{"id":66435,"date":"2022-04-02T13:59:24","date_gmt":"2022-04-02T11:59:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=66435"},"modified":"2022-04-02T13:59:24","modified_gmt":"2022-04-02T11:59:24","slug":"importpreise-im-februar-2022-263-gegenueber-februar-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/importpreise-im-februar-2022-263-gegenueber-februar-2021\/","title":{"rendered":"Importpreise im Februar 2022: +26,3 % gegen\u00fcber Februar 2021"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Importpreise, Februar 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+1,3 % zum Vormonat<\/li><li>+26,3 % zum Vorjahresmonat<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Exportpreise, Februar 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+1,0 % zum Vormonat<\/li><li>+12,4 % zum Vorjahresmonat<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Importpreise waren im Februar 2022um 26,3 % h\u00f6her als im Februar 2021. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte die Ver\u00e4nderungsrate gegen\u00fcber dem Vorjahr im Januar 2022 bei +26,9 % gelegen, im Dezember 2021 bei +24,0 %. Gegen\u00fcber dem Vormonat Januar 2022 stiegen die Importpreise im Februar 2022 um 1,3 %. Da sich die Ergebnisse nicht auf einen Stichtag beziehen, sondern den gesamten Monat umfassen, haben sich die aktuellen Preisentwicklungen infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine noch nicht deutlich auf das Februar-Ergebnis ausgewirkt. Die Unsicherheiten im Au\u00dfenhandel, insbesondere bei Energie, haben die Preisentwicklung jedoch bereits vor dem Angriff beeinflusst.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"starker-preisanstieg-ist-nach-wie-vor-insbesondere-auf-entwicklung-der-energiepreise-zur%c3%bcckzuf%c3%bchren\">Starker Preisanstieg ist nach wie vor insbesondere auf Entwicklung der Energiepreise zur\u00fcckzuf\u00fchren<\/h2>\n\n\n\n<p>Energieeinfuhren waren im Februar 2022 um 129,5 % teurer als im Februar 2021 (+1,7 % gegen\u00fcber Januar 2022). Der hohe Anstieg im Vorjahresvergleich ist weiterhin vor allem durch die stark gestiegenen Preise f\u00fcr Erdgas begr\u00fcndet. Diese lagen im Februar 2022 dreieinhalbmal so hoch wie im Februar 2021 (+256,5 %), sanken aber gegen\u00fcber dem Vormonat um 8,5 %. Deutlich teurer als vor einem Jahr waren auch Erd\u00f6l mit +70,3 % und Mineralerzeugnisse mit +69,7 %. Hier waren auch gegen\u00fcber dem Vormonat Januar 2022 erhebliche Preisanstiege zu verzeichnen, n\u00e4mlich bei Erd\u00f6l mit +14,1 % und Mineral\u00f6lerzeugnissen mit +8,9 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Elektrischer Strom war 155,3 % teurer als im Februar 2021. Gegen\u00fcber Januar 2022 gaben die Preise aber deutlich nach (-24,3 %) \u2013 zum zweiten Mal in Folge.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr importierte Steinkohle lagen 190,9 % \u00fcber denen von Februar 2021 und stiegen auch gegen\u00fcber Januar 2022 mit einem Plus von 14,8 % deutlich an.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne Ber\u00fccksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im Februar 2022 um 14,7 % h\u00f6her als im Februar 2021 und 1,2 % h\u00f6her als im Vormonat Januar 2022. L\u00e4sst man nur Erd\u00f6l und Mineral\u00f6lerzeugnisse au\u00dfer Betracht, lag der Importpreisindex um 23,3 % \u00fcber dem Stand des Vorjahres (+0,3 % gegen\u00fcber Januar 2022).