{"id":66093,"date":"2022-03-06T17:28:34","date_gmt":"2022-03-06T15:28:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=66093"},"modified":"2026-07-10T11:46:12","modified_gmt":"2026-07-10T09:46:12","slug":"zur-abziehbarkeit-von-auf-anwohner-umgelegten-erschliessungskosten-eines-grundstuecks-als-haushaltsnahe-handwerkerleistungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zur-abziehbarkeit-von-auf-anwohner-umgelegten-erschliessungskosten-eines-grundstuecks-als-haushaltsnahe-handwerkerleistungen\/","title":{"rendered":"Zur Abziehbarkeit von auf Anwohner umgelegten Erschlie\u00dfungskosten eines Grundst\u00fccks als haushaltsnahe Handwerkerleistungen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Allgemeinverf\u00fcgung der obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder zur Zur\u00fcckweisung von Einspr\u00fcchen und \u00c4nderungsantr\u00e4gen zur Frage der Abziehbarkeit der von einer Gemeinde auf die Anwohner umgelegten Erschlie\u00dfungskosten eines Grundst\u00fccks als haushaltsnahe Handwerkerleistungen (\u00a7 35a Abs. 3 EStG)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>des \u00a7 367 Absatz 2b und des \u00a7 172 Absatz 3 der Abgabenordnung und<\/li><li>der BFH-Urteile vom 21. Februar 2018 (VI R 18\/16, BStBl II S. 641) und vom 28. April 2020 (VI R 50\/17, BStBl II 2022 S. 18)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ergeht folgende Allgemeinverf\u00fcgung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 28. Februar 2022 anh\u00e4ngige und zul\u00e4ssige Einspr\u00fcche gegen Festsetzungen der Einkommensteuer werden hiermit zur\u00fcckgewiesen, soweit mit den Einspr\u00fcchen geltend gemacht wird, die von einer Gemeinde auf die Anwohner umgelegten Erschlie\u00dfungskosten eines Grundst\u00fccks seien als haushaltsnahe Handwerkerleistungen (\u00a7 35a Abs. 3 EStG) beg\u00fcnstigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entsprechendes gilt f\u00fcr am 28. Februar 2022 anh\u00e4ngige, au\u00dferhalb eines Einspruchs- oder Klageverfahrens gestellte und zul\u00e4ssige Antr\u00e4ge auf \u00c4nderung einer Einkommensteuerfestsetzung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"rechtsbehelfsbelehrung\">Rechtsbehelfsbelehrung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gegen diese Allgemeinverf\u00fcgung k\u00f6nnen die von ihr betroffenen Steuerpflichtigen Klage erheben. Ein Einspruch ist insoweit ausgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Klage ist bei dem Finanzgericht zu erheben, in dessen Bezirk sich das Finanzamt befindet, das den von dieser Allgemeinverf\u00fcgung betroffenen Verwaltungsakt erlassen hat. Sie ist schriftlich oder als elektronisches Dokument einzureichen oder zu Protokoll des Urkundsbeamten der Gesch\u00e4ftsstelle des Finanzgerichts zu erkl\u00e4ren und gegen das zust\u00e4ndige Finanzamt zu richten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frist f\u00fcr die Erhebung der Klage betr\u00e4gt ein Jahr. Sie beginnt am Tag nach der Herausgabe des Bundessteuerblattes, in dem diese Allgemeinverf\u00fcgung ver\u00f6ffentlicht wird. Die Frist f\u00fcr die Erhebung der Klage gilt als gewahrt, wenn die Klage innerhalb der Frist bei dem zust\u00e4ndigen Finanzamt angebracht oder zu Protokoll gegeben wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Klage muss den Kl\u00e4ger, den Beklagten, den Gegenstand des Klagebegehrens, den mit der Klage angegriffenen Verwaltungsakt und diese Allgemeinverf\u00fcgung bezeichnen. Sie soll einen bestimmten Antrag enthalten und die zur Begr\u00fcndung dienenden Tatsachen und Beweismittel angeben. Ihr soll eine Abschrift des angefochtenen Verwaltungsakts und eine Abschrift dieser Allgemeinverf\u00fcgung beigef\u00fcgt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Klageschrift soll in zweifacher Ausfertigung eingereicht werden; dies gilt nicht, wenn die Klage als elektronisches Dokument eingereicht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Voraussetzungen zur elektronischen Einreichung bei dem jeweils \u00f6rtlich zust\u00e4ndigen Finanzgericht regelt \u00a7 52a der Finanzgerichtsordnung (FGO). Zur verpflichtenden \u00dcbermittlung elektronischer Dokumente siehe \u00a7 52d FGO. N\u00e4here Informationen hierzu sind im Internet unter www.justiz.de und \u00fcber die dort verlinkten Justizportale der L\u00e4nder erh\u00e4ltlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: FinMin Baden-W\u00fcrttemberg, Erlass (koordinierter L\u00e4ndererlass) FM3 &#8211; S-0625-1 \/ 6 vom 28.02.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allgemeinverf\u00fcgung der obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder zur Zur\u00fcckweisung von Einspr\u00fcchen und \u00c4nderungsantr\u00e4gen zur Frage der Abziehbarkeit der von einer Gemeinde auf die Anwohner umgelegten Erschlie\u00dfungskosten eines Grundst\u00fccks als haushaltsnahe Handwerkerleistungen (\u00a7 35a Abs. 3 EStG) Aufgrund des \u00a7 367 Absatz 2b und des \u00a7 172 Absatz 3 der Abgabenordnung und der BFH-Urteile vom 21. 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