19-milliarden-euro-67-prozent-mehr-erbschaftsteuer-fest-als-im-jahr-zuvor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/2020-setzte-der-fiskus-in-nrw-mit-19-milliarden-euro-67-prozent-mehr-erbschaftsteuer-fest-als-im-jahr-zuvor\/","title":{"rendered":"2020 setzte der Fiskus in NRW mit 1,9 Milliarden Euro 67 Prozent mehr Erbschaftsteuer fest als im Jahr zuvor"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die nordrhein-westf\u00e4lischen Finanz\u00e4mter erteilten im Jahr 2020 Erbschaftsteuerbescheide zu 30.928 steuerrelevanten \u201eErwerben von Todes wegen\u201d mit einem Verm\u00f6genswert von insgesamt 10,1 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, verblieben nach Abzug von sachlichen und pers\u00f6nlichen Steuerbefreiungen und Hinzurechnungen steuerlich relevanter Vorerwerbe insgesamt 8,9 Milliarden Euro an steuerpflichtigem Erbe; das waren 64,7 Prozent mehr als im Jahr 2019. Auf diese Summe wurden f\u00fcr 30.199 Nachlassbeg\u00fcnstigte 1,9 Milliarden Euro an Erbschaftsteuer durch den Fiskus festgesetzt; das waren 67,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2019: 1,3 Milliarden Euro).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei 40,5 Prozent der steuerpflichtigen Erbschaften lag der Verm\u00f6genswert im vergangenen Jahr bei unter 50.000 Euro; hieraus resultierten 2,6 Prozent der insgesamt festgesetzten Erbschaftsteuer. Dagegen steuerten die 0,7 Prozent der F\u00e4lle mit Erbschaften von jeweils mehr als f\u00fcnf Millionen Euro 31,0 Prozent zum gesamten Betrag der festgesetzten Erbschaftssteuer bei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben den Erbschaften gab es 11.998 steuerrelevante Schenkungen (2019: 9 708) mit einem Verm\u00f6genswert von 7,4 Milliarden Euro (+13,0 Prozent). Hiervon wurden sachliche und pers\u00f6nliche Steuerbefreiungen abgezogen und steuerlich relevante Vorerwerbe hinzugez\u00e4hlt. Dadurch ergab sich f\u00fcr die Schenkungen insgesamt ein steuerpflichtiger Erwerb von 3,1 Milliarden Euro (2019: 2,8 Milliarden Euro). Die in 6.623 F\u00e4llen hierf\u00fcr festgesetzte Schenkungsteuer summierte sich auf einen Betrag von 532 Millionen Euro; das waren 97,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Statistiker weisen darauf hin, dass die Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik nur Informationen zu dem Teil der Verm\u00f6gens\u00fcberg\u00e4nge liefert, der innerhalb des Berichtsjahres von der Finanzverwaltung steuerlich erfasst wurde. Die Mehrzahl der Verm\u00f6gens\u00fcbertragungen liegt unterhalb der Freibetragsgrenzen und f\u00fchrt zu keiner Steuerfestsetzung. Der Steuerentstehungszeitpunkt des Erbschaft- oder Schenkungsfalls kann bereits in den Vorjahren liegen. In dem Verm\u00f6genswert sind ggf. Vorerwerbe aus vorangegangenen Jahren enthalten, auf die bereits eine Steuer erhoben wurde. Dies kann dazu f\u00fchren, dass die Finanz\u00e4mter bei einem gestiegenen steuerpflichtigen Erwerb weniger Steuern festsetzen als im Vorjahr bzw. sich die Steuern trotz eines verminderten steuerpflichtigen Erwerbs erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: Statistisches Landesamt NRW, Pressemitteilung vom 02.09.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die nordrhein-westf\u00e4lischen Finanz\u00e4mter erteilten im Jahr 2020 Erbschaftsteuerbescheide zu 30.928 steuerrelevanten \u201eErwerben von Todes wegen\u201d mit einem Verm\u00f6genswert von insgesamt 10,1 Milliarden Euro. 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