{"id":66730,"date":"2022-04-21T16:31:44","date_gmt":"2022-04-21T14:31:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=66730"},"modified":"2022-04-21T16:31:44","modified_gmt":"2022-04-21T14:31:44","slug":"bundesregierung-legt-mindestlohnerhoehungsgesetz-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bundesregierung-legt-mindestlohnerhoehungsgesetz-vor\/","title":{"rendered":"Bundesregierung legt Mindestlohnerh\u00f6hungsgesetz vor"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bundesregierung will den f\u00fcr alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geltenden Mindestlohn zum 1. Oktober 2022 einmalig auf einen Bruttostundenlohn von zw\u00f6lf Euro erh\u00f6hen. Hierf\u00fcr hat sie den Entwurf eines Mindestlohnerh\u00f6hungsgesetzes (<a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/014\/2001408.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">20\/1408<\/a>) vorgelegt. Zudem soll sich k\u00fcnftig die Geringf\u00fcgigkeitsgrenze an einer Wochenarbeitszeit von zehn Stunden zu Mindestlohnbedingungen orientieren. Mit der Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns soll sie auf 520 Euro monatlich erh\u00f6ht und dynamisch ausgestaltet werden. Zugleich will die Bundesregierung Ma\u00dfnahmen treffen, die die Aufnahme einer sozialversicherungsrechtlichen Besch\u00e4ftigung f\u00f6rdern und verhindern helfen, \u201edass Minijobs als Ersatz f\u00fcr regul\u00e4re Arbeitsverh\u00e4ltnisse missbraucht werden\u201c. Dazu werde die M\u00f6glichkeit eines zul\u00e4ssigen unvorhersehbaren \u00dcberschreitens der Entgeltgrenze f\u00fcr eine geringf\u00fcgig entlohnte Besch\u00e4ftigung gesetzlich geregelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die H\u00f6chstgrenze f\u00fcr eine Besch\u00e4ftigung im \u00dcbergangsbereich soll nach dem Willen der Bundesregierung von monatlich 1.300 Euro auf 1.600 Euro angehoben werden. Damit will sie eine weitergehende Entlastung von sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigten mit geringem Arbeitsentgelt erreichen. Durch die Regelungen zur Anhebung des Mindestlohns entst\u00fcnden f\u00fcr die \u00f6ffentliche Hand zus\u00e4tzliche Kosten durch erforderliche Anhebungen von L\u00f6hnen und Geh\u00e4ltern von gesch\u00e4tzt rund 4,41 Millionen Euro im Jahr 2022 und von rund 14,9 Millionen Euro pro Jahr ab dem Jahr 2023, schreibt die Bundesregierung. Soweit durch das Gesetz eine Anhebung der Arbeitsentgelte erforderlich werde, komme es bei den betroffenen Arbeitgebern zu h\u00f6heren Lohnkosten von gesch\u00e4tzt rund 1,63 Milliarden Euro im Jahr 2022 und zu gesch\u00e4tzt rund 5,63 Milliarden Euro im Jahr 2023. Als Folge der Erh\u00f6hung des gesetzlichen Mindestlohns k\u00f6nnten sich zudem bei vollst\u00e4ndiger \u00dcberw\u00e4lzung der Lohn- und Gehaltssteigerungen die Preise f\u00fcr G\u00fcter und Dienstleistungen moderat erh\u00f6hen. Eine Quantifizierung dieses Effekts sei jedoch nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 19.04.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung will den f\u00fcr alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geltenden Mindestlohn zum 1. Oktober 2022 einmalig auf einen Bruttostundenlohn von zw\u00f6lf Euro erh\u00f6hen. Hierf\u00fcr hat sie den Entwurf eines Mindestlohnerh\u00f6hungsgesetzes (20\/1408) vorgelegt. Zudem soll sich k\u00fcnftig die Geringf\u00fcgigkeitsgrenze an einer Wochenarbeitszeit von zehn Stunden zu Mindestlohnbedingungen orientieren. 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