{"id":65338,"date":"2021-12-07T18:11:35","date_gmt":"2021-12-07T16:11:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=65338"},"modified":"2021-12-07T18:11:35","modified_gmt":"2021-12-07T16:11:35","slug":"festsetzung-von-zinsen-nach-%c2%a7%c2%a7-233a-bis-237-in-verbindung-mit-%c2%a7-238-absatz-1-satz-1-ao","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/festsetzung-von-zinsen-nach-%c2%a7%c2%a7-233a-bis-237-in-verbindung-mit-%c2%a7-238-absatz-1-satz-1-ao\/","title":{"rendered":"Festsetzung von Zinsen nach \u00a7\u00a7 233a bis 237 in Verbindung mit \u00a7 238 Absatz 1 Satz 1 AO"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Vorl\u00e4ufige Festsetzung (\u00a7 165 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 AO) und Aussetzung der Festsetzung von Nachzahlungs- und Erstattungszinsen nach \u00a7 233a AO f\u00fcr Verzinsungszeitr\u00e4ume ab dem 1. Januar 2019 (\u00a7 165 Absatz 1 Satz 4 in Verbindung mit Satz 2 Nummer 2 AO) \u2013 Aussetzung der Vollziehung und Ruhen von Rechtsbehelfsverfahren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder wird das BMF-Schreiben vom 17. September 2021 (BStBl I S. 1759) wie folgt ge\u00e4ndert (\u00c4nderungen fett):<\/p>\n\n\n\n<p><strong>I.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abschnitt IV.2 des BMF-Schreibens vom 17. September 2021, a. a. O., wird wie folgt neu gefasst:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSoweit die Festsetzung von Nachzahlungs- und Erstattungszinsen f\u00fcr Verzinsungszeitr\u00e4ume ab 1. Januar 2019 nicht entsprechend den Ausf\u00fchrungen zu den Abschnitten I bis III ausgesetzt bzw. vorl\u00e4ufig festgesetzt worden ist, ist das Einspruchsverfahren nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auszusetzen (vgl. Rz. 253 des eingangs genannten Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts). Die Vollziehung der Zinsfestsetzung ist insoweit ebenfalls auszusetzen. <strong>Gleiches gilt im Einspruchsverfahren gegen die vorl\u00e4ufige Festsetzung von Nachzahlungs- und Erstattungszinsen f\u00fcr Verzinsungszeitr\u00e4ume ab 1. Januar 2019.<\/strong> Nach Verk\u00fcndung der vom Bundesverfassungsgericht geforderten r\u00fcckwirkenden Gesetzes\u00e4nderung wird das Einspruchsverfahren fortgesetzt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>II.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Regelung in Abschnitt VII. des BMF-Schreibens vom 17. September 2021, a. a. O., wird wie folgt gefasst:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e1. Soweit Zinsen nach den \u00a7\u00a7 234 bis 237 AO sowie andere Zinsen, auf die \u00a7 238 Absatz 1 AO anzuwenden ist, nach dem BMF-Schreiben vom 2. Mai 2019 (IV A 3 \u2013 S 0338\/18\/10002, BStBl I S. 448) ganz oder teilweise nach \u00a7 165 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 in Verbindung mit \u00a7 239 Absatz 1 Satz 1 AO vorl\u00e4ufig festgesetzt worden sind, sind diese nach \u00a7 165 Absatz 2 Satz 4 AO nur f\u00fcr endg\u00fcltig zu erkl\u00e4ren, wenn der Zinsschuldner dies beantragt oder der Zinsbescheid aus anderem Grund aufzuheben oder zu \u00e4ndern ist. <strong>Bei Zinsen nach \u00a7 235 AO f\u00fcr Verzinsungszeitr\u00e4ume ab 1. Januar 2019 ist allerdings Nummer 2 zu beachten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wurde gegen eine solche Zinsfestsetzung Einspruch eingelegt, ist der Einspruch als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen. Wurde im Einspruchsverfahren Aussetzung der Vollziehung gew\u00e4hrt, ist Nummer 8.2 des AEAO zu \u00a7 361 zu beachten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Hinterziehungszinsen nach \u00a7 235 AO f\u00fcr Verzinsungszeitr\u00e4ume ab 1. Januar 2019 sind gem\u00e4\u00df \u00a7 165 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 in Verbindung mit \u00a7 239 Absatz 1 Satz 1 AO vorl\u00e4ufig festzusetzen, soweit f\u00fcr denselben Zeitraum nach \u00a7 233a AO festgesetzte Nachzahlungszinsen auf die Hinterziehungszinsen angerechnet werden (vgl. \u00a7 235 Absatz 4 AO).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Gleiche gilt in \u00c4nderungs- oder Berichtigungsf\u00e4llen, wenn die bisherige Festsetzung der Hinterziehungszinsen unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung steht oder in vollem Umfang nach \u00a7 165 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 in Verbindung mit \u00a7 239 Absatz 1 Satz 1 AO vorl\u00e4ufig ergangen ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ist die vorangegangene, nicht unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung stehende Zinsfestsetzung nicht oder nur teilweise vorl\u00e4ufig ergangen, ist die ge\u00e4nderte oder berichtigte Zinsfestsetzung f\u00fcr Verzinsungszeitr\u00e4ume ab dem 1. Januar 2019 nur im Umfang der betragsm\u00e4\u00dfig neu festzusetzenden Hinterziehungszinsen und ggf. im Umfang der bisher vorl\u00e4ufigen Festsetzung gem\u00e4\u00df \u00a7 165 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 in Verbindung mit \u00a7 239 Absatz 1 Satz 1 AO vorl\u00e4ufig festzusetzen, soweit f\u00fcr denselben Zeitraum nach \u00a7 233a AO festgesetzte Nachzahlungszinsen auf die Hinterziehungszinsen angerechnet werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>3. Die Anrechnung von Zinsen nach \u00a7 233a AO auf Stundungszinsen (\u00a7 234 Absatz 3 AO), Hinterziehungszinsen (\u00a7 235 Absatz 4 AO), Prozesszinsen (\u00a7 236 Absatz 4 AO) und Aussetzungszinsen (\u00a7 237 Absatz 4 AO) ist ggf. anzupassen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: BMF, Schreiben (koordinierter L\u00e4ndererlass) IV A 3 &#8211; S-0338 \/ 19 \/ 10004 :005 vom 03.12.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorl\u00e4ufige Festsetzung (\u00a7 165 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 AO) und Aussetzung der Festsetzung von Nachzahlungs- und Erstattungszinsen nach \u00a7 233a AO f\u00fcr Verzinsungszeitr\u00e4ume ab dem 1. 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