{"id":66160,"date":"2022-03-13T11:51:05","date_gmt":"2022-03-13T09:51:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=66160"},"modified":"2022-03-13T11:51:05","modified_gmt":"2022-03-13T09:51:05","slug":"sorge-der-beschaeftigten-vor-corona-infektion-stagniert-auf-hohem-niveau-basisschutz-am-arbeitsplatz-bleibt-auch-kuenftig-wichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/sorge-der-beschaeftigten-vor-corona-infektion-stagniert-auf-hohem-niveau-basisschutz-am-arbeitsplatz-bleibt-auch-kuenftig-wichtig\/","title":{"rendered":"Sorge der Besch\u00e4ftigten vor Corona-Infektion stagniert auf hohem Niveau \u2013 Basisschutz am Arbeitsplatz bleibt auch k\u00fcnftig wichtig"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts weiterhin hoher Fallzahlen verharrt unter den Besch\u00e4ftigten die Sorge, sich am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin mit dem Coronavirus anzustecken, auf hohem Niveau. Im Februar 2022 gaben 31 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an, sich diesbez\u00fcglich Sorgen zu machen. Der Wert ist damit gegen\u00fcber den Vormonaten nahezu unver\u00e4ndert und deutlich h\u00f6her als noch im Oktober 2021, als dies nur auf 21 Prozent zutraf. Besonders betroffen sind all diejenigen, die in ihrem Beruf direkten Kontakt zu vielen anderen Menschen haben. Angesichts hoher Inzidenzen in Schulen und Kindertagesst\u00e4tten geh\u00f6ren dazu die Besch\u00e4ftigten im Bereich Soziales, Bildung und Erziehung, von denen zuletzt zwei Drittel (67 Prozent) Sorgen vor einer Ansteckung hatten. Auch im Bereich Gesundheit und Pflege (52 Prozent) sowie den Verkaufsberufen (46 Prozent) gaben dies \u00fcberdurchschnittlich viele Befragte an. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Portals Lohnspiegel.de, an der sich seit Beginn der Pandemie fast 98.000 Besch\u00e4ftigte beteiligt haben. Lohnspiegel.de wird vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung wissenschaftlich betreut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMit dem Wegfall der Homeoffice-Pflicht zum 20. M\u00e4rz steigt das Infektionsrisiko auch f\u00fcr Besch\u00e4ftigte, die bisher gut gesch\u00fctzt im heimischen B\u00fcro gearbeitet haben\u201c, sagt Dr. Elke Ahlers, Expertin f\u00fcr Arbeit und Gesundheit am WSI. Viele Arbeitgeber h\u00e4tten im Laufe der Pandemie zwar flexible Regeln zum mobilen Arbeiten eingef\u00fchrt und wollten diese auch dauerhaft beibehalten. Trotzdem zeichne sich ab, dass die B\u00fcroetagen in den kommenden Monaten wieder voller werden. \u201eWir alle k\u00f6nnen auf Grundlage unserer individuellen Risikoneigung selbst entscheiden, ob wir k\u00fcnftig wieder h\u00e4ufiger ins Restaurant gehen oder Gro\u00dfveranstaltungen besuchen\u201c, so Ahlers. \u201eBei der Arbeit ist das etwas anderes \u2013 darauf sind wir fast alle angewiesen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gewisser Basisschutz am Arbeitsplatz bleibe deshalb auch nach den bevorstehen Lockerungsschritten notwendig. Inzwischen h\u00e4tten sich in den Betrieben viele Ma\u00dfnahmen zum Infektionsschutz zudem gut eingespielt, so die Expertin. Dazu geh\u00f6ren 3G-Regeln f\u00fcr den Zutritt zum Betrieb, Ma\u00dfnahmen zur Kontaktreduktion sowie die Maskenpflicht in gemeinschaftlich genutzten Innenr\u00e4umen. \u201eSolange die Fallzahlen weiterhin hoch sind, w\u00e4re es unsinnig, die etablierten Hygienekonzepte von heute auf morgen \u00fcber Bord zu werfen\u201c, sagt WSI-Expertin Ahlers.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwar seien die Arbeitgeber schon aufgrund des Arbeitsschutzgesetztes verpflichtet, alle erforderlichen Ma\u00dfnahmen zum Schutz der Gesundheit ihrer Besch\u00e4ftigten zu treffen. Mit dem Auslaufen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) am 19. M\u00e4rz entfalle aber die konkrete Rechtsgrundlage f\u00fcr viele betriebliche Regelungen. \u201eDie Politik muss deswegen handeln, um einen angemessen Basisschutz am Arbeitsplatz auch f\u00fcr die Zeit danach zu gew\u00e4hrleisten\u201c, appelliert Ahlers. \u201eWichtig ist, dass die Betriebsr\u00e4te in die betrieblichen Entscheidungen einbezogen werden. Nur so l\u00e4sst sich erreichen, dass die Interessen der Besch\u00e4ftigten ber\u00fccksichtigt werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: Hans-B\u00f6ckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 07.03.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts weiterhin hoher Fallzahlen verharrt unter den Besch\u00e4ftigten die Sorge, sich am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin mit dem Coronavirus anzustecken, auf hohem Niveau. Im Februar 2022 gaben 31 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an, sich diesbez\u00fcglich Sorgen zu machen. 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