{"id":66150,"date":"2022-03-13T11:46:31","date_gmt":"2022-03-13T09:46:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=66150"},"modified":"2022-03-13T11:46:31","modified_gmt":"2022-03-13T09:46:31","slug":"gender-pay-gap-2021-frauen-verdienten-pro-stunde-weiterhin-18-weniger-als-maenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/gender-pay-gap-2021-frauen-verdienten-pro-stunde-weiterhin-18-weniger-als-maenner\/","title":{"rendered":"Gender Pay Gap 2021: Frauen verdienten pro Stunde weiterhin 18 % weniger als M\u00e4nner"},"content":{"rendered":"\n<p>Frauen haben im Jahr 2021 in Deutschland pro Stunde durchschnittlich 18 % weniger verdient als M\u00e4nner. Damit blieb der Verdienstunterschied zwischen Frauen und M\u00e4nnern \u2013 der unbereinigte Gender Pay Gap \u2013 im Vergleich zum Vorjahr unver\u00e4ndert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anl\u00e4sslich des Equal Pay Day am 7. M\u00e4rz 2022 weiter mitteilt, erhielten Frauen mit durchschnittlich 19,12 Euro einen um 4,08 Euro geringeren Bruttostundenverdienst als M\u00e4nner (23,20 Euro). Im Vorjahr lag diese Differenz bei 4,16 Euro. \u00dcber die vergangenen 15 Jahre hinweg ging der geschlechterspezifische Verdienstabstand in Deutschland zur\u00fcck: Im Jahr 2006 war er mit 23 % noch 5 Prozentpunkte gr\u00f6\u00dfer als 2021.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"in-ostdeutschland-verdienten-frauen-6-weniger-pro-stunde-als-m%c3%a4nner\">In Ostdeutschland verdienten Frauen 6 % weniger pro Stunde als M\u00e4nner<\/h2>\n\n\n\n<p>In Ostdeutschland fiel der unbereinigte Gender Pay Gap mit 6 % (2020: 6 %) deutlich geringer aus als in Westdeutschland mit 19 % (2020: 20 %) und lag 2021 auf dem gleichen Niveau wie vor 15 Jahren (2006: 6 %). In Westdeutschland ist der Verdienstabstand in den vergangenen 15 Jahren deutlich kleiner geworden: Seit 2006 sank der unbereinigte Gender Pay Gap hier um 5 Prozentpunkte von 24 % auf 19 % im Jahr 2021.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"frauen-mit-vergleichbaren-qualifikationen-t%c3%a4tigkeiten-und-erwerbsbiografien-wie-m%c3%a4nner-verdienten-im-schnitt-6-weniger-pro-stunde-als-ihre-m%c3%a4nnlichen-kollegen\">Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, T\u00e4tigkeiten und Erwerbsbiografien wie M\u00e4nner verdienten im Schnitt 6 % weniger pro Stunde als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Ursachen des Verdienstunterschieds zwischen Frauen und M\u00e4nnern k\u00f6nnen aktuell nur alle vier Jahre auf Basis der Verdienststrukturerhebung analysiert werden. Die j\u00fcngsten Zahlen hierzu liegen aus dem Jahr 2018 vor. Ausgehend vom unbereinigten Gender Pay Gap (2018: 20 %) lassen sich 71 % des Verdienstabstands durch die in der Analyse ber\u00fccksichtigten Faktoren erkl\u00e4ren. Der Verdienstabstand ist demnach unter anderem darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass Frauen h\u00e4ufiger in Branchen und Berufen arbeiten, in denen schlechter bezahlt wird und sie seltener F\u00fchrungspositionen erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die verbleibenden 29 % des Verdienstunterschieds entsprechen dem bereinigten Gender Pay Gap. Hier kann der Verdienstabstand nicht durch die einbezogenen Faktoren erkl\u00e4rt werden. Demnach verdienten Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt auch bei vergleichbarer T\u00e4tigkeit und Qualifikation im Jahr 2018 pro Stunde 6 % weniger als M\u00e4nner. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Unterschiede geringer ausfallen w\u00fcrden, wenn weitere Informationen \u00fcber lohnrelevante Einflussfaktoren f\u00fcr die Analysen zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden (z. B. Angaben zu Erwerbsunterbrechungen aufgrund von Schwangerschaft, Geburt von Kindern oder Pflege von Angeh\u00f6rigen). Der bereinigte Gender Pay Gap ist daher als Obergrenze f\u00fcr Verdienstdiskriminierung zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 07.03.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen haben im Jahr 2021 in Deutschland pro Stunde durchschnittlich 18 % weniger verdient als M\u00e4nner. Damit blieb der Verdienstunterschied zwischen Frauen und M\u00e4nnern \u2013 der unbereinigte Gender Pay Gap \u2013 im Vergleich zum Vorjahr unver\u00e4ndert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anl\u00e4sslich des Equal Pay Day am 7. 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