{"id":68981,"date":"2022-10-15T13:04:47","date_gmt":"2022-10-15T11:04:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=68981"},"modified":"2022-10-15T13:04:47","modified_gmt":"2022-10-15T11:04:47","slug":"inflationsrate-im-september-2022-bei-100","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-september-2022-bei-100\/","title":{"rendered":"Inflationsrate im September 2022 bei +10,0 %"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Vor allem Energie- und Nahrungsmittelpreise sorgen f\u00fcr neuen H\u00f6chststand<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbraucherpreisindex, September 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+10,0 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><li>+1,9 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Harmonisierter Verbraucherpreisindex, September 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+10,9 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><li>+2,2 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Inflationsrate in Deutschland \u2212 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat \u2013 lag im September 2022 bei +10,0 %. Die Inflationsrate hat sich damit nach +7,9 % im August 2022 sprunghaft erh\u00f6ht und verweilt seit sieben Monaten oberhalb von 7 %. \u201eDie Inflationsrate erreichte mit +10,0 % einen neuen H\u00f6chststand im vereinigten Deutschland.\u201c sagt Dr. Georg Thiel, Pr\u00e4sident des Statistischen Bundesamtes und erkl\u00e4rt: \u201eHauptursachen f\u00fcr die hohe Inflation sind nach wie vor enorme Preiserh\u00f6hungen bei den Energieprodukten. Aber wir beobachten zunehmend auch Preisanstiege bei vielen anderen G\u00fctern, besonders bei den Nahrungsmitteln. Zudem haben das Auslaufen von 9-Euro-Ticket und Tankrabatt den Preisauftrieb im September 2022 verst\u00e4rkt. Diese zeitlich begrenzten Ma\u00dfnahmen des zweiten Entlastungspakets hatten sich von Juni bis August 2022 d\u00e4mpfend auf die Gesamtteuerung ausgewirkt.\u201c Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im September 2022 gegen\u00fcber August 2022 deutlich um 1,9 %.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"auslaufen-der-entlastungsma%c3%9fnahmen-verst%c3%a4rkt-den-preisauftrieb\">Auslaufen der Entlastungsma\u00dfnahmen verst\u00e4rkt den Preisauftrieb<\/h2>\n\n\n\n<p>Neben dem Anstieg der Preise f\u00fcr alle Energieprodukte infolge der Kriegs- und Krisensituation beeinflussen Lieferengp\u00e4sse und deutliche Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen die Inflationsrate. Dadurch verteuerten sich auch andere Waren und Dienstleistungen, insbesondere erneut viele Nahrungsmittel.<\/p>\n\n\n\n<p>Im September 2022 sind mit 9-Euro-Ticket und Tankrabatt zudem zwei befristete Ma\u00dfnahmen des zweiten Entlastungspakets ausgelaufen, dadurch wurde der Preisauftrieb insgesamt beschleunigt. Nach Inkrafttreten der Entlastungsma\u00dfnahmen im Juni 2022 hatte das Statistische Bundesamt den d\u00e4mpfenden Effekt der Entlastungsma\u00dfnahmen auf den Verbraucherpreisindex auf etwa einen Prozentpunkt gesch\u00e4tzt. Im September 2022 zeigte sich das Auslaufen der Entlastungsma\u00dfnahmen im Bereich Verkehr an den wieder gestiegenen Preisen f\u00fcr Tickets im \u00f6ffentlichen Regional- und Personennahverkehr sowie f\u00fcr Kraftstoffe. Die Preiserh\u00f6hung im Verkehr gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat lag im September 2022 bei +14,0 %, nach +3,7 % im August 2022 (Juli: +5,4 %; Juni: +8,3 %).Im Mai 2022, vor Inkrafttreten der Entlastungsma\u00dfnahmen, hatte sie bei +16,3 % gelegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"energieprodukte-binnen-jahresfrist-um-439-teurer\">Energieprodukte binnen Jahresfrist um 43,9 % teurer<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Energieprodukte lagen im September 2022 um 43,9 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats (August 2022: +35,6 %). Haushaltsenergie verteuerte sich mit +51,8 % besonders stark: So haben sich die Preise f\u00fcr leichtes Heiz\u00f6l binnen Jahresfrist mit +108,4 % mehr als verdoppelt, die Teuerung f\u00fcr Erdgas betrug +95,1 %. Die Preise f\u00fcr Strom erh\u00f6hten sich um 21,0 %, die Abschaffung der EEG-Umlage seit Juli 2022 federte die Strompreiserh\u00f6hung nur leicht ab. Die Teuerung f\u00fcr Kraftstoffe lag im September 2022 bei +30,5 %, nach +16,5 % im August 2022 (Juli 2022: +23,0 %; Juni 2022: +33,2 %). Im Mai 2022, vor Inkrafttreten des Tankrabatts, hatte die Teuerung f\u00fcr Kraftstoffe bei +41,0 % gelegen. Das Auslaufen der abgesenkten Mineral\u00f6lsteuer d\u00fcrfte jedoch nur ein Grund f\u00fcr die kr\u00e4ftige Preiserh\u00f6hung bei Kraftstoffen sein. Ursachen f\u00fcr die teuren Energieprodukte sind insbesondere die starken Anstiege der internationalen Einkaufspreise.