{"id":70458,"date":"2023-02-19T18:09:03","date_gmt":"2023-02-19T16:09:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=70458"},"modified":"2023-02-19T18:09:03","modified_gmt":"2023-02-19T16:09:03","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-februar-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-februar-2023\/","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2023"},"content":{"rendered":"\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Zum Jahresende 2022 hat sich die Dynamik der deutschen Wirtschaft sp\u00fcrbar abgeschw\u00e4cht. Im vierten Quartal 2022 ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 % gegen\u00fcber dem Vorquartal zur\u00fcckgegangen. Das Jahresergebnis wurde auf 1,8 % um ein Zehntel nach unten korrigiert. Vor allem der private Konsum und die Investitionen d\u00fcrften sich im vierten Quartal schw\u00e4cher entwickelt haben. Die Industrie wird weiterhin von hoher Unsicherheit und hohen Energiepreisen belastet.<\/li><li>Aktuelle Indikatoren belegen die erwartete wirtschaftliche Abschw\u00e4chung im Winterhalbjahr 2022\/23. Diese d\u00fcrfte aber insgesamt mild ausfallen. Dennoch belasten die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden Preissteigerungen, Unsicherheiten \u00fcber die wirtschaftlichen Perspektiven und steigende Zinsen die konjunkturelle Entwicklung zu Jahresbeginn. Sie sorgen f\u00fcr eine Investitionszur\u00fcckhaltung.<\/li><li>Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich gem\u00e4\u00df ifo Umfragen im Januar weiter aufgehellt. Fast alle Wirtschaftsbereiche waren zuversichtlicher als zuvor. Das ist ein weiteres Indiz daf\u00fcr, dass die wirtschaftliche Abschw\u00e4chung im Winter milde ausfallen d\u00fcrfte.<\/li><li>Die Industrieproduktion erhielt zum Jahresende einen D\u00e4mpfer. Die Automobilindustrie konnte zwar merklich expandieren, aber in anderen Bereichen wie dem Maschinenbau ging die Ausbringung derweil deutlich zur\u00fcck. Bei den Auftragseing\u00e4ngen im Verarbeitenden Gewerbe setzte sich im Dezember indes der seit Februar letzten Jahres zu beobachtende Abw\u00e4rtstrend erst einmal nicht weiter fort.<\/li><li>Das Weihnachtsgesch\u00e4ft ist im Einzelhandel schwach ausgefallen. Die Ums\u00e4tze sind im Dezember gegen\u00fcber dem Vormonat deutlich zur\u00fcckgegangen. Bei der Stimmung unter den Verbrauchern hielt der positive Trend hingegen an.<\/li><li>Die Inflationsrate lag im Januar mit voraussichtlich +8,7 % weiter sp\u00fcrbar unter der 10 %-Marke. Auch auf den vorgelagerten Absatzstufen war in den letzten Monaten in Anbetracht nachlassender Energiepreise eine gewisse Entspannung zu beobachten.<\/li><li>Der Arbeitsmarkt bleibt ungeachtet der wirtschaftlichen Abschw\u00e4chung angespannt. Der Besch\u00e4ftigungsaufbau hat sich zuletzt weiter fortgesetzt, die Zahl der Arbeitslosen fiel saisonbereinigt. Fr\u00fchindikatoren deuten auf eine steigende Einstellungsbereitschaft und eine weiter abnehmende Arbeitslosigkeit hin.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-schwacher-jahresausgang-gedampfte-perspektiven-zu-jahresbeginn\">Schwacher Jahresausgang, ged\u00e4mpfte Perspektiven zu Jahresbeginn<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Schlussquartal 2022 gem\u00e4\u00df der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts gegen\u00fcber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt leicht um 0,2 % zur\u00fcckgegangen. Damit stellte sich die wirtschaftliche Dynamik zum Jahresende etwas schw\u00e4cher dar als zun\u00e4chst angenommen. Entsprechend wurde vom Statistischen Bundesamt auch das BIP-Jahresergebnis 2022 auf 1,8 % korrigiert. Vor allem der private Konsum und die Investitionen d\u00fcrften sich im vierten Quartal schw\u00e4cher entwickelt haben. Bei den privaten Haushalten d\u00e4mpfen die zunehmend sp\u00fcrbaren Preissteigerungen und die damit verbundenen Kaufkraftverluste. Das wirkt sich auch auf die konsumnahen Dienstleistungsbereiche aus. Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven und steigenden Zinsen k\u00f6nnten auch Investitionsprojekte zun\u00e4chst zur\u00fcckgestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lage in der Industrie hat sich zum Jahresende sp\u00fcrbar abgeschw\u00e4cht. Besonders die energieintensiven Branchen drosselten abermals ihre Produktion. Im Baugewerbe d\u00fcrften sich neben der kalten Witterung Mitte Dezember auch die steigenden Zinsen und weiterhin hohen Materialkosten negativ ausgewirkt haben. Positive Signale kommen von den zuletzt gestiegenen Auftragseing\u00e4ngen in der Industrie, die laut Umfragen optimistischeren Gesch\u00e4ftsaussichten in allen Branchen sowie die abnehmenden Materialengp\u00e4sse. Zusammen mit den immer noch gut gef\u00fcllten Auftragsb\u00fcchern deutet dies darauf hin, dass es im Winterhalbjahr 2022\/23 zwar zu einer sp\u00fcrbaren wirtschaftlichen Abschw\u00e4chung kommt, die allerdings nicht gravierend ausfallen d\u00fcrfte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Abk\u00fchlung in der Weltwirtschaft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aktuelle Indikatoren zeigen eine insgesamt schwache Entwicklung des globalen Umfeldes. Der Welthandel nahm im November sp\u00fcrbar um 2,5 % gegen\u00fcber dem Vormonat ab, nachdem es bereits im Oktober zu einer Abnahme um 1,4 % gekommen war. Die weltweite Industrieproduktion verringerte sich um 0,2 % (Oktober: -0,8 %). Die Stimmungsindikatoren am aktuellen Rand sprechen f\u00fcr eine weiterhin verhaltene Entwicklung in den kommenden Monaten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Markanter R\u00fcckgang bei ex- und Importen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der nominale Wert aller Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen hat sich im Berichtsmonat Dezember gegen\u00fcber dem Vormonat deutlich verringert (-4,9 %). Auch die Einfuhren von Waren und Dienstleistungen wiesen in nominaler Rechnung einen starken R\u00fcckgang auf (-5,7 %). Im Gegensatz zu den Vormonaten ist der deutliche R\u00fcckgang bei den Aus- und Einfuhren nicht vorrangig durch die Preisentwicklung getrieben. Die Ausfuhrpreise blieben im Vormonatsvergleich mit einer Ver\u00e4nderungsrate von +0,1 % nahezu konstant, die Einfuhrpreise gaben mit -1,6 % leicht nach. Der gr\u00f6\u00dfte Teil des nominalen R\u00fcckgangs bei den Aus- und Einfuhren d\u00fcrfte daher in realer Rechnung bestehen bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die aktuelle Schw\u00e4che der Weltwirtschaft ist somit im deutschen Au\u00dfenhandel angekommen. Bei den Ausfuhren wurden leichte Gewinne in den Vormonaten durch den schlechten Dezember vollends aufgezehrt. Allerdings bedeuten die weiterhin fallenden Importpreise eine leichte Verbesserung der Terms of Trade der deutschen Volkswirtschaft. Die monatliche Handelsbilanz\u00fcberschuss stieg im Dezember erneut und lag mit 10,6 Mrd. Euro etwas \u00fcber dem Niveau des Vormonats. Auf dem H\u00f6hepunkt der Energiepreiskrise im August hatte die Handelsbilanz noch mit einem negativen Saldo von 1,6 Mrd. Euro abgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ausblick f\u00fcr den Au\u00dfenhandel bleibt aufgrund des weltwirtschaftlichen Abschwungs verhalten. Der Stimmungsindikator von S&amp;P Global legte zwar im Januar zum zweiten Mal in Folge leicht