{"id":68598,"date":"2022-09-11T10:20:57","date_gmt":"2022-09-11T08:20:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=68598"},"modified":"2022-09-11T10:20:57","modified_gmt":"2022-09-11T08:20:57","slug":"erhoehung-des-mindestlohns-laesst-preise-steigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/erhoehung-des-mindestlohns-laesst-preise-steigen\/","title":{"rendered":"Erh\u00f6hung des Mindestlohns l\u00e4sst Preise steigen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Erh\u00f6hung des Mindestlohns zum 1. Oktober bringt viele Unternehmen dazu, ihre Preise zu erh\u00f6hen. Das ist ein Ergebnis der ifo Konjunkturumfrage. Sie betrifft Unternehmen in fast allen Wirtschaftszweigen. 30,7 Prozent der teilnehmenden Firmen besch\u00e4ftigen Mitarbeiter f\u00fcr weniger als 12 Euro pro Stunde. 58,3 Prozent planen als Reaktion, ihre Preise hochzusetzen. \u201eDas d\u00fcrfte die ohnehin schon gro\u00dfe Inflation weiter antreiben\u201c, sagt ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Die Regierung erh\u00f6ht den Mindestlohn zum 1. Oktober von 10,45 auf 12 Euro pro Stunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit sind Preiserh\u00f6hungen die am h\u00e4ufigsten genannte Folge. Nur 12,7 Prozent der betroffenen Unternehmen planen aufgrund der Erh\u00f6hung Stellen abzubauen. 82,7 Prozent wollen die Zahl der Besch\u00e4ftigten gleich halten, und 5,1 Prozent m\u00f6chten sie sogar erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die durchschnittliche Arbeitszeit der Besch\u00e4ftigten wollen 18,3 Prozent der betroffenen Unternehmen verringern, 17,6 Prozent denken \u00fcber K\u00fcrzungen bei zus\u00e4tzlichen Lohnbestandteilen wie Sonderzahlungen, Boni und geldwerten Vorteilen nach. Au\u00dferdem wollen die betroffenen Unternehmen ihre Investitionen sowie Fortbildungs- und Qualifizierungsma\u00dfnahmen eher zur\u00fcckschrauben (21,3 Prozent und 11,1 Prozent) als ausbauen (4,7 Prozent und 5,0 Prozent). \u201eDie gro\u00dfe Mehrheit der betroffenen Unternehmen plant demnach nicht, die teurer gewordenen Arbeitskr\u00e4fte durch Kapital zu ersetzen oder in das Wissen der Besch\u00e4ftigten zu investieren, um deren Produktivit\u00e4t zu steigern\u201c, sagt Link.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Befragte vermuten, dass sich ihre Einkaufspreise in Folge der Mindestlohnanhebung erh\u00f6hen werden. Von den direkt betroffenen Unternehmen erwartet dies knapp die H\u00e4lfte (49,4 Prozent), unter den nicht direkt betroffenen Unternehmen bel\u00e4uft sich dieser Anteil auf 29 Prozent. Ferner rechnen 52,8 Prozent mit schrumpfenden Gewinnen, 32,4 Prozent mit abnehmender Wettbewerbsf\u00e4higkeit, und 23,3 Prozent mit weniger Nachfrage als Folge der Mindestlohnerh\u00f6hung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie stark die Unternehmen von der Anhebung des Mindestlohnes betroffen sind, unterscheidet sich stark nach Regionen. In Westdeutschland besch\u00e4ftigen bisher 29,1 Prozent der teilnehmenden Unternehmen zu weniger als 12 Euro pro Stunde, im Osten jedoch 39,9 Prozent. Unterschiede gibt es auch zwischen den Branchen: In der Gastronomie sind 78,0 Prozent der befragten Firmen betroffen, im Beherbergungssektor 65,1 Prozent der Betriebe. In der Zeitarbeit bezahlen derzeit 63,5 Prozent der Firmen unter dem neuen Mindestlohn, im Landverkehr 46,7. \u00dcberdurchschnittlich betroffen sind auch der Einzelhandel mit 57,9 Prozent, die Textilindustrie mit 71,9 Prozent und die Nahrungs- und Genussmittelindustrie mit 61,4 Prozent der Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Anhebung des Mindestlohnes und den geplanten Reaktionen der Unternehmen darauf stellte das ifo im Juni 2022 Sonderfragen in den Konjunkturumfragen. Sie wurden von 6.900 Unternehmen beantwortet.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: ifo Institut, Pressemitteilung vom 09.09.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erh\u00f6hung des Mindestlohns zum 1. Oktober bringt viele Unternehmen dazu, ihre Preise zu erh\u00f6hen. Das ist ein Ergebnis der ifo Konjunkturumfrage. 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