{"id":65503,"date":"2021-12-18T12:48:51","date_gmt":"2021-12-18T10:48:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=65503"},"modified":"2021-12-18T12:48:51","modified_gmt":"2021-12-18T10:48:51","slug":"einkommensteuerrechtliche-behandlung-von-vorsorgeaufwendungen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/einkommensteuerrechtliche-behandlung-von-vorsorgeaufwendungen-2\/","title":{"rendered":"Einkommensteuerrechtliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u00c4nderung des BMF-Schreibens vom 24. Mai 2017 \u2013 IV C 3 \u2013 S 2221\/16\/10001 :004 \u2013 (BStBl I S. 820), ge\u00e4ndert durch BMF-Schreiben vom 6. November 2017 \u2013 IV C 3 \u2013 S 2221\/17\/10006 :001 \u2013 (BStBl I S. 1455) sowie vom 28. September 2021 \u2013 IV C 3 \u2013 S 2221\/21\/10016 :001 \u2013 (BStBl I S. 1833)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unter Bezugnahme auf die Er\u00f6rterung mit den obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder wird das BMF-Schreiben vom 24. Mai 2017 (BStBl I S. 820), ge\u00e4ndert durch die BMF-Schreiben vom 6. November 2017 (BStBl I S. 1455) sowie vom 28. September 2021 (BStBl I S. 1833), wie folgt ge\u00e4ndert:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Randziffern 88 und 89 werden wie folgt gefasst und die Randziffern 89a und 89b eingef\u00fcgt:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e88 Beitragsr\u00fcckerstattungen in diesem Sinne sind z. B. auch Pr\u00e4mienzahlungen nach \u00a7 53 SGB V und Bonusleistungen nach \u00a7 65a SGB V, soweit diese Bonusleistungen nicht eine Leistung der GKV darstellen (vgl. Rz. 89). Beitragsr\u00fcckerstattungen aus Bonusprogrammen sind zu dem Zeitpunkt zu melden, zu dem der Vorteil aus der Bonusleistung dem Grunde nach verf\u00fcgbar ist (Zufluss). Als Zufluss gilt bei<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Geldpr\u00e4mien der Zeitpunkt der Auszahlung des Geldbetrags,<\/li><li>Sachpr\u00e4mien der Zeitpunkt der Ausgabe der Sachpr\u00e4mie,<\/li><li>einer Gutschrift auf dem Bonuskonto der Zeitpunkt der Gutschrift,<\/li><li>Verzicht auf eine Bonusleistung der Zeitpunkt des Verzichts.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wird der Vorteil z. B. in Form von Bonuspunkten gew\u00e4hrt, sind diese in Euro umzurechnen und als Beitragsr\u00fcckerstattung zu melden. Boni f\u00fcr familienversicherte Bonusprogrammteilnehmer sind dem Stammversicherten zuzurechnen. Aus Vereinfachungsgr\u00fcnden kann die Beitragsr\u00fcckerstattung aus Bonusprogrammen, bei denen der Bonuskontoinhaber erst mit dem Erf\u00fcllen bestimmter Mindestvoraussetzungen \u2013 z. B. nach einem gewissen Zeitablauf oder nach Erreichen einer bestimmten Anzahl von Bonuspunkten \u2013 \u00fcber fortlaufend angesammelte und dem Bonuskonto gutgeschriebene Bonuspunkte verf\u00fcgen kann, erst in dem Jahr gemeldet werden, in dem die Bonuspunkte in Form einer Sach-oder Geldpr\u00e4mie an den Versicherten ausgezahlt bzw. ausgegeben werden oder auf die Bonusleistung verzichtet wird. Die Meldung hat in den F\u00e4llen, in denen die Versicherten ein Wahlrecht haben, ob sie eine Geldpr\u00e4mie oder eine Sachpr\u00e4mie in Anspruch nehmen, erst f\u00fcr das Jahr der Aus\u00fcbung des Wahlrechts zu erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>89 Werden von der GKV im Rahmen eines Bonusprogramms nach \u00a7 65a SGB V Kosten f\u00fcr Gesundheitsma\u00dfnahmen erstattet bzw. bonifiziert, die nicht im regul\u00e4ren Versicherungsumfang des Basiskrankenversicherungsschutzes enthalten sind (z. B. Osteopathie-Behandlung) bzw. der F\u00f6rderung gesundheitsbewussten Verhaltens dienen (z. B. Mitgliedschaft in einem Sportverein oder einem Fitnessstudio) und von den Versicherten privat finanziert werden bzw. worden sind, handelt es sich um eine nicht steuerbare Leistung der Krankenkasse und nicht um eine Beitragsr\u00fcckerstattung (BFH vom 6. Mai 2020, BStBl 202x II, S. xxxx). Die als Sonderausgaben abziehbaren Krankenversicherungsbeitr\u00e4ge sind daher nicht um den Betrag der Kostenerstattung bzw. des darauf entfallenden Bonus zu mindern. Auf den Zeitpunkt des Abflusses der Kosten kommt es nicht an (\u00a7 11 Absatz 2 EStG). Eine pauschale Bonusleistung muss die tats\u00e4chlich entstandenen bzw. entstehenden Kosten nicht exakt abdecken.<\/p>\n\n\n\n<p>89a Eine Beitragsr\u00fcckerstattung liegt vor, wenn sich ein Bonus der GKV auf eine Ma\u00dfnahme bezieht, die vom Basiskrankenversicherungsschutz umfasst ist (insbesondere gesundheitliche Vorsorge- oder Schutzma\u00dfnahmen, z. B. zur Fr\u00fcherkennung bestimmter Krankheiten) oder f\u00fcr aufwandsunabh\u00e4ngiges Verhalten (z. B. Nichtraucherstatus, gesundes K\u00f6rpergewicht) gezahlt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>89b Aus Vereinfachungsgr\u00fcnden wird davon ausgegangen, dass Bonuszahlungen auf der Grundlage von \u00a7 65a SGB V bis zur H\u00f6he von 150 Euro pro versicherte Person Leistungen der GKV darstellen. \u00dcbersteigen die Bonuszahlungen diesen Betrag, liegt in H\u00f6he des \u00fcbersteigenden Betrags eine Beitragsr\u00fcckerstattung vor. Etwas anderes gilt nur, soweit der Steuerpflichtige nachweist, dass Bonuszahlungen von mehr als 150 Euro auf Leistungen der GKV gem\u00e4\u00df Rz. 89 beruhen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Regelung gilt f\u00fcr bis zum 31. Dezember 2023 geleistete Zahlungen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Schreiben ist ab dem Zeitpunkt seiner Bekanntgabe im Bundessteuerblatt in allen noch nicht bestandskr\u00e4ftigen F\u00e4llen anzuwenden. Es wird im Bundessteuerblatt Teil I ver\u00f6ffentlich.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: BMF, Schreiben (koordinierter L\u00e4ndererlass) IV C 3 &#8211; S-2221 \/ 20 \/ 10012 :002 vom 16.12.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c4nderung des BMF-Schreibens vom 24. Mai 2017 \u2013 IV C 3 \u2013 S 2221\/16\/10001 :004 \u2013 (BStBl I S. 820), ge\u00e4ndert durch BMF-Schreiben vom 6. November 2017 \u2013 IV C 3 \u2013 S 2221\/17\/10006 :001 \u2013 (BStBl I S. 1455) sowie vom 28. 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