{"id":64539,"date":"2021-10-15T12:05:28","date_gmt":"2021-10-15T10:05:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=64539"},"modified":"2021-10-15T12:05:28","modified_gmt":"2021-10-15T10:05:28","slug":"inflationsrate-im-september-2021-bei-41","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-september-2021-bei-41\/","title":{"rendered":"Inflationsrate im September 2021 bei +4,1 %"},"content":{"rendered":"\n<h3 id=\"h%c3%b6chste-inflationsrate-seit-dezember-1993\">H\u00f6chste Inflationsrate seit Dezember 1993<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Verbraucherpreisindex, September 2021<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+4,1 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><li>+0,0 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Harmonisierter Verbraucherpreisindex, September 2021<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+4,1 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><li>+0,3 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Inflationsrate in Deutschland \u2212 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat \u2013 lag im September 2021 bei +4,1 %. In den beiden Vormonaten Juli und August 2021 hatte sie noch knapp unter 4 % gelegen. Eine h\u00f6here Inflationsrate gab es zuletzt im Dezember 1993 mit +4,3 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, blieben die Verbraucherpreise im Vergleich zum August 2021 jedoch unver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"tempor%c3%a4re-sondereffekte-wirken-weiterhin-erh%c3%b6hend-auf-die-inflationsrate\">Tempor\u00e4re Sondereffekte wirken weiterhin erh\u00f6hend auf die Inflationsrate<\/h2>\n\n\n\n<p>Die hohe Inflationsrate hat verschiedene Gr\u00fcnde, darunter Basiseffekte durch niedrige Preise im Jahr 2020. Insbesondere die tempor\u00e4re Senkung der Mehrwertsteuers\u00e4tze im zweiten Halbjahr 2020 und der Preisverfall der Mineral\u00f6lprodukte im Vorjahr wirken sich erh\u00f6hend auf die Gesamtteuerung aus. Zus\u00e4tzlich wirken krisenbedingte Effekte, wie die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, die sich bisher nur teilweise oder abge\u00adschw\u00e4cht im Verbraucherpreisindex niederschlagen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"energie-verteuerte-sich-binnen-jahresfrist-kr%c3%a4ftig-um-143\">Energie verteuerte sich binnen Jahresfrist kr\u00e4ftig um 14,3 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Waren insgesamt erh\u00f6hten sich von September 2020 bis September 2021 \u00fcberdurchschnittlich um 6,1 %. Vor allem die Preise f\u00fcr Energieprodukte lagen mit +14,3 % deutlich \u00fcber der Gesamtteuerung. \u201eDie Teuerungsrate hierf\u00fcr hat sich den dritten Monat in Folge erh\u00f6ht. Wesentlich daf\u00fcr waren die Basiseffekte, da wir die aktuellen Preise mit den sehr niedrigen Preisen des Vorjahres vergleichen. Auch die zu Jahresbeginn eingef\u00fchrte CO2-Abgabe wirkt insbesondere erh\u00f6hend auf die Teuerungsrate der Energieprodukte\u201c, sagt Christoph-Martin Mai, Leiter des Referats \u201eVerbraucherpreise\u201c im Statistischen Bundesamt. Merklich teurer wurden Heiz\u00f6l (+76,5 %) und Kraftstoffe (+28,4 %). Auch die Preise f\u00fcr Erdgas (+5,7 %) und Strom (+2,0 %) erh\u00f6hten sich.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"nahrungsmittel-verteuerten-sich-binnen-jahresfrist-%c3%bcberdurchschnittlich-um-49\">Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist \u00fcberdurchschnittlich um 4,9 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Nicht nur die Preise f\u00fcr Energieprodukte, sondern auch die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel erh\u00f6hten sich im September 2021 gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat \u00fcberdurchschnittlich mit +4,9 %. Sp\u00fcrbar teurer gegen\u00fcber September 2020 wurden Gem\u00fcse (+9,2 %) sowie Molkereiprodukte und Eier (+5,5 %). Dar\u00fcber hinaus verteuerten sich neben den Verbrauchsg\u00fctern auch Gebrauchsg\u00fcter wie Fahrzeuge (+6,4 %) oder M\u00f6bel und Leuchten (+4,4 %) deutlich.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-inflationsrate-ohne-energie-bei-3-1\">Inflationsrate ohne Energie bei +3,1 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preiserh\u00f6hungen bei Energieprodukten und bei Nahrungsmitteln gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat wirkten sich deutlich auf die Inflationsrate aus: Ohne Ber\u00fccksichtigung der Energieprodukte h\u00e4tte die Inflationsrate im September 2021 bei +3,1 % gelegen, ohne beide G\u00fcterbereiche bei +2,9 %.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"dienstleistungen-verteuerten-sich-binnen-jahresfrist-um-25\">Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 2,5 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Dienstleistungen insgesamt lagen im September 2021 um 2,5 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aufgrund des gro\u00dfen Anteils an den Konsumausgaben der privaten Haushalte bedeutsamen Nettokaltmieten verteuerten sich um 1,4 %. Deutlicher erh\u00f6hten sich unter anderem die Preise f\u00fcr Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,4 %), Leistungen sozialer Einrichtungen (+5,0 %) sowie f\u00fcr Gastst\u00e4ttendienstleistungen (+3,6 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"preise-insgesamt-gegen%c3%bcber-dem-vormonat-stabil\">Preise insgesamt gegen\u00fcber dem Vormonat stabil<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zum August 2021 blieb der Verbraucherpreisindex im September 2021 stabil. Auch die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel insgesamt blieben unver\u00e4ndert. Die Preise f\u00fcr Energieprodukte insgesamt erh\u00f6hten sich um 0,7 % gegen\u00fcber dem Vormonat, darunter deutliche Preisanstiege beim Heiz\u00f6l (+4,4 %). Auch die Preise f\u00fcr Bekleidung und Schuhe (+3,8 %) stiegen, vor allem durch die Umstellung auf die Herbst-\/Winterkollektion. Hingegen sanken die Preise f\u00fcr Pauschalreisen (-9,2 %) zum Ende der Sommerferien saisonbedingt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13.10.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00f6chste Inflationsrate seit Dezember 1993 Verbraucherpreisindex, September 2021 +4,1 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) +0,0 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Harmonisierter Verbraucherpreisindex, September 2021 +4,1 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) +0,3 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Die Inflationsrate in Deutschland \u2212 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat \u2013 lag &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-september-2021-bei-41\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Inflationsrate im September 2021 bei +4,1 %<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64539"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64539"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64539\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64539"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64539"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64539"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}