{"id":68433,"date":"2022-08-30T11:53:20","date_gmt":"2022-08-30T09:53:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=68433"},"modified":"2022-08-30T11:53:20","modified_gmt":"2022-08-30T09:53:20","slug":"gericht-droht-gesundheitsministerium-zwangsgeld-wegen-ausstehender-presseauskunft-zu-maskenbeschaffungen-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/gericht-droht-gesundheitsministerium-zwangsgeld-wegen-ausstehender-presseauskunft-zu-maskenbeschaffungen-an\/","title":{"rendered":"Gericht droht Gesundheitsministerium Zwangsgeld wegen ausstehender Presseauskunft zu Maskenbeschaffungen an"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wegen einer ausstehenden Presseauskunft zu Maskenbeschaffungen hat das Verwaltungsgericht K\u00f6ln dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) ein Zwangsgeld in H\u00f6he von 5.000 Euro angedroht. Es gab damit dem Vollstreckungsantrag eines Zeitungsverlags statt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Ausgangsverfahren hatte das Oberverwaltungsgericht f\u00fcr das Land Nordrhein-Westfalen in M\u00fcnster das BMG mit einem Eilbeschluss vom 29. Juli 2022 verpflichtet, dem Zeitungsverlag die Frage zu beantworten, \u201eauf wessen Veranlassung im Gesundheitsministerium\u201c akzeptiert worden sei, dass eine namentlich benannte Firma \u201elange nach dem 30. April 2020 anliefern konnte und diese gleichwohl bezahlt wurde?\u201c. Das BMG antwortete hierauf zuletzt, dass dies auf Entscheidungen beruhe, die u. a. von \u201edem Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit unter Wahrung der vorgesehenen Zust\u00e4ndigkeiten im Bundesministerium\u201c getroffen worden seien. Weil die Antragstellerin damit ihre Frage nicht beantwortet sah, stellte sie beim Verwaltungsgericht K\u00f6ln am 22. August 2022 einen Vollstreckungsantrag. Das BMG vertrat in dem Verfahren die Ansicht, die Frage beantwortet zu haben; anderenfalls sei die Auskunftspflicht unklar und daher nicht vollstreckungsf\u00e4hig.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem ist das Gericht mit seinem Vollstreckungsbeschluss vom 24. August 2022 nicht gefolgt. Zur Begr\u00fcndung hat es ausgef\u00fchrt: Die Verpflichtung zur Beantwortung der Frage ist hinreichend bestimmt. Die Frage zielt ersichtlich auf die Benennung derjenigen Person\/en ab, auf deren Veranlassung akzeptiert wurde, dass die besagte Firma lange nach dem 30. April 2020 anliefern konnte und diese gleichwohl bezahlt wurde. Jedenfalls ist unter Heranziehung der Gr\u00fcnde des zu vollstreckenden Beschlusses erkennbar, dass Inhalt der begehrten Auskunft sei, auf wen die erfragte Veranlassung innerhalb des Ministeriums zur\u00fcckgeht. Diese Auskunft hat das BMG bislang mit dem blo\u00dfen Verweis auf die Wahrung der vorgesehenen Zust\u00e4ndigkeiten nicht erteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen den Beschluss kann das BMG Beschwerde einlegen, \u00fcber die das Oberverwaltungsgericht in M\u00fcnster entscheiden w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: VG K\u00f6ln, Pressemitteilung vom 25.08.2022 zum Beschluss 6 M 63\/22 vom 24.08.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wegen einer ausstehenden Presseauskunft zu Maskenbeschaffungen hat das Verwaltungsgericht K\u00f6ln dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) ein Zwangsgeld in H\u00f6he von 5.000 Euro angedroht. Es gab damit dem Vollstreckungsantrag eines Zeitungsverlags statt. Im Ausgangsverfahren hatte das Oberverwaltungsgericht f\u00fcr das Land Nordrhein-Westfalen in M\u00fcnster das BMG mit einem Eilbeschluss vom 29. 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