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"nahrungsmittel-verteuerten-sich-binnen-jahresfrist-um-187\">Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist um 18,7 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel erh\u00f6hten sich im September 2022 um 18,7 % gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat und damit st\u00e4rker als die Gesamtteuerung. Insgesamt hat sich der Preisauftrieb hierf\u00fcr seit Jahresbeginn sukzessive verst\u00e4rkt (August: +16,6 %). Erneut wurden im September 2022 bei allen Nahrungsmittelgruppen Preiserh\u00f6hungen beobachtet: Erheblich teurer wurden Speisefette und Speise\u00f6le (+49,0 %) sowie Molkereiprodukte und Eier (+29,1 %). Auch f\u00fcr Fleisch und Fleischwaren (+19,5 %) sowie f\u00fcr Brot und Getreideerzeugnisse (+18,5 %) erh\u00f6hten sich die Preise f\u00fcr Verbraucherinnen und Verbraucher sp\u00fcrbar.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"inflationsrate-ohne-energie-und-nahrungsmittel-bei-46\">Inflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel bei +4,6 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Im September 2022 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +6,0 %. Wie stark aktuell zudem die Nahrungsmittelpreise Einfluss auf die Gesamtteuerungsrate nehmen, zeigt sich an der Inflationsrate ohne Ber\u00fccksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln: Sie lag deutlich niedriger bei +4,6 % und damit nicht einmal halb so hoch wie die Gesamtinflationsrate.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"waren-verteuerten-sich-gegen%c3%bcber-september-2021-um-172\">Waren verteuerten sich gegen\u00fcber September 2021 um 17,2 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Waren insgesamt erh\u00f6hten sich im September 2022 gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 17,2 %. Verbrauchsg\u00fcter, zu denen unter anderem Energie und Nahrungsmittel geh\u00f6ren, verteuerten sich merklich um 23,3 %. Die Preise von Gebrauchsg\u00fctern stiegen um 5,9 % (darunter M\u00f6bel und Leuchten: +9,1 %; Fahrzeuge: +9,0 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"dienstleistungen-verteuern-sich-binnen-jahresfrist-nur-um-36\">Dienstleistungen verteuern sich binnen Jahresfrist nur um 3,6 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Dienstleistungen insgesamt lagen im September 2022 um 3,6 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. Darunter verteuerten sich die Nettokaltmieten um 1,8 %, die aufgrund des gro\u00dfen Anteils an den Konsumausgaben der privaten Haushalte stark ins Gewicht fallen. Deutlicher erh\u00f6hten sich die Preise f\u00fcr Wartung und Reparatur von Wohnungen und Wohnh\u00e4usern (+13,9 %), Pauschalreisen (+10,4 %) sowie Gastst\u00e4ttendienstleistungen (+8,5 %). Zudem fielen durch das Auslaufen des 9-Euro-Tickets die Preisentlastungen im \u00f6ffentlichen Regional- und Personennahverkehr weg: Binnen Jahresfrist verteuerten sich im September 2022 nun wieder die Preise sowohl f\u00fcr die Bahntickets im Nahverkehr (+2,4 %) als auch f\u00fcr die kombinierten Tickets f\u00fcr Bahn, Bus und \u00c4hnliches (+1,9 %). Hingegen waren nur wenige Dienstleistungen g\u00fcnstiger, beispielsweise Telekomunikation (-1,5 %) und die Leistungen sozialer Einrichtungen (-1,4 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"im-vormonatsvergleich-wird-der-sprunghafte-preisanstieg-durch-den-wegfall-des-9-euro-tickets-und-des-tankrabatts-sichtbar\">Im Vormonatsvergleich wird der sprunghafte Preisanstieg durch den Wegfall des 9-Euro-Tickets und des Tankrabatts sichtbar<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zum August 2022 stieg der Verbraucherpreisindex im September 2022 deutlich um 1,9 %. Sprunghaft erh\u00f6hten sich die Preise f\u00fcr die Tickets der Bahn im Nahverkehr (+82,5 %) sowie f\u00fcr den kombinierten Personenverkehr (+175,3 %) durch das Auslaufen des 9- Euro-Tickets. Die Energiepreise insgesamt stiegen um 6,9 %. Insbesondere stiegen hier die Preise f\u00fcr Kraftstoffe (+12,5 %) verst\u00e4rkt durch den Wegfall des Tankrabatts. Bei der Haushaltsenergie stiegen vor allem die Gaspreise um 6,7 %. Dar\u00fcber hinaus mussten die privaten Haushalte mehr f\u00fcr Nahrungsmittel bezahlen (+1,8 %, darunter Gem\u00fcse: +3,9 %; Molkereiprodukte: +2,2 %). Hinzu kamen im September 2022 saisonale Preisschwankungen: Hier standen insbesondere den gestiegenen Preisen f\u00fcr Bekleidungsartikel (+5,7 %) Preisr\u00fcckg\u00e4nge bei Pauschalreisen (-10,9 %) gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13.10.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor allem Energie- und Nahrungsmittelpreise sorgen f\u00fcr neuen H\u00f6chststand Verbraucherpreisindex, September 2022 +10,0 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) +1,9 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Harmonisierter Verbraucherpreisindex, September 2022 +10,9 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) +2,2 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Die Inflationsrate in Deutschland \u2212 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-september-2022-bei-100\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Inflationsrate im September 2022 bei +10,0 %<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68981"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68981"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68981\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68981"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68981"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68981"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}