{"id":65694,"date":"2022-01-14T12:39:54","date_gmt":"2022-01-14T10:39:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=65694"},"modified":"2026-07-12T13:23:20","modified_gmt":"2026-07-12T11:23:20","slug":"dstv-zum-koalitionsvertrag-verlustverrechnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/dstv-zum-koalitionsvertrag-verlustverrechnung\/","title":{"rendered":"DStV zum Koalitionsvertrag: Verlustverrechnung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Koalitionspartner planen, die erweiterte Verlustverrechnung zeitlich bis Ende 2023 zu verl\u00e4ngern und den Verlustr\u00fccktrag auf die zwei unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitr\u00e4ume auszuweiten. So steht es im Koalitionsvertrag geschrieben. Der DStV konstatiert: Hier sollten die B\u00fcndnispartner deutlich mehr wagen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bundesfinanzminister MdB Christian Lindner konkretisierte den Plan j\u00fcngst in den Medien: Verluste der Jahre 2022 und 2023 sollten mit Gewinnen aus den Vorjahren verrechnet werden k\u00f6nnen. Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) begr\u00fc\u00dft Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Verlustverrechnung ausdr\u00fccklich. Seit Beginn der Pandemie hat er f\u00fcr eine Ausweitung des R\u00fccktragzeitraums pl\u00e4diert (vgl. u. a.: Stellungnahmen S 01\/21, S 06\/20, S 04\/20 zu den Corona-Steuerhilfegesetzen wie auch als Sachverst\u00e4ndiger in den jeweiligen \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rungen des Deutschen Bundestags). Aufgrund der aktuellen Situation in der Praxis sind jedoch dringend weitreichendere Schritte als die von den Ampelpartnern erwogenen geboten. Dies hatte der Verband j\u00fcngst gegen\u00fcber Lindner adressiert (Stellungnahme S 11\/21).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"vorteile-der-verlustverrechnung-liegen-auf-dem-tisch\">Vorteile der Verlustverrechnung liegen auf dem Tisch<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Instrument der Verlustverrechnung wird von f\u00fchrenden Forschungsinstitutionen als eine der bedeutendsten Hilfsma\u00dfnahmen in Krisenjahren hervorgehoben und dessen Ausweitung zur Stabilisierung der Wirtschaft angemahnt (u. a. ifo-Institut \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung an der Universit\u00e4t M\u00fcnchen,<a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/publikationen\/2020\/ifo-standpunkt\/es-ist-zeit-fuer-eine-ausweitung-des-steuerlichen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> ifo Standpunkt 220 vom 26.10.2020<\/a> \u201eEs ist Zeit f\u00fcr eine Ausweitung des steuerlichen Verlustr\u00fccktrags\u201c). Zugleich ist allseits bekannt, dass eine solche zeitliche Verl\u00e4ngerung der Verlustverrechnung keine dauerhaften Mindereinnahmen, sondern lediglich einen Steuerstundungseffekt bewirkt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"mehr-mut-bei-der-ausweitung-des-zeitlichen-r%c3%bccktragzeitraums\">Mehr Mut bei der Ausweitung des zeitlichen R\u00fccktragzeitraums<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K\u00f6nnen Verluste jedoch \u2013 wie im Koalitionsvertrag vorgesehen \u2013 nur auf die zwei unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitr\u00e4ume zur\u00fcckgetragen werden, hei\u00dft das in der gegenw\u00e4rtigen Pandemie im Klartext: Krisenverluste aus Krisenjahren d\u00fcrfen nur in ebenso von der Krise betroffene Jahre zur\u00fcckgetragen werden. Der R\u00fccktrag d\u00fcrfte damit in der Praxis allzu oft ins Leere laufen. Schlie\u00dflich d\u00fcrften in den 2023 vorangegangenen Jahren krisenbedingt kaum nennenswerte Gewinne erwirtschaftet worden sein, die eine Verlustverrechnung erm\u00f6glichen w\u00fcrden. Folglich k\u00f6nnen Unternehmen nur mit einer geringen Freisetzung von zus\u00e4tzlicher Liquidit\u00e4t rechnen. Ein Verlustr\u00fccktrag ist vielfach nur sinnvoll, wenn die Verluste mit Gewinnen aus der Zeit vor der Pandemie verrechenbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Blick auf die hohe Effektivit\u00e4t, Zielgenauigkeit und branchen\u00fcbergreifende Wirkung des Instruments fordert DStV-Pr\u00e4sident StB Torsten L\u00fcth: <em>\u201eEine Ausweitung der Verlustverrechnung darf nicht ins Leere laufen. Damit das Instrument ein tats\u00e4chlicher Liquidit\u00e4ts-Booster insbesondere f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen wird, m\u00fcssen die Koalitionspartner deutlich mehr wagen!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der DStV pl\u00e4diert daher zur St\u00e4rkung der Liquidit\u00e4t insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen f\u00fcr eine Ausweitung des zeitlichen R\u00fccktragzeitraums zur\u00fcck bis in das Jahr 2016.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: DStV, Mitteilung vom 11.01.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Koalitionspartner planen, die erweiterte Verlustverrechnung zeitlich bis Ende 2023 zu verl\u00e4ngern und den Verlustr\u00fccktrag auf die zwei unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitr\u00e4ume auszuweiten. So steht es im Koalitionsvertrag geschrieben. Der DStV konstatiert: Hier sollten die B\u00fcndnispartner deutlich mehr wagen. Bundesfinanzminister MdB Christian Lindner konkretisierte den Plan j\u00fcngst in den Medien: Verluste der Jahre 2022 und 2023 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/dstv-zum-koalitionsvertrag-verlustverrechnung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">DStV zum Koalitionsvertrag: Verlustverrechnung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1730],"tags":[],"class_list":["post-65694","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuern-recht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65694","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65694"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65694\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}