<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Preissteigerungen bei den Energiepreise auf allen Wirtschaftsstufen hat das Statistische Bundesamt eine zusammenfassende Pressemitteilung ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h%c3%b6here-preise-f%c3%bcr-vorleistungsg%c3%bcter-im-vorjahresvergleich-vor-allem-bei-d%c3%bcngemitteln-und-stickstoffverbindungen-erzen-metallen-und-kunststoffen\">H\u00f6here Preise f\u00fcr Vorleistungsg\u00fcter im Vorjahresvergleich vor allem bei D\u00fcngemitteln und Stickstoffverbindungen, Erzen, Metallen und Kunststoffen<\/h2>\n\n\n\n<p>Importierte Vorleistungsg\u00fcter waren im Februar 2022 um 24,3 % teurer als im Vorjahresmonat.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen\u00fcber Februar 2021 wurden infolge der Energiepreisentwicklung D\u00fcngemittel und Stickstoffverbindungen zu zweieinhalbfach h\u00f6heren Preisen importiert (+156,2 %). Deutlich teurer als im Februar 2021 waren au\u00dferdem vor allem Rohaluminium (+73,3 %), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+53,2 %) sowie Kunststoffe in Prim\u00e4rformen (+35,8 %).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr importierte Investitionsg\u00fcter lagen im Februar 2022 um 6,2 % \u00fcber denen von Februar 2021. Teurer waren unter anderem Notebooks (+7,3 %), Smartphones (+7,1 %), Maschinen (+6,3 %) sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile (+5,0 %).<\/p>\n\n\n\n<p>Importierte Verbrauchsg\u00fcter wurden binnen Jahresfrist 9,2 % teurer. Hier stiegen im Vorjahresvergleich insbesondere die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel mit +15,3 %. Unter anderem lagen die Preise f\u00fcr pflanzliche und tierische \u00d6le und Fette mit +30,2 % deutlich \u00fcber denen von Februar 2021.<\/p>\n\n\n\n<p>Gebrauchsg\u00fcter, wie zum Beispiel M\u00f6bel oder Haushaltsger\u00e4te (jeweils +7,2 % gegen\u00fcber Februar 2021) waren im Durchschnitt um 6,3 % teurer als vor einem Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr importierte landwirtschaftliche G\u00fcter lagen 22,8 % \u00fcber denen von Februar 2021. W\u00e4hrend insbesondere Rohkaffee (+67,5 %) und Getreide (+33,2 %) gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat weiterhin deutlich teurer waren, wurden lebende Schweine zu niedrigeren Preisen importiert (-10,2 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"ver%c3%a4nderungen-der-exportpreise-im-februar-2022\">Ver\u00e4nderungen der Exportpreise im Februar 2022<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Index der Exportpreise lag im Februar 2022 um 12,4 % \u00fcber dem Stand von Februar 2021. Eine gr\u00f6\u00dfere Vorjahresver\u00e4nderung hatte es zuletzt im Dezember 1974 gegeben (+15,2 % gegen\u00fcber Dezember 1973). Im Januar 2022 und im Dezember 2021 hatte die Jahresver\u00e4nderungsrate bei +11,9 % beziehungsweise bei +10,9 % gelegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Einfluss auf die Entwicklung der Ausfuhrpreise hatte im Februar 2022 die Preisentwicklung der Vorleistungsg\u00fcter, die einen Anteil von etwa einem Drittel an den Gesamtausfuhren haben, mit einem Plus von 18,1 %. Hier lagen insbesondere die Preise f\u00fcr chemische Grundstoffe (+13,8 %) und Metalle (+11,7 %) \u00fcber denen des Vorjahresmonats. Energieausfuhren wirkten sich gegen\u00fcber Februar 2021 trotz einer Verteuerung um 109,3 % wegen des geringeren Anteils an der Ausfuhr insgesamt deutlich schw\u00e4cher aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen\u00fcber dem Vormonat Januar 2022 stiegen die Exportpreise im Durchschnitt um 1,0 %.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.03.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Importpreise, Februar 2022 +1,3 % zum Vormonat +26,3 % zum Vorjahresmonat Exportpreise, Februar 2022 +1,0 % zum Vormonat +12,4 % zum Vorjahresmonat Die Importpreise waren im Februar 2022um 26,3 % h\u00f6her als im Februar 2021. 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