{"id":64363,"date":"2021-09-27T16:24:30","date_gmt":"2021-09-27T14:24:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=64363"},"modified":"2021-09-27T16:24:30","modified_gmt":"2021-09-27T14:24:30","slug":"2-quartal-2021-realloehne-um-30-hoeher-als-im-vorjahresquartal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/2-quartal-2021-realloehne-um-30-hoeher-als-im-vorjahresquartal\/","title":{"rendered":"2. Quartal 2021: Reall\u00f6hne um 3,0 % h\u00f6her als im Vorjahresquartal"},"content":{"rendered":"\n<h2 id=\"nominall%c3%b6hne-55-%c3%bcber-dem-wert-des-vorjahresquartals\">Nominall\u00f6hne 5,5 % \u00fcber dem Wert des Vorjahresquartals<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Nominallohnindex in Deutschland war im 2. Quartal 2021 um 5,5 % h\u00f6her als im Vorjahresquartal. Der Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschlie\u00dflich Sonderzahlungen ab. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 2,4 %. Dies ergibt einen realen (preisbereinigten) Verdienstzuwachs von 3,0 %.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDamit wurden zwar die nominalen Lohneinbu\u00dfen um 4,0 % aus dem 2. Quartal 2020 \u00fcberkompensiert. Der deutliche Anstieg der Inflation hat aber dazu gef\u00fchrt, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer real noch nicht wieder so viel verdienen wie vor der Krise\u201c sagt Susanna Geisler, Referentin der Verdienststatistik im Statistischen Bundesamt. Im 2. Quartal 2020 hatte es mit nominal -4,0 % und real -4,7 % die bisher st\u00e4rksten Lohneinbu\u00dfen seit der Finanzkrise 2008\/09 gegeben.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"normalisierung-weniger-kurzarbeit-l%c3%a4sst-die-l%c3%b6hne-wieder-ansteigen\">Normalisierung: Weniger Kurzarbeit l\u00e4sst die L\u00f6hne wieder ansteigen<\/h2>\n\n\n\n<p>Bedingt durch die zunehmenden Lockerungen der Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie wurde im 2. Quartal 2021 weniger Kurzarbeit in Anspruch genommen. Dies f\u00fchrte zu gestiegenen Bruttomonatsverdiensten, da sich die Wochenarbeitszeit wieder normalisierte und das Kurzarbeitergeld nicht zum Bruttoverdienst z\u00e4hlt: Insgesamt hat sich die bezahlte Wochenarbeitszeit von Vollzeitbesch\u00e4ftigten im Vergleich zum Vorjahresquartal um durchschnittlich 4,2 % auf 38,3 Stunden erh\u00f6ht. Damit wurde das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht: Im 2. Quartal 2019 hatte dieser Wert bei 39,2 Stunden gelegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-st-rkerer-verdienstanstieg-in-den-unteren-leistungsgruppen\">St\u00e4rkerer Verdienstanstieg in den unteren Leistungsgruppen<\/h2>\n\n\n\n<p>In der Unterscheidung nach Leistungsgruppen war der Verdienstanstieg gemessen am Nominallohnindex im 2. Quartal 2021 bei den ungelernten beziehungsweise angelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit jeweils 9,3 % am h\u00f6chsten. Diese Gruppen wiesen im Vorjahresquartal die gr\u00f6\u00dften Verdienstr\u00fcckg\u00e4nge (-7,4 % beziehungsweise -8,9 %) auf, sodass hier ein Aufholeffekt stattgefunden hat. Herausgehobene Fachkr\u00e4fte (4,6 %) und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in leitender Stellung (3,4 %) wiesen im 2. Quartal 2021 unterdurchschnittliche Verdienstzuw\u00e4chse auf. Sie waren allerdings im Vorjahresquartal auch weniger stark von Verdienstr\u00fcckg\u00e4ngen (-2,4 % beziehungsweise -2,0 %) betroffen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 22.09.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nominall\u00f6hne 5,5 % \u00fcber dem Wert des Vorjahresquartals Der Nominallohnindex in Deutschland war im 2. Quartal 2021 um 5,5 % h\u00f6her als im Vorjahresquartal. Der Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschlie\u00dflich Sonderzahlungen ab. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 2,4 %. 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