{"id":70062,"date":"2023-01-08T14:27:20","date_gmt":"2023-01-08T12:27:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=70062"},"modified":"2023-01-08T14:27:20","modified_gmt":"2023-01-08T12:27:20","slug":"hinweisgeberschutz-dstv-bekraeftigt-forderung-nach-gleichbehandlung-mit-rechtsanwaelten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/hinweisgeberschutz-dstv-bekraeftigt-forderung-nach-gleichbehandlung-mit-rechtsanwaelten\/","title":{"rendered":"Hinweisgeberschutz \u2013 DStV bekr\u00e4ftigt Forderung nach Gleichbehandlung mit Rechtsanw\u00e4lten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Auf seiner letzten Sitzung im Jahr 2022 hat der Deutsche Bundestag das Hinweisgeberschutzgesetz beschlossen. Der DStV kritisiert, dass nach wie vor die geforderte Gleichbehandlung von Steuerberatern und Wirtschaftspr\u00fcfern mit den Rechtsanw\u00e4lten fehlt. Nun muss noch der Bundesrat dem Gesetz zustimmen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bislang sollen nur Rechtsanw\u00e4lte aufgrund ihres Berufsgeheimnisses von den Regelungen zum Hinweisgeberschutz ausgenommen bleiben. Der deutsche Gesetzgeber springt nach Ansicht des Berufsstands allerdings zu kurz, wenn er sich bei der nationalen Umsetzung der sog. EU-Whistleblower-Richtlinie allein auf die Berufsgruppe der Rechtsanw\u00e4lte beschr\u00e4nkt. Er setzt sich damit in einen Widerspruch zum geltenden Berufsrecht. Hier sind Steuerberater, Rechtsanw\u00e4lte und Wirtschaftspr\u00fcfer in gleicher Weise zur unbeschr\u00e4nkten Hilfeleistung in Steuersachen befugt. Der Schutz des Mandatsgeheimnisses darf somit nicht von der zuf\u00e4lligen Frage abh\u00e4ngen, ob die Beratung durch einen Steuerberater oder durch einen Rechtsanwalt erfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gesetzliche Korrektur hatte insoweit auch die CDU\/CSU-Bundestagsfraktion in letzter Minute in einem entsprechenden Entschlie\u00dfungsantrag gefordert, der allerdings in der abschlie\u00dfenden Abstimmung im Parlament keine Mehrheit fand. Damit das Hinweisgeberschutzgesetz in Kraft treten kann, ist noch die Zustimmung des Bundesrates erforderlich. Der DStV wird sich gemeinsam mit seinen Mitgliedsverb\u00e4nden nachdr\u00fccklich daf\u00fcr einsetzen, im Rahmen der dortigen Beratungen die dringend erforderliche gesetzliche Anpassung zur Gleichstellung der drei Berufsgruppen in das Hinweisgeberschutzgesetz aufzunehmen. F\u00fcr den Berufsstand geht es dabei um nicht weniger als eine drohende Zwei-Klassen-Steuerberatung zu verhindern. Der DStV wird \u00fcber die weitere Entwicklung berichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: DStV, Mitteilung vom 03.01.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf seiner letzten Sitzung im Jahr 2022 hat der Deutsche Bundestag das Hinweisgeberschutzgesetz beschlossen. Der DStV kritisiert, dass nach wie vor die geforderte Gleichbehandlung von Steuerberatern und Wirtschaftspr\u00fcfern mit den Rechtsanw\u00e4lten fehlt. Nun muss noch der Bundesrat dem Gesetz zustimmen. Bislang sollen nur Rechtsanw\u00e4lte aufgrund ihres Berufsgeheimnisses von den Regelungen zum Hinweisgeberschutz ausgenommen bleiben. 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