{"id":65978,"date":"2022-02-17T18:10:24","date_gmt":"2022-02-17T16:10:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=65978"},"modified":"2023-08-25T12:17:23","modified_gmt":"2023-08-25T10:17:23","slug":"verlaengerung-der-uebergangsfrist-fuer-reverse-charge-verfahren-bis-ende-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/verlaengerung-der-uebergangsfrist-fuer-reverse-charge-verfahren-bis-ende-2025\/","title":{"rendered":"Verl\u00e4ngerung der \u00dcbergangsfrist f\u00fcr Reverse-Charge-Verfahren bis Ende 2025"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die EU-Kommission schl\u00e4gt vor, die \u00dcbergangsfrist f\u00fcr das Reverse-Charge-Verfahren bei der Umsatzsteuer bis zum 31.12.2025 zu verl\u00e4ngern. Dazu muss die Mehrwertsteuersystemrichtlinie ge\u00e4ndert werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNothing is more permanent than the temporary\u201d. Nichts h\u00e4lt eben l\u00e4nger als das Provisorium. Diese Binsenweisheit scheint auch f\u00fcr das Reverse-Charge-Verfahren bei der Umsatzsteuer zu gelten. Mit ihrem neuen Vorschlag will die EU-Kommission die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Mitgliedstaaten erneut verl\u00e4ngern, die Umkehrung der Steuerschuldnerschaft anzuwenden. Mit dem Reverse-Charge-Verfahren soll der Betrug bei der Lieferung bestimmter betrugsanf\u00e4lliger Gegenst\u00e4nde bzw. der Erbringung bestimmter Dienstleistungen bek\u00e4mpft werden. Die in Art. 199a der Mehrwertsteuersystemrichtlinie festgesetzte Befristung war urspr\u00fcnglich nur bis zum Jahr 2015 vorgesehen, dann bis zum Jahr 2018 und wurde dann noch einmal bis zum 30.06.2022 verl\u00e4ngert. Nun soll also die Verl\u00e4ngerung bis zum 31.12.2025 erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der DStV hat in seinem Beitrag \u201eDStV zum Koavertrag: Reverse-Charge-Verfahren\u201c die Vorteile der Umkehr der Steuerschuldnerschaft bei der Umsatzsteuer aufgezeigt. Er begr\u00fc\u00dft deshalb die erneute Verl\u00e4ngerung der \u00dcbergangsfrist, fordert aber zugleich, dass das Reverse-Charge-Verfahren fest im lange angek\u00fcndigten, endg\u00fcltigen Mehrwertsteuersystem der EU verankert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die EU-Kommission gibt sich zuversichtlich, dass der Verl\u00e4ngerungszeitraum bis Ende 2025 ausreichend ist, damit das endg\u00fcltige Mehrwertsteuersystem bis dahin in Kraft treten kann. Doch wurde bereits zuvor mit demselben Argument die Verl\u00e4ngerungsfrist bis zum 30.06.2022 festgelegt. Deshalb hat die EU-Kommission f\u00fcr den Fall, dass das endg\u00fcltige Mehrerststeuersystem noch l\u00e4nger auf sich warten l\u00e4sst, schon mal angek\u00fcndigt, dass die \u00dcbergangsfrist in diesem Fall noch einmal verl\u00e4ngert werden k\u00f6nnte. Frei nach dem Motto: \u201eNothing is more permanent than the temporary\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: DStV, Mitteilung vom 14.02.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission schl\u00e4gt vor, die \u00dcbergangsfrist f\u00fcr das Reverse-Charge-Verfahren bei der Umsatzsteuer bis zum 31.12.2025 zu verl\u00e4ngern. Dazu muss die Mehrwertsteuersystemrichtlinie ge\u00e4ndert werden. \u201eNothing is more permanent than the temporary\u201d. Nichts h\u00e4lt eben l\u00e4nger als das Provisorium. Diese Binsenweisheit scheint auch f\u00fcr das Reverse-Charge-Verfahren bei der Umsatzsteuer zu gelten. 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