{"id":66339,"date":"2022-03-26T11:12:59","date_gmt":"2022-03-26T09:12:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=66339"},"modified":"2023-08-25T12:17:50","modified_gmt":"2023-08-25T10:17:50","slug":"digitalisierung-von-justiz-und-rechtsstaat-schreitet-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/digitalisierung-von-justiz-und-rechtsstaat-schreitet-voran\/","title":{"rendered":"Digitalisierung von Justiz und Rechtsstaat schreitet voran"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zuk\u00fcnftig sollen Online-Beurkundungen und Online-Beglaubigungen noch weitreichender m\u00f6glich werden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bundesministerium der Justiz hat am 22. M\u00e4rz 2022 einen Referentenentwurf eines Gesetzes zur Erg\u00e4nzung der Regelungen zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDie Digitalisierung von Justiz und Rechtsstaat hat f\u00fcr mich eine hohe Priorit\u00e4t. Ein wesentlicher Aspekt ist es dabei, dass wir Online-Gr\u00fcndungen von Gesellschaften auch in Deutschland erm\u00f6glichen. Im letzten Jahr wurde der l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Schritt zur Erm\u00f6glichung der Online-Gr\u00fcndung einer GmbH getan. Mit dem nun vorgelegten Referentenentwurf gehen wir konsequent weiter: Online-Anmeldungen zum Register sollen auch f\u00fcr andere Rechtstr\u00e4ger m\u00f6glich sein und Online-Beurkundungen sollen noch weitreichender erm\u00f6glicht werden. Hiermit st\u00e4rken wir den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland und bringen das Beurkundungs- und Beglaubigungswesen weiter in das 21. Jahrhundert.\u201c<\/p><cite>Bundesjustizminister Dr. Marco Buschmann<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Referentenentwurf dient der Erweiterung der Regelungen des Gesetzes zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) vom 5. Juli 2021. Das Kernst\u00fcck dieses Gesetzes ist die Erm\u00f6glichung der Online-Gr\u00fcndung der GmbH sowie weiterer Online-Verfahren f\u00fcr Registeranmeldungen ab dem 1. August 2022. Diese Vorschriften sollen mit dem nun vorgelegten Referentenentwurf erg\u00e4nzt werden:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das DiRUG erm\u00f6glicht es bereits, dass bei Einzelkaufleuten und Kapitalgesellschaften sowie deren Zweigniederlassungen die notarielle Beglaubigung von Handelsregisteranmeldungen mittels Videokommunikation stattfinden kann, sodass eine pers\u00f6nliche Anwesenheit beim Notar entbehrlich wird. In Zukunft soll die Zul\u00e4ssigkeit der Online-Beglaubigung von Handelsregisteranmeldungen nicht mehr auf bestimmte Rechtstr\u00e4ger beschr\u00e4nkt, sondern f\u00fcr s\u00e4mtliche Rechtstr\u00e4ger m\u00f6glich sein. Gleichzeitig werden Anmeldungen zum Partnerschafts-, Genossenschafts- und Vereinsregister ebenfalls in den Anwendungsbereich des notariellen Online-Beglaubigungsverfahrens einbezogen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die durch das DiRUG geschaffene M\u00f6glichkeit zur Online-Gr\u00fcndung einer GmbH soll zudem ausgeweitet werden. Bisher ist eine Online-Gr\u00fcndung nur bei einer sogenannten Bargr\u00fcndung einer GmbH, d. h. in den F\u00e4llen, in denen das Stammkapital von den Gr\u00fcndern in Geld erbracht wird, m\u00f6glich. Sog. Sachgr\u00fcndungen, bei denen das Kapital nicht in Form von Geld, sondern in Form von Gegenst\u00e4nden wie z. B. Fahrzeugen aufgebracht wird, werden vom DiRUG nicht erfasst. Durch den vorgelegten Referentenentwurf soll der Anwendungsbereich der Online-Gr\u00fcndung auch auf Sachgr\u00fcndungen ausgeweitet werden. Ausgenommen sein sollen lediglich Sachgr\u00fcndungen unter Einbringung von Gegenst\u00e4nden, deren \u00dcbertragung ihrerseits beurkundungspflichtig ist (z. B. Grundst\u00fccke oder GmbH-Anteile), da das Online-Verfahren f\u00fcr diese Beurkundungsgegenst\u00e4nde nicht zugelassen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus sollen nach dem Referentenentwurf auch Gesellschafterbeschl\u00fcsse zur \u00c4nderung des Gesellschaftsvertrages (sog. satzungs\u00e4ndernde Beschl\u00fcsse) einschlie\u00dflich Kapitalma\u00dfnahmen (Erh\u00f6hung und Herabsetzung des Stammkapitals) in den Anwendungsbereich des Online-Verfahrens einbezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Entwurf wurde am 22. M\u00e4rz 2022 an L\u00e4nder und Verb\u00e4nde verschickt und auf der Homepage des BMJ ver\u00f6ffentlicht. Die interessierten Kreise haben nun Gelegenheit, bis zum 4. April 2022 Stellung zu nehmen. Die Stellungnahmen werden auf der Internetseite des BMJ ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Entwurf eines Gesetzes zur Erg\u00e4nzung der Regelungen zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: BMJ, Pressemitteilung vom 22.03.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuk\u00fcnftig sollen Online-Beurkundungen und Online-Beglaubigungen noch weitreichender m\u00f6glich werden Das Bundesministerium der Justiz hat am 22. M\u00e4rz 2022 einen Referentenentwurf eines Gesetzes zur Erg\u00e4nzung der Regelungen zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie ver\u00f6ffentlicht. \u201eDie Digitalisierung von Justiz und Rechtsstaat hat f\u00fcr mich eine hohe Priorit\u00e4t. 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