{"id":67459,"date":"2022-06-22T11:10:54","date_gmt":"2022-06-22T09:10:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=67459"},"modified":"2022-06-22T11:10:54","modified_gmt":"2022-06-22T09:10:54","slug":"neue-verguetungsregeln-zur-grundsteuererklaerung-in-kraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/neue-verguetungsregeln-zur-grundsteuererklaerung-in-kraft\/","title":{"rendered":"Neue Verg\u00fctungsregeln zur Grundsteuererkl\u00e4rung in Kraft"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zur Ermittlung der Verg\u00fctung der Feststellungserkl\u00e4rungen f\u00fcr Grundsteuerzwecke ist eine neue spezielle Abrechnungsnorm in Kraft getreten. Mit \u00a7 24 Abs. 1 Nr. 11a Steuerberaterverg\u00fctungsverordnung (StBVV) besteht ab sofort eine einheitliche Berechnungsgrundlage, welche unabh\u00e4ngig vom konkreten L\u00e4ndermodell bundesweit anwendbar ist. Steuerberater erhalten danach f\u00fcr die Anfertigung der Erkl\u00e4rung zur Feststellung oder Festsetzung f\u00fcr Zwecke der Grundsteuer im Rahmen des ab dem Jahr 2025 anzuwendenden Grundsteuerrechts 1\/20 bis 9\/20 einer vollen Geb\u00fchr nach Tabelle A zur StBVV.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Einzelnen gilt: F\u00fcr alle Bundesl\u00e4nder, in denen nach dem Bewertungsgesetz oder den jeweiligen Landesgesetzen ein Grundsteuerwert festgestellt wird, wird als Gegenstandswert der Grundsteuerwert, mindestens jedoch ein Betrag von 25.000 Euro zugrunde gelegt. Dies betrifft derzeit die L\u00e4nder Baden-W\u00fcrttemberg (sog. modifiziertes Bodenwertmodell), Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Th\u00fcringen sowie das Saarland und Sachsen (mit jeweils abweichender Steuermesszahl).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr alle L\u00e4nder, in denen abweichend vom Bundesmodell auf Grundlage der dortigen Grundsteuergesetze kein entsprechender Grundsteuerwert vorliegt, wird ein entsprechender fiktiver Grundsteuerwert f\u00fcr die Berechnung der Geb\u00fchr zugrunde gelegt. Auch hier sind mindestens 25.000 Euro anzusetzen. Zur Ermittlung des fiktiven Grundsteuerwerts ist der Grundsteuermessbetrag durch die jeweils geltende Grundsteuermesszahl nach \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a Grundsteuergesetz (GrStG) zu dividieren. Dies betrifft derzeit die L\u00e4nder Bayern (sog. Fl\u00e4chenmodell), Hamburg (sog. Wohnlagenmodell), Hessen (sog. Fl\u00e4chen-Faktor-Modell) und Niedersachsen (sog. Fl\u00e4chen-Lage-Modell).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neue Abrechnungsnorm ist Teil der Vierten Verordnung zur \u00c4nderung der Steuerberaterverg\u00fctungsverordnung (StBVV). Sie wurde nach Zustimmung durch den Bundesrat am 17.06.2022 im Bundesgesetzblatt verk\u00fcndet (BGBl. I 2022, S. 877) und ist am Folgetag in Kraft getreten. Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) begr\u00fc\u00dft die rechtzeitige Schaffung einer konkreten Berechnungsgrundlage. Er hatte sich angesichts des engen Zeitrahmens zur Einreichung der Erkl\u00e4rungen von Anfang Juli bis Ende Oktober 2022 f\u00fcr eine schnelle Anpassung der StBVV ausgesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abweichend von der speziellen Abrechnungsnorm des \u00a7 24 Abs. 1 Nr. 11a StBVV k\u00f6nnen Steuerberater mit ihren Mandanten auch eine gesonderte Verg\u00fctungsvereinbarung treffen. Dies setzt allerdings nach \u00a7 4 StBVV unter anderem eine entsprechende Erkl\u00e4rung des Auftraggebers in Textform voraus. Vereinbart werden kann so etwa auch eine Abrechnung nach Zeitgeb\u00fchr oder eine pauschale Verg\u00fctung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: DStV, Mitteilung vom 22.06.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Ermittlung der Verg\u00fctung der Feststellungserkl\u00e4rungen f\u00fcr Grundsteuerzwecke ist eine neue spezielle Abrechnungsnorm in Kraft getreten. Mit \u00a7 24 Abs. 1 Nr. 11a Steuerberaterverg\u00fctungsverordnung (StBVV) besteht ab sofort eine einheitliche Berechnungsgrundlage, welche unabh\u00e4ngig vom konkreten L\u00e4ndermodell bundesweit anwendbar ist. Steuerberater erhalten danach f\u00fcr die Anfertigung der Erkl\u00e4rung zur Feststellung oder Festsetzung f\u00fcr Zwecke der Grundsteuer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/neue-verguetungsregeln-zur-grundsteuererklaerung-in-kraft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Neue Verg\u00fctungsregeln zur Grundsteuererkl\u00e4rung in Kraft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1730],"tags":[],"class_list":["post-67459","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuern-recht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67459"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67459\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}