{"id":66544,"date":"2022-04-07T17:42:51","date_gmt":"2022-04-07T15:42:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=66544"},"modified":"2022-04-07T17:42:51","modified_gmt":"2022-04-07T15:42:51","slug":"klimawandel-bietet-vielfaeltige-innovationsanreize","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/klimawandel-bietet-vielfaeltige-innovationsanreize\/","title":{"rendered":"Klimawandel bietet vielf\u00e4ltige Innovationsanreize"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>ZEW-Studie: Unternehmen investieren in den Umweltschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmen in Deutschland sind auf vielf\u00e4ltige Art und Weise vom Klimawandel betroffen. Dies l\u00f6st in den Unternehmen nicht nur Umweltinnovationen aus, die die Auswirkungen der Klimaver\u00e4nderungen abfedern sollen, sondern auch sonstige Innovationen, zeigt eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim gemeinsam mit der Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften Augsburg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Klimawandel wirkt sich auf die Durchf\u00fchrung von Umweltinnovationen hinsichtlich neuer Produkte und neuer Prozesse in den Unternehmen unterschiedlich aus. \u201eWichtiger Ansto\u00df f\u00fcr Umwelt-Produktinnovationen ist oft \u2013 wenig \u00fcberraschend \u2013 die steigende Nachfrage nach klimafreundlichen Produkten. Die Unternehmen konzentrieren sich vor allem auf Innovationen, die zu einem geringeren Energieverbrauch des Produkts f\u00fchren\u201c, sagt Studien-Koautor Dr. Christian Rammer, stellvertretender Leiter des ZEW-Forschungsbereichs \u201eInnovations\u00f6konomik und Unternehmensdynamik\u201c. Auch staatliche Regulierungen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen, tragen dazu bei, dass Unternehmen verst\u00e4rkt Umwelt-Produktinnovationen vornehmen. Eine steigende Kundennachfrage und Klimapolitik sto\u00dfen aber auch Umwelt-Prozessinnovationen in den Unternehmen an, die beispielsweise CO2-Emissionen verringern oder fossile durch erneuerbare Energietr\u00e4ger ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch bei den Innovationen, die nicht auf die Verbesserung des Umweltschutzes abzielen, stellen die Studienautoren Auswirkungen des Klimawandels fest. \u201eDie Nachfrage nach klimaneutralen Produkten l\u00f6st auch sonstige Produktinnovationen aus. Dies deutet darauf hin, dass Klimaneutralit\u00e4t auch f\u00fcr neue Produkte relevant ist, die nicht die Verringerung negativer Umweltauswirkungen zum Ziel haben\u201c, so Rammer. Weiterhin sto\u00dfen steigende Kosten infolge des Klimawandels sonstige Prozessinnovationen an, denn aufgrund der h\u00f6heren Energie- und Klimakosten m\u00fcssen Unternehmen oftmals ihre Produktionsprozesse anpassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die empirische Analyse besch\u00e4ftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen in Deutschland ihre Innovationsaktivit\u00e4ten \u00e4ndern, wenn sie verschiedenen Folgen des Klimawandels ausgesetzt sind. Daf\u00fcr nutzen die Studienautoren Daten zu 8.462 Unternehmen mit mindestens f\u00fcnf Mitarbeitern\/-innen, die im Rahmen des Community Innovation Surveys der Europ\u00e4ischen Kommission im Jahr 2021 erhoben wurden. F\u00fcr die Umfragewelle 2021 wurde unter ZEW-Beteiligung ein Ma\u00df entwickelt, das abbildet, wie stark Unternehmen vom Klimawandel betroffen sind. Es ber\u00fccksichtigt vier Dimensionen, wie sich Ver\u00e4nderungen des Klimas auf Unternehmen auswirken: erstens direkte Einfl\u00fcsse von extremen Wetterbedingungen (zum Beispiel Sturmsch\u00e4den), zweitens Kosten zur Anpassung an die Auswirkungen von Klimaver\u00e4nderungen (zum Beispiel eine Reorganisation von Produktion und Auslieferung bei sehr hohen Temperaturen), drittens Politikma\u00dfnahmen, die den Klimawandel abfedern sollen (zum Beispiel Emissionssteuern) und viertens eine ver\u00e4nderte Kundennachfrage nach klimafreundlichen Produkten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Werden alle vier Ma\u00dfe zusammen betrachtet, ist f\u00fcr eine Mehrheit von insgesamt 60,8 Prozent der Unternehmen mindestens eine der beschriebenen Folgen des Klimawandels f\u00fcr ihr Gesch\u00e4ft sehr oder moderat relevant. Die gr\u00f6\u00dften Anteile an Unternehmen, die vom Klimawandel betroffen sind, finden sich in den Branchen Energieversorgung und Bergbau (55,9 Prozent) sowie Transport und Lagerung (50,8 Prozent). Am wenigsten betroffen sind laut ZEW-Studie die Branchen Telekommunikation, Programmierung und Informationstechnologie (10,2 Prozent) sowie Recht, Buchhaltung, Beratung und Werbung (5,5 Prozent).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: ZEW, Pressemitteilung vom 05.04.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ZEW-Studie: Unternehmen investieren in den Umweltschutz Unternehmen in Deutschland sind auf vielf\u00e4ltige Art und Weise vom Klimawandel betroffen. Dies l\u00f6st in den Unternehmen nicht nur Umweltinnovationen aus, die die Auswirkungen der Klimaver\u00e4nderungen abfedern sollen, sondern auch sonstige Innovationen, zeigt eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim gemeinsam mit der Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften Augsburg. 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