zu, er befindet sich mit 49,8 Punkten jedoch weiterhin knapp unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Im Dienstleistungsbereich war die Stimmung besser als im Verarbeitenden Gewerbe. Die ifo Exporterwartungen konnten im Januar auf niedrigem Niveau leicht zulegen. Sie liegen jetzt bei +4,3 Saldenpunkten. Zum Vergleich: Vor Ausbruch des Kriegs in der Ukraine lag der Index noch bei rund 15 Saldenpunkten. Eine positive Nachricht ist, dass sich die Erholung bei den Materialengp\u00e4ssen weiter fortsetzt. So gaben in der ifo Umfrage vom Dezember nur noch 50,7 % der Unternehmen an, von Knappheiten bei Vorprodukten betroffen zu sein. Im Vormonat waren es noch 59,3 %. Auch die Containerfrachtraten auf der Verbindung Asien \u2013 Europa sind mittlerweile fast wieder auf Vorkrisenniveau gefallen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Industrieproduktion erh\u00e4lt D\u00e4mpfer zum Jahresende, Aussichten aber positiv<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Dezember gegen\u00fcber dem Vormonat sp\u00fcrbar zur\u00fcckgegangen (-3,1 %). Insbesondere der Aussto\u00df im Baugewerbe sank vor allem wegen der kalten Witterung Mitte Dezember kr\u00e4ftig (-8,0 %). In der Industrie kam es zu einem Minus von 2,1 %. Der Bereich Energie und Wasserversorgung war nach einer Erholung im Vormonat wieder r\u00fcckl\u00e4ufig (-2,3 %).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den einzelnen Industriebranchen verlief die Entwicklung der Produktion differenziert: Zwar konnte der gewichtige Bereich Kfz und Kfz-Teile auch im Dezember merklich expandieren (+3,3 %), der \u00e4hnlich gro\u00dfe Maschinenbau ging derweil allerdings deutlich zur\u00fcck (-3,8 %). Die besonders energieintensiven Wirtschaftszweige entwickelten sich am Jahresende unterdurchschnittlich. Insbesondere die Herstellung chemischer Erzeugnisse (-11,2 %) sowie der Bereich Papier und Pappe (-7,6 %) waren stark r\u00fcckl\u00e4ufig. Die Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse konnte hingegen mit +12,9 % kr\u00e4ftig zulegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Auftragseing\u00e4nge im Verarbeitenden Gewerbe sind im Dezember gegen\u00fcber dem Vormonat um 3,2 % gestiegen. Damit setzten die Bestellungen ihren seit Februar letzten Jahres zu beobachtenden Abw\u00e4rtstrend nicht weiter fort. Ohne Gro\u00dfauftr\u00e4ge kam es zu einem leichten R\u00fcckgang um 0,6 %. Insgesamt lagen die Bestellungen zuletzt in arbeitst\u00e4glich bereinigter Rechnung 10,1 % unter ihrem Niveau im Vorjahresmonat. Im Vormonatsvergleich haben sowohl die Inlands- als auch die Auslandsnachfrage zugelegt (+5,7 % bzw. +1,2 %). Besonders kr\u00e4ftig nahmen dabei die Bestellungen aus dem Euroraum mit +9,8 % zu, w\u00e4hrend aus dem Nicht-Euroraum 3,8 % weniger Auftr\u00e4ge eingingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stimmung in der deutschen Industrie hat sich im Januar erneut aufgehellt. Die Gesch\u00e4ftserwartungen waren merklich weniger pessimistisch und die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich. Dies sowie die gut gef\u00fcllten Auftragsb\u00fccher und die abnehmenden Materialengp\u00e4sse deuten auf eine insgesamt recht milde wirtschaftliche Abschw\u00e4chung im Winterhalbjahr hin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einzelhandelsumsatz zuletzt sp\u00fcrbar schw\u00e4cher<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ums\u00e4tze im Einzelhandel ohne Kfz haben sich im Dezember trotz Weihnachtsgesch\u00e4ft gegen\u00fcber dem Vormonat um 5,3 % verringert. Im Vergleich zum Dezember 2021 meldete der Einzelhandel ein (reales) Umsatzminus von 6,6 %, was zu einem betr\u00e4chtlichen Teil auch die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel, insbesondere f\u00fcr Lebensmittel, widerspiegelt. So kam es in nominaler Rechnung, also ohne Preisbereinigung, binnen Jahresfrist zu einem Umsatzplus von 3,9 %. Der Handel mit Lebensmitteln verzeichnete im Dezember im Vergleich zum Vormonat ein reales Umsatzminus von 4,7 % (gg\u00fc. Vorjahresmonat -9,1 %). Der Handel ohne Nahrungsmittel ging um 3,7 % zur\u00fcck (gg\u00fc. Vorjahresmonat +2,6 %). Der Internet- und Versandhandel verbuchte im Dezember eine Abnahme um 3,8 % (gg\u00fc. Vorjahresmonat -7,2 %). Im Gesamtjahr 2022 gingen die Ums\u00e4tze im Einzelhandel gegen\u00fcber dem Vorjahr um 0,6 % zur\u00fcck. Besonders kr\u00e4ftig fiel das Umsatzminus im Internet- und Versandhandel aus (-7,2 %). Im Vergleich zu der Zeit vor der Corona-Krise (Dezember 2019) sank der Umsatz um 1,9 %.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Neuzulassungen von Pkw durch private Halter sind im Januar sehr kr\u00e4ftig um 39,8 % gefallen, nachdem sie allerdings im November und Dezember um 14,6 % bzw. 21,5 % zugelegt hatten. Die Entwicklung zum Jahresende hin d\u00fcrfte stark durch die Reduzierung bzw. das Auslaufen der F\u00f6rderung von E-Autos und Pkw mit Hybrid-Antrieb gepr\u00e4gt worden sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Klima bei den privaten Verbrauchern hat sich zum Jahresanfang 2023 weiter aufgehellt. Laut dem GfK Konsumklima ist im Februar mit der vierten Verbesserung in Folge zu rechnen. Die Stimmung unter den Verbrauchern liegt zwar noch auf einem niedrigen Niveau, aber es ist ein positiver Trend sichtbar. Dass der starke Pessimismus wieder nachgelassen hat, d\u00fcrfte nicht zuletzt auch auf die Stabilisierungsma\u00dfnahmen der Bundesregierung zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, die neben den gesunkenen Preisen an den M\u00e4rkten wieder f\u00fcr niedrigere Energiekosten gesorgt haben. Auch beim ifo Gesch\u00e4ftsklima im Einzelhandel setzte sich im Januar die positive Tendenz fort. Dies gilt sowohl f\u00fcr die Beurteilung der aktuellen Lage, die per Saldo nur noch leicht negativ war, als auch f\u00fcr die Gesch\u00e4ftserwartungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inflationsrate bleibt unter 10 %<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Inflationsrate, d. h. der Anstieg des Preisniveaus binnen Jahresfrist, lag im Januar voraussichtlich bei 8,7 %. Gegen\u00fcber dem Vormonat erh\u00f6hten sich die Verbraucherpreise im Januar damit um 1,0 %. Das Statistische Bundesamt hat mit dem Berichtsmonat Januar 2023 eine turnusm\u00e4\u00dfige Revision auf das neue Basisjahr 2020 vollzogen. Wie \u00fcblich, wurden noch keine Ergebnisse f\u00fcr einzelne G\u00fctergruppen ausgewiesen. Au\u00dferdem ist ein Vergleich der jetzt bekannt gegebenen Werte f\u00fcr den Januar 2023 mit den Zeitreihen auf Basis des Warenkorbs aus dem Jahr 2015 nur bedingt sinnvoll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die ab Januar wirksam werdenden Gas- und Strompreisbremsen sollten im weiteren Jahresverlauf die H\u00f6chstst\u00e4nde aus dem letzten Jahr mit Inflationsraten von \u00fcber 10 % \u00fcberwunden sein. Daf\u00fcr spricht auch, dass auf den vorgelagerten Absatzstufen in den letzten Monaten in Anbetracht nachlassender Energiepreise eine gewisse Entspannung zu beobachten war. So hat sich der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im Dezember im Vormonatsvergleich zum dritten Mal in Folge abgeschw\u00e4cht (-0,4 %, Nov.: -3,9 %; Okt.: -4,2 %), v. a. weil die Energiepreise gegen\u00fcber Vormonat zur\u00fcckgegangen sind (-1,0 %, Nov.: -9