{"id":66355,"date":"2022-03-26T11:18:14","date_gmt":"2022-03-26T09:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=66355"},"modified":"2022-03-26T11:18:14","modified_gmt":"2022-03-26T09:18:14","slug":"boom-bei-ki-startups","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/boom-bei-ki-startups\/","title":{"rendered":"Boom bei KI-Startups"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>K\u00fcnstliche Intelligenz: Erste Bestandsaufnahme zu Gr\u00fcndungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>KI-Startup-Gr\u00fcndungen haben sich in Deutschland au\u00dferordentlich dynamisch entwickelt: Zwischen 2014 bis 2018 gab es einen regelrechten Gr\u00fcndungsboom mit einem Anstieg der j\u00e4hrlichen Gr\u00fcndungszahlen von 250 auf \u00fcber 450. KI-Startups zeichnen sich au\u00dferdem durch eine sehr hohe \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit am Markt sowie durch stark wachsende Besch\u00e4ftigungszahlen aus, wie eine umfassende Bestandsaufnahme der KI-Szene des ZEW Mannheim zeigt. \u201eDie hohe Dynamik und gute Performanz der Startups verdeutlicht, dass K\u00fcnstliche Intelligenz ein ausgesprochenes Wachstumsfeld mit viel Raum f\u00fcr neu gegr\u00fcndete Unternehmen ist\u201c, sagt ZEW-\u00d6konom Dr. Christian Rammer im ZEW-Forschungsbereich \u201eInnovations\u00f6konomik und Unternehmensdynamik\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Studie stellt die erste umfassende Bestandsaufnahme zur Gr\u00fcndungst\u00e4tigkeit im Bereich KI in Deutschland dar, die die gesamte Vielfalt der Gr\u00fcndungsaktivit\u00e4ten zum Thema KI abbildet \u2013 mit einer deutlichen positiven Entwicklung der KI-Startup-Szene in den vergangenen Jahren. \u201eF\u00fcr die Wirtschaftspolitik stellt die starke KI-Startup-Szene eine hervorragende Ausgangsbasis dar, um die Verbreitung von KI-Anwendungen in der deutschen Wirtschaft zu forcieren. Damit kann die Politik hohe Innovationspotenziale und positiven Auswirkungen auf Produktivit\u00e4t und wirtschaftliches Wachstum umfassend nutzen\u201c, so Studienautor Dr. Christian Rammer.<\/p>\n\n\n\n<p>Es zeigt sich ein starker Anstieg der Gr\u00fcndungszahlen: Seit 1995 wurden in Deutschland hochgerechnet mehr als 6.600 Unternehmen gegr\u00fcndet, deren Gesch\u00e4ftsmodelle eng mit dem Thema KI verbunden sind. Die Anzahl der KI-Startups steigt ab 2014 stark an und erreicht 2017 und 2018 mit jeweils mehr als 450 neu gegr\u00fcndeten Unternehmen einen H\u00f6chststand. 2019 ging die Anzahl der neu gegr\u00fcndeten KI-Startups seit 2005 erstmals auf rund 420 Gr\u00fcndungen zur\u00fcck und sank im ersten Pandemiejahr 2020 auf rund 310 Gr\u00fcndungen. F\u00fcr 2021 zeichnet sich kein weiterer R\u00fcckgang ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"sehr-hohe-%c3%bcberlebensrate-und-g%c3%bcnstige-bonit%c3%a4tseinstufung\">Sehr hohe \u00dcberlebensrate und g\u00fcnstige Bonit\u00e4tseinstufung<\/h2>\n\n\n\n<p>Ma\u00dfgeblich f\u00fcr positive Entwicklung der KI-Startups ist ihre extrem hohe \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit im Vergleich zu Startups aller Branchen. Im Jahr 2021 waren 92 Prozent aller untersuchten KI-Startups, also gut 6.000 Unternehmen, noch wirtschaftsaktiv \u2013 doppelt so viele wie im Durchschnitt aller Gr\u00fcndungen in Deutschland. 2019 und 2020 kam es allerdings zu einem merklichen Anstieg der Unternehmensschlie\u00dfungen von KI-Startups. Auch die Bonit\u00e4tseinstufung der KI-Unternehmen \u2013 als ein zentraler Indikator f\u00fcr wirtschaftlichen Erfolg \u2013 ist deutlich g\u00fcnstiger als f\u00fcr andere Gr\u00fcndungen und liegt um 13 Prozent \u00fcber dem Durchschnitt aller Gr\u00fcndungen in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf das T\u00e4tigkeitsfeld der KI-Startups zeigt sich, dass gut zwei Drittel sich mit der Entwicklung von KI-Technologien oder KI-Anwendungen befassen, die entweder als Produkte oder Dienstleistungen f\u00fcr andere Unternehmen eingesetzt werden oder zentralen Bestandteil des Leistungsangebots des Startups sind. Rund zehn Prozent k\u00f6nnen als KI-Berater bezeichnet werden, die eine Beratung zum Thema KI f\u00fcr andere Unternehmen oder Einrichtungen anbieten. Ein gutes F\u00fcnftel der erfassten KI-Startups setzt KI als Prozesstechnik f\u00fcr die Herstellung eigener Produkte oder die Erbringung von Dienstleistungen ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Anzahl der in KI-Startups t\u00e4tigen Personen nahm kontinuierlich zu und erreichte 2021 voraussichtlich den Wert von rund 150.000 Besch\u00e4ftigten. Fast sieben Prozent der KI-Startups hatten die Schwelle von 100 Besch\u00e4ftigten \u00fcberschritten. Mehr als 90 KI-Startups z\u00e4hlten bereits zu Gro\u00dfunternehmen (250 oder mehr Besch\u00e4ftigte).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"ki-startups-und-potenzielle-anwender-st%c3%a4rker-zusammenbringen\">KI-Startups und potenzielle Anwender st\u00e4rker zusammenbringen<\/h2>\n\n\n\n<p>Weiterhin zeigt die Studie, dass 93 Prozent aller KI-Startups in den zentral gelegenen Regionen Deutschlands angesiedelt sind. Im Bereich der KI-Entwickler liegt dieser Anteil sogar bei 95 Prozent. Hotspots von KI-Startups sind die Gro\u00dfst\u00e4dte Berlin, M\u00fcnchen, Hamburg, K\u00f6ln und Frankfurt. \u201eEine Herausforderung ist es, die KI-Startup-Szene, die stark auf die gro\u00dfen Agglomerationsr\u00e4ume in Deutschland konzentriert ist, mit der Breite der Anwenderunterneh-men, die oft auch au\u00dferhalb dieser Zentralr\u00e4ume angesiedelt sind, zusammenzubringen. Hier k\u00f6nnte den spezialisierten intermedi\u00e4ren Organisationen, die die Vernetzung der KI-Startups voranbringen, eine wichtige Rolle zukommen\u201c, schlie\u00dft Rammer.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: ZEW, Pressemitteilung vom 23.03.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcnstliche Intelligenz: Erste Bestandsaufnahme zu Gr\u00fcndungen KI-Startup-Gr\u00fcndungen haben sich in Deutschland au\u00dferordentlich dynamisch entwickelt: Zwischen 2014 bis 2018 gab es einen regelrechten Gr\u00fcndungsboom mit einem Anstieg der j\u00e4hrlichen Gr\u00fcndungszahlen von 250 auf \u00fcber 450. 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