{"id":69292,"date":"2022-11-11T17:40:40","date_gmt":"2022-11-11T15:40:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=69292"},"modified":"2022-11-11T17:40:40","modified_gmt":"2022-11-11T15:40:40","slug":"inflationsrate-im-oktober-2022-bei-104","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-oktober-2022-bei-104\/","title":{"rendered":"Inflationsrate im Oktober 2022 bei +10,4 %"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Vor allem steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise sorgen f\u00fcr neuen H\u00f6chststand<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbraucherpreisindex, Oktober 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+10,4 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><li>+0,9 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Oktober 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+11,6 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><li>+1,1 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Inflationsrate in Deutschland \u2212 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat \u2013 lag im Oktober 2022 bei +10,4 %. Die Inflationsrate hat sich damit nach +10,0 % im September 2022 erneut erh\u00f6ht. \u201eDie Inflationsrate erreichte mit +10,4 % einen neuen H\u00f6chststand im vereinigten Deutschland,\u201c sagt Dr. Georg Thiel, Pr\u00e4sident des Statistischen Bundesamtes, und erkl\u00e4rt: \u201eHauptursachen f\u00fcr die hohe Inflation sind nach wie vor enorme Preiserh\u00f6hungen bei den Energieprodukten. Aber wir beobachten zunehmend auch Preisanstiege bei vielen anderen Waren und Dienstleistungen. Besonders sp\u00fcrbar f\u00fcr die privaten Haushalte sind mittlerweile die steigenden Preise f\u00fcr Nahrungsmittel.\u201c Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Oktober 2022 gegen\u00fcber September 2022 um 0,9 %.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"sondereffekte-infolge-der-kriegs-und-krisensituation-verst%c3%a4rkten-weiterhin-den-preisauftrieb\">Sondereffekte infolge der Kriegs- und Krisensituation verst\u00e4rkten weiterhin den Preisauftrieb<\/h2>\n\n\n\n<p>Neben dem Anstieg der Preise f\u00fcr alle Energieprodukte infolge der Kriegs- und Krisensituation beeinflussen Lieferengp\u00e4sse und deutliche Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen die Inflationsrate. Dadurch verteuerten sich erneut auch andere Waren und Dienstleistungen, insbesondere viele Nahrungsmittel.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem sind zum September 2022 mit 9-Euro-Ticket und Tankrabatt zwei befristete Ma\u00dfnahmen des zweiten Entlastungspakets ausgelaufen. Dadurch wurde der Preisauftrieb insgesamt bereits im letzten Monat beschleunigt und die Inflationsrate stieg sprunghaft auf 10,0 %. Die ersten Ma\u00dfnahmen des dritten Entlastungspakets wurden nun umgesetzt. Unter anderem wurde im Oktober 2022 die Umsatzsteuer f\u00fcr Erdgaslieferungen und Fernw\u00e4rme von 19 auf 7 % gesenkt. Dies wirkte sich d\u00e4mpfend auf die Teuerung der Energieprodukte aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"energieprodukte-binnen-jahresfrist-um-430-teurer\">Energieprodukte binnen Jahresfrist um 43,0 % teurer<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Energieprodukte lagen im Oktober 2022 trotz der Entlastungsma\u00dfnahmen um 43,0 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats (September 2022: +43,9 %). Haushaltsenergie verteuerte sich mit +55,0 % besonders stark: So haben sich die Preise f\u00fcr Erdgas mit +109,8 % mehr als verdoppelt, die Teuerung f\u00fcr Fernw\u00e4rme betrug +35,6 %. Die gesunkene Umsatzsteuer f\u00fcr Erdgas und Fernw\u00e4rme von 19 auf 7 % aus dem dritten Entlastungspaket wurde damit durch die erneuten Preisanstiege bei Erdgas und Fernw\u00e4rme \u00fcberkompensiert und konnte diese Preisanstiege nur abmildern. Auch das Heizen mit anderen Energietr\u00e4gern wurde teurer: Die Preise f\u00fcr Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe erh\u00f6hten sich um 108,1 %, die Preise f\u00fcr leichtes Heiz\u00f6l lagen um 82,8 % \u00fcber dem Vorjahresmonat. Strom verteuerte sich um 26,0 %.Nicht nur f\u00fcr die Haushaltsenergie, auch f\u00fcr Kraftstoffe mussten die Verbraucher deutlich mehr bezahlen (+22,3 %). Wesentliche Ursache f\u00fcr die teuren Energieprodukte insgesamt sind die starken Anstiege der internationalen Einkaufspreise. Zudem wirkte sich die zu Jahresbeginn gestiegene CO2-Abgabe (von 25 auf 30 Euro pro Tonne) weiterhin auf die Preise der Energieprodukte aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"nahrungsmittel-verteuerten-sich-binnen-jahresfrist-um-203\">Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist um 20,3 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel erh\u00f6hten sich im Oktober 2022 um 20,3 % gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat, damit war hier der Preisanstieg fast doppelt so hoch wie die Gesamtteuerung. Insgesamt hat sich der Preisauftrieb f\u00fcr Nahrungsmittel seit Jahresbeginn sukzessive verst\u00e4rkt (September 2022: +18,7 %). Erneut wurden im Oktober 2022 bei allen Nahrungsmittelgruppen Preiserh\u00f6hungen beobachtet: Erheblich teurer wurden Speisefette und Speise\u00f6le (+49,7 %), deutlich sp\u00fcrbare Anstiege gab es auch bei f\u00fcr Molkereiprodukten und Eiern (+28,9 %), Gem\u00fcse (+23,1 %) sowie Brot und Getreideerzeugnissen (+19,8 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"inflationsrate-ohne-energie-und-nahrungsmittel-bei-50\">Inflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel bei +5,0 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Oktober 2022 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +6,5 %. Wie stark aktuell die Nahrungsmittelpreise Einfluss auf die Gesamtteuerungsrate nehmen, zeigt sich an der Inflationsrate ohne Ber\u00fccksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln: Sie lag deutlich niedriger bei +5,0 % und damit nicht einmal halb so hoch wie die Gesamtinflationsrate.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"waren-verteuerten-sich-gegen%c3%bcber-oktober-2021-um-178\">Waren verteuerten sich gegen\u00fcber Oktober 2021 um 17,8 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Waren insgesamt erh\u00f6hten sich im Oktober 2022 gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 17,8 %. Verbrauchsg\u00fcter, zu denen unter anderem Energie und Nahrungsmittel geh\u00f6ren, verteuerten sich merklich um 23,8 %. Die Preise von Gebrauchsg\u00fctern stiegen um 6,7 % (darunter M\u00f6bel und Leuchten: +9,8 %; Fahrzeuge: +9,0 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"dienstleistungen-verteuern-sich-binnen-jahresfrist-nur-um-40\">Dienstleistungen verteuern sich binnen Jahresfrist nur um 4,0 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Dienstleistungen insgesamt lagen im Oktober 2022 um 4,0 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. Darunter verteuerten sich die Nettokaltmieten um 1,8 %, die aufgrund des gro\u00dfen Anteils an den Konsumausgaben der privaten Haushalte stark ins Gewicht fallen. Deutlicher erh\u00f6hten sich die Preise f\u00fcr Wartung und Reparatur von Wohnungen (+14,8 %), Pauschalreisen (+12,3 %)sowie Gastst\u00e4ttendienstleistungen (+8,8 %). Zudem fielen durch das Auslaufen des 9-Euro-Tickets bereits im September 2022 die Preisentlastungen im \u00f6ffentlichen Regional- und Personennahverkehr weg: Binnen Jahresfrist verteuerten sich im Oktober 2022 die Preise sowohl f\u00fcr die Bahntickets im Nahverkehr (+2,5 %) als auch f\u00fcr die kombinierten Tickets f\u00fcr Bahn, Bus und \u00c4hnliches (+2,0 %). Hingegen waren nur wenige Dienstleistungen g\u00fcnstiger, beispielsweise Telekomunikation (-1,4 %) und die Leistungen sozialer Einrichtungen (-0,7 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"im-vormonatsvergleich-zogen-energiepreise-um-34-und-nahrungsmittelpreise-um-13-an\">Im Vormonatsvergleich zogen Energiepreise um 3,4% und Nahrungsmittelpreise um 1,3 % an<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zum September 2022 stieg der Verbraucherpreisindex im Oktober 2022 um 0,9 %. Die Energie insgesamt verteuerte sich um 3,4 %. Preise f\u00fcr die Haushaltsenergie erh\u00f6hten sich um 5,3 %; teurer wurden trotz der Senkung der Umsatzsteuer erneut Erdgas (+9,2 %) und Fernw\u00e4rme (+2,3 %). Dagegen gingen die Preise f\u00fcr Kraftstoffe leicht zur\u00fcck (-0,8 %), bleiben aber auf hohem Niveau. F\u00fcr die einzelnen Kraftstoffsorten wurden gegens\u00e4tzliche Preisentwicklungen ermittelt: Superbenzin war zum Beispiel 1,6 % billiger, aber Dieselkraftstoff 0,9 % teurer als im Vormonat. Dar\u00fcber hinaus mussten die privaten Haushalte insbesondere erneut mehr f\u00fcr Nahrungsmittel bezahlen (+1,3 %, darunter Gem\u00fcse: +5,3 %; Zucker, Marmelade, Honig und andere S\u00fc\u00dfwaren: +2,4 %). Hinzu kamen im Oktober 2022 saisonale Preisschwankungen: Hier standen den gestiegenen Preisen f\u00fcr Schuhe (+3,4 %) und Bekleidungsartikel (+2,3 %) Preisr\u00fcckg\u00e4nge bei Pauschalreisen (-3,0 %) gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 11.11.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor allem steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise sorgen f\u00fcr neuen H\u00f6chststand Verbraucherpreisindex, Oktober 2022 +10,4 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) +0,9 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Oktober 2022 +11,6 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) +1,1 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Die Inflationsrate in Deutschland \u2212 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-oktober-2022-bei-104\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Inflationsrate im Oktober 2022 bei +10,4 %<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69292"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69292"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69292\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69292"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69292"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69292"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}