{"id":64439,"date":"2021-09-29T16:41:23","date_gmt":"2021-09-29T14:41:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=64439"},"modified":"2021-09-29T16:41:23","modified_gmt":"2021-09-29T14:41:23","slug":"kfw-start-up-report-2021-corona-krise-belastet-zahl-der-start-ups","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/kfw-start-up-report-2021-corona-krise-belastet-zahl-der-start-ups\/","title":{"rendered":"KfW-Start-up-Report 2021: Corona-Krise belastet Zahl der Start-ups"},"content":{"rendered":"\n<ul><li>Zahl junger, innovativer oder wachstumsorientierter Unternehmen sinkt auf 47.000 im Jahr 2020<\/li><li>Zahl der VC-affinen Start-ups bleibt einigerma\u00dfen stabil<\/li><li>Frauen deutlich unterrepr\u00e4sentiert: Im langj\u00e4hrigen Durchschnitt bei Start-ups mit 20 % nur halb so h\u00e4ufig wie im Gr\u00fcndungsgeschehen insgesamt<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Corona-Krise hat im Jahr 2020 den Bestand an Start-ups in Deutschland belastet. Die Zahl an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen ging auf 47.000 zur\u00fcck, nachdem sie in den Vorjahren deutlich auf bis zu 70.000 angestiegen war. In einem von hoher Unsicherheit gepr\u00e4gten Umfeld konnte also die Zahl an neu gegr\u00fcndeten Start-ups, die in diesem Segment grunds\u00e4tzlich hohe Schlie\u00dfungsrate nicht kompensieren. Dar\u00fcber hinaus d\u00fcrfte die Pandemielage auch manche Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder hinsichtlich ihrer Wachstumspl\u00e4ne entmutigt haben, wodurch sie aus der Start-up-Definition herausfielen. Allerdings waren nicht alle Start-ups gleicherma\u00dfen betroffen. Im Vergleich zum R\u00fcckgang insgesamt blieb die Zahl der Venture Capital-affinen Start-ups \u2013 also der jungen Unternehmen, die ihr zuk\u00fcnftiges Wachstum gerne \u00fcber externes Beteiligungskapital finanzieren wollen \u2013 mit 8.600 (2019: 9.400) einigerma\u00dfen stabil. Hier kann die schnelle Entscheidung f\u00fcr Start-up-Hilfen zur Beruhigung der Lage beigetragen haben. Dies zeigt der Start-up-Report 2021 auf Basis des Gr\u00fcndungsmonitors von KfW Research. Zu dieser Entwicklung sagt die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi K\u00f6hler-Geib: \u201eDie Corona-Krise hat 2020 zwar Spuren bei Start-ups hinterlassen, wir gehen aber davon aus, dass sich nach diesem Ausnahmejahr die Start-up-Szene so schnell entwickeln wird, wie die Jahre zuvor.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Frauen sind im Start-up-\u00d6kosystem deutlich unterrepr\u00e4sentiert. Im langj\u00e4hrigen Durchschnitt machen Gr\u00fcnderinnen bei Start-ups 20 % aus und damit nur etwa die H\u00e4lfte des Anteils im Gr\u00fcndungsgeschehen insgesamt. Ausgehend von allen Existenzgr\u00fcndungen wird der Anteil von Gr\u00fcnderinnen bei der schrittweisen Hinzunahme von Start-up-Merkmalen immer geringer. Weil Frauen h\u00e4ufiger freiberuflich, im Nebenerwerb, solo und ohne Besch\u00e4ftigte gr\u00fcnden sowie seltener ein starkes Wachstum anstreben, technologische Forschung und Entwicklung durchf\u00fchren oder eine \u00fcberregionale Marktneuheit anbieten, weisen nur 3 von 100 Existenzgr\u00fcndungen von Frauen Start-up-Merkmale auf, bei M\u00e4nnern sind es 9 von 100. \u201eDie Gr\u00fcndungst\u00e4tigkeit von Frauen wird nach wie vor von Geschlechterstereotypen beeinflusst. Diese f\u00fchren letztlich zum geringen Anteil von Start-up-Gr\u00fcnderinnen\u201c, erl\u00e4utert Dr. Fritzi K\u00f6hler-Geib. \u201eDem deutschen Start-up-\u00d6kosystem und die VC-Branche w\u00fcrde es gut tun, weiblicher zu werden. Denn Deutschland kann es sich nicht leisten, Innovationspotenzial zu verschwenden. Rollenbilder, die Frauen von Start-up-Gr\u00fcndungen abhalten, sind da im Weg. Es ist wichtig, dass hochqualifizierte Start-up-Teams unabh\u00e4ngig von Geschlecht und Herkunft entstehen und die bestm\u00f6glichen Bedingungen f\u00fcr Finanzierung, Wachstum und Erfolg vorfinden. Dazu braucht es die \u00dcberwindung von Geschlechterstereotypen und der St\u00e4rkung von Rollenvorbildern als Multiplikatoren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Datengrundlage des KfW-Start-up-Reports ist der KfW-Gr\u00fcndungsmonitor, der j\u00e4hrlich durch eine telefonische Befragung von rund 50.000 zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlten, in Deutschland ans\u00e4ssigen Personen erhoben wird. Das Erhebungsdesign erlaubt die Auswertung repr\u00e4sentativer Ergebnisse, die auf die Erwerbsbev\u00f6lkerung in Deutschland hochgerechnet werden k\u00f6nnen. Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder werden dabei breit erfasst, unabh\u00e4ngig davon, ob sie im Voll- oder Nebenerwerb, als Freiberufler oder Gewerbetreibender, oder per Neugr\u00fcndung, \u00dcbernahme oder Beteilung selbstst\u00e4ndig gemacht haben (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.kfw.de\/%C3%9Cber-die-KfW\/Service\/Download-Center\/Konzernthemen\/Research\/KfW-Gr%C3%BCndungsmonitor\/\" target=\"_blank\">www.kfw.de\/gruendungsmonitor<\/a>). Als Start-up-Gr\u00fcnderinnen und -Gr\u00fcnder werden dabei alle Personen gez\u00e4hlt, die vor h\u00f6chstens 5 Jahren neu gegr\u00fcndet haben, im Vollerwerb gewerblich t\u00e4tig sind, ein Gr\u00fcndungsteam oder Besch\u00e4ftigte haben und innovationsorientiert oder wachstumsorientiert sind.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: KfW, Mitteilung vom 28.09.2021<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zahl junger, innovativer oder wachstumsorientierter Unternehmen sinkt auf 47.000 im Jahr 2020 Zahl der VC-affinen Start-ups bleibt einigerma\u00dfen stabil Frauen deutlich unterrepr\u00e4sentiert: Im langj\u00e4hrigen Durchschnitt bei Start-ups mit 20 % nur halb so h\u00e4ufig wie im Gr\u00fcndungsgeschehen insgesamt Die Corona-Krise hat im Jahr 2020 den Bestand an Start-ups in Deutschland belastet. 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