{"id":69929,"date":"2022-12-18T14:38:52","date_gmt":"2022-12-18T12:38:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=69929"},"modified":"2022-12-18T14:38:52","modified_gmt":"2022-12-18T12:38:52","slug":"solidaritaetsbeitrag-fuer-fossile-energieunternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/solidaritaetsbeitrag-fuer-fossile-energieunternehmen\/","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4tsbeitrag f\u00fcr fossile Energieunternehmen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Abgabe erfasst&nbsp;\u00dcbergewinne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr fossile Energieunternehmen, die von der kriegsbedingten Preisentwicklung besonders stark profitieren, wird ein sogenannter EU-Energiekrisenbeitrag eingef\u00fchrt. Hierbei handelt es sich um eine Abgabe im Rahmen der Europ\u00e4ischen Gemeinschaften. Den verbindlichen Rahmen daf\u00fcr setzt die EU-Verordnung \u00fcber \u201eNotfallma\u00dfnahmen als Reaktion auf die hohen Energiepreise\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besagter Beitrag soll f\u00fcr 2022 und 2023 erhoben werden. Erfasst werden sollen die Gewinne aus den Jahren 2022 und 2023, die mehr als 20 Prozent \u00fcber dem Durchschnittsgewinn von 2018 bis 2021 liegen. Der Beitragssatz entspricht mit 33 Prozent dem Minimalsatz der EU-Verordnung. Der Beitrag ist nicht als Betriebsausgabe bei der Einkommen- und K\u00f6rperschaftsteuer abziehbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>Steuermehreinnahmen aus dem EU-Energiekrisenbeitrag<\/strong> werden f\u00fcr die zwei Jahre auf insgesamt ein bis drei Milliarden Euro gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-besteuerung-des-dezember-abschlags\">Besteuerung des Dezember-Abschlags<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem soll der finanzielle Vorteil aus den Dezember-Abschlagszahlungen f\u00fcr Gas und W\u00e4rme besteuert werden. Diese Regelung wurde mittels \u00c4nderungsantrag der Koalitionsfraktionen ebenfalls in das <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/jahressteuergesetz-2022-2125578\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jahressteuergesetz 2022<\/a> aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Infolge der hohen Energiepreise erhalten Gas- und W\u00e4rmekunden eine <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/themen\/entlastung-fuer-deutschland\/soforthilfe-dezember-2139268\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">staatliche Soforthilfe<\/a>. Im Dezember 2022 \u00fcbernimmt der Bund die Abschlagszahlungen. Als Beitrag zur sozialen Ausgewogenheit soll dieser Vorteil besteuert werden. Die Versteuerung erfolgt im Jahr der Endabrechnung \u2013 also in dem auf das Verbrauchsjahr folgende Steuerjahr 2023.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Besteuerung trifft ausschlie\u00dflich Soli-Zahler; eine Freigrenze stellt dies sicher. An diese Freigrenze schlie\u00dft sich eine \u201eEinstiegsphase\u201c in die Besteuerung an, in deren Verlauf diese aufw\u00e4chst. Dadurch wird ein sog. Fallbeileffekt vermieden; damit gemeint ist eine sofortige Vollbesteuerung, wenn die Freigrenze nur geringf\u00fcgig \u00fcberschritten wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>Steuermehreinnahmen bei Einkommensteuer und Solidarit\u00e4tszuschlag<\/strong> werden auf j\u00e4hrlich 850 Millionen Euro gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: Bundesregierung, Mitteilung vom 16.12.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abgabe erfasst&nbsp;\u00dcbergewinne F\u00fcr fossile Energieunternehmen, die von der kriegsbedingten Preisentwicklung besonders stark profitieren, wird ein sogenannter EU-Energiekrisenbeitrag eingef\u00fchrt. Hierbei handelt es sich um eine Abgabe im Rahmen der Europ\u00e4ischen Gemeinschaften. 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