{"id":67757,"date":"2022-07-13T11:51:24","date_gmt":"2022-07-13T09:51:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=67757"},"modified":"2026-07-10T11:57:03","modified_gmt":"2026-07-10T09:57:03","slug":"ungarn-blockiert-globales-steuerabkommen-eu-parlament-kritisiert-nationale-vetos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/ungarn-blockiert-globales-steuerabkommen-eu-parlament-kritisiert-nationale-vetos\/","title":{"rendered":"Ungarn blockiert globales Steuerabkommen: EU-Parlament kritisiert nationale Vetos"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Abgeordneten des EU-Parlaments kritisieren, dass L\u00e4nder ihr Vetorecht in Steuerfragen missbrauchen und fordern eine Wiederaufnahme der Debatte zur schrittweisen Einf\u00fchrung von Mehrheitsentscheidungen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entschlie\u00dfung, die am 06.07.2022 mit 450 Stimmen gegen 132 und 55 Enthaltungen angenommen wurde, rundet die Debatte ab, die w\u00e4hrend der Plenartagung im Juni stattfand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Darin hei\u00dft es, dass die von Ungarn vorgebrachten Forderungen, seine Blockade des internationalen Abkommens \u00fcber einen globalen Mindeststeuersatz f\u00fcr multinationale Unternehmen aufzuheben, \u201ein dem internationalen Abkommen bereits weitgehend ber\u00fccksichtigt wurden\u201c, und fordert Ungarn auf, \u201eseine Blockade unverz\u00fcglich aufzugeben\u201c. Die Resolution fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten au\u00dferdem auf, \u201ekeine politischen Verhandlungen mit Mitgliedstaaten zu f\u00fchren\u201c und \u201evon der Billigung des ungarischen nationalen Aufbau- und Resilienzplans abzusehen, bis Ungarn alle in der Verordnung festgelegten Kriterien vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt hat\u201c. Sollte Ungarn auf seinem Veto beharren, sollten alternative Optionen gepr\u00fcft werden, um die Verpflichtungen der EU zu erf\u00fcllen, einschlie\u00dflich des m\u00f6glichen Einsatzes einer \u201everst\u00e4rkten Zusammenarbeit\u201c, so die Abgeordneten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Entschlie\u00dfung hei\u00dft es weiter, dass die bestehenden internationalen Steuervorschriften \u201eweitgehend veraltet und nicht geeignet sind, um der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft gerecht zu werden und Steuerhinterziehung und \u2011vermeidung wirksam einzud\u00e4mmen\u201c und zu \u201enicht hinnehmbaren\u201c Wettbewerbsvorteilen f\u00fcr multinationale Unternehmen gegen\u00fcber KMU f\u00fchren und den EU-Binnenmarkt verzerren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Abgeordneten weisen die Mitgliedstaaten darauf hin, dass die einstimmige Beschlussfassung, wie in den Vertr\u00e4gen verankert, \u201emit einem sehr hohen Ma\u00df an Verantwortung einhergehen und im Einklang mit dem Grundsatz der loyalen Zusammenarbeit\u201c stehen muss. Langfristig sollten die Mitgliedstaaten den Mehrwert des \u00dcbergangs zur Beschlussfassung mit qualifizierter Mehrheit in Betracht ziehen, und die Kommission sollte die Idee der schrittweisen Einf\u00fchrung von Mehrheitsentscheidungen in Steuerangelegenheiten wieder aufgreifen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: EU-Parlament, Pressemitteilung vom 06.07.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Abgeordneten des EU-Parlaments kritisieren, dass L\u00e4nder ihr Vetorecht in Steuerfragen missbrauchen und fordern eine Wiederaufnahme der Debatte zur schrittweisen Einf\u00fchrung von Mehrheitsentscheidungen. Die Entschlie\u00dfung, die am 06.07.2022 mit 450 Stimmen gegen 132 und 55 Enthaltungen angenommen wurde, rundet die Debatte ab, die w\u00e4hrend der Plenartagung im Juni stattfand. 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