{"id":66186,"date":"2022-03-13T12:01:09","date_gmt":"2022-03-13T10:01:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=66186"},"modified":"2022-03-13T12:01:09","modified_gmt":"2022-03-13T10:01:09","slug":"buergerbegehren-fuer-bezahlbaren-wohnraum-unzulaessig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/buergerbegehren-fuer-bezahlbaren-wohnraum-unzulaessig\/","title":{"rendered":"B\u00fcrgerbegehren f\u00fcr bezahlbaren Wohnraum unzul\u00e4ssig"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mit am 10.03.2022 verk\u00fcndetem Urteil hat die f\u00fcr das Kommunalrecht zust\u00e4ndige 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main entschieden, dass das B\u00fcrgerbegehren f\u00fcr bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt am Main, das zu der Durchf\u00fchrung eines B\u00fcrgerentscheids f\u00fchren sollte, nicht zul\u00e4ssig ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geklagt hatten die Initiatoren des B\u00fcrgerbegehrens \u201eBezahlbarer Wohnraum in Frankfurt am Main\u201c, weil die Stadtverordnetenversammlung Frankfurt am Main bereits im Februar 2020 in ihrem Beschluss das B\u00fcrgerbegehren als unzul\u00e4ssig erachtet hatte und damit keinen B\u00fcrgerentscheid durchf\u00fchren wollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen Beschluss hat das Gericht nunmehr als rechtm\u00e4\u00dfig erachtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit ist die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main nicht verpflichtet, einen B\u00fcrgerentscheid durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte die Kammer im Wesentlichen aus, dass die Formulierungen und Fragestellungen in dem Text des B\u00fcrgerbegehrens nicht hinreichend bestimmt seien, zum Beispiel sei es nicht klar formuliert, was mittlere und geringe Einkommen bedeuteten. Die B\u00fcrger w\u00fcssten nicht, ob und in welchen Einkommensklassen sie sich wiederfinden k\u00f6nnen. Damit bestehe die Gefahr, dass die unterschreibenden B\u00fcrger verschiedene Vorstellungen von dem Inhalt der Petition h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Begehren nach einer r\u00fcckwirkenden Mietsenkung w\u00fcrde dar\u00fcber hinaus in die gesellschaftsrechtlichen Vertr\u00e4ge der ABG Frankfurt eingegriffen, was rechtlich zumindest problematisch sei. Es sei nicht klar, wie diese R\u00fcckwirkung rechtlich ausgestaltet werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der in der Begr\u00fcndung zum B\u00fcrgerbegehren erw\u00e4hnte Kostendeckungsvorschlag sei zu pauschal und h\u00e4tte einer n\u00e4heren Ausdifferenzierung bedurft.<br \/>Bei der Abfertigung der Pressemitteilung lagen die Urteilsgr\u00fcnde noch nicht vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig. Es besteht die M\u00f6glichkeit, gegen die Entscheidung Rechtsmittel an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel einzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: VG Frankfurt, Pressemitteilung vom 10.03.2022 zum Urteil 7 K 201\/20 vom 10.03.2022 (nrkr)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit am 10.03.2022 verk\u00fcndetem Urteil hat die f\u00fcr das Kommunalrecht zust\u00e4ndige 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main entschieden, dass das B\u00fcrgerbegehren f\u00fcr bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt am Main, das zu der Durchf\u00fchrung eines B\u00fcrgerentscheids f\u00fchren sollte, nicht zul\u00e4ssig ist. 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