{"id":64785,"date":"2021-11-14T12:47:22","date_gmt":"2021-11-14T10:47:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=64785"},"modified":"2021-11-14T12:47:22","modified_gmt":"2021-11-14T10:47:22","slug":"steuermehreinnahmen-fuer-investitionen-in-die-zukunft-nutzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/steuermehreinnahmen-fuer-investitionen-in-die-zukunft-nutzen\/","title":{"rendered":"Steuermehreinnahmen f\u00fcr Investitionen in die Zukunft nutzen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Deutlich mehr Geld als bislang gedacht steht dem Fiskus in der kommenden Legislaturperiode zur Verf\u00fcgung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das einsetzende Wirtschaftswachstum wird dem deutschen Staat in den kommenden Jahren voraussichtlich mehr Einnahmen bringen als bisher gesch\u00e4tzt. Nach den j\u00fcngsten Prognosen des Arbeitskreises \u201eSteuersch\u00e4tzungen\u201c sollen die Steuereinnahmen insgesamt von rund 812 Milliarden Euro im Jahr 2021 um 176 auf dann 988 Milliarden Euro im Jahr 2026 steigen. Das ist im Durchschnitt ein j\u00e4hrlicher Zuwachs von gut 35 Milliarden Euro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bund wird 2026 knapp 80 Milliarden Euro mehr zur Verf\u00fcgung haben als noch 2021, die L\u00e4nder 64 und die Gemeinden gut 25 Milliarden Euro. Damit stehen in der kommenden Legislaturperiode deutlich mehr Mittel zur Verf\u00fcgung als noch im Mai erwartet. Nun gilt es, diese Mehreinnahmen zielgenau zu investieren, um die Unternehmen in ihrem Transformationsprozess hin zur Digitalisierung und zur Klimaneutralit\u00e4t zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"wirtschaftswachstum-f%c3%bcllt-die-staatskassen\">Wirtschaftswachstum f\u00fcllt die Staatskassen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Motor f\u00fcr die Steuereinnahmen erweist sich derzeit in erster Linie die Binnenkonjunktur. Die Zahl der Besch\u00e4ftigten hat rascher als erwartet wieder zugenommen. Das wirkt sich positiv auf den Konsum aus. In Folge steigen die Einnahmen aus der Lohn- und Einkommensteuer sowie der Umsatzsteuer \u2013 also der beiden Steuerarten, die allein gut 60 Prozent des gesamtstaatlichen Steueraufkommens ausmachen. Bemerkenswert ist zudem die deutliche Erholung bei den Gewinnsteuern der Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einnahmen der L\u00e4nder steigen ebenfalls stark. Diese profitieren von steigenden Immobilienpreisen: Denn dadurch erhalten sie mehr Grunderwerbsteuer. Dar\u00fcber hinaus sp\u00fclt der demografische Wandel auch mehr Erbschaftsteuer in ihre Kassen. Die in den vergangenen Jahren ver\u00e4nderten Steuerzuteilungen zugunsten der L\u00e4nder tragen dort zus\u00e4tzlich zu einem stabilen Einnahmewachstum bei. Diese Situation sollten die L\u00e4nder nutzen, um ihrerseits den Kommunen eine ausk\u00f6mmliche Mittelausstattung an die Hand zu geben. Schlie\u00dflich sind es vor allem die Gemeinden, die das Gros an \u00f6ffentlichen Investitionen in Infrastruktur vornehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"bundeshaushalt-2022-z%c3%bcgig-auf-den-weg-bringen\">Bundeshaushalt 2022 z\u00fcgig auf den Weg bringen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bundeshaushalt 2022 und die Finanzplanung bis 2025 sind eine gute Gelegenheit, die Priorit\u00e4ten neu auszurichten. Als kritisch hat sich in den letzten Jahren der Planungsstand der \u00f6ffentlichen Infrastrukturinvestitionen erwiesen, nicht der Mangel an ausreichend Mitteln. Vor allem ist es wichtig, dass Planungs- und Genehmigungsprozesse f\u00fcr die Unternehmen an den staatlichen Schnittstellen einfacher, digitaler und damit schneller werden. Gleichzeitig sollte der Fokus auf die Ma\u00dfnahmen gelegt werden, mit denen Digitalisierung und der Transformationsprozess der deutschen Wirtschaft in Richtung Klimaneutralit\u00e4t gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren klare Signale, die die Betriebe zu Investitionen in die Zukunft ermutigen. Denn letztlich sind es unternehmerische Initiativen, die den Kern des Umbaus stemmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"konsolidierung-nicht-aus-dem-blick-verlieren\">Konsolidierung nicht aus dem Blick verlieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Orientierung an der nationalen Schuldenbremse und den Regeln des europ\u00e4ischen Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspaktes haben die deutschen Staatsfinanzen bereits nach der Finanzkrise 2008 wieder ins Lot gebracht. Perspektivisch f\u00fchrt an einer sinkenden Staatsschuldenquote kein Weg vorbei. Diese verl\u00e4sslichen Rahmenbedingungen sind Voraussetzung daf\u00fcr, dass Unternehmen langfristig investieren k\u00f6nnen \u2013 f\u00fcr ein nachhaltiges Wachstum und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland und der EU.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: DIHK, Mitteilung vom 11.11.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutlich mehr Geld als bislang gedacht steht dem Fiskus in der kommenden Legislaturperiode zur Verf\u00fcgung Das einsetzende Wirtschaftswachstum wird dem deutschen Staat in den kommenden Jahren voraussichtlich mehr Einnahmen bringen als bisher gesch\u00e4tzt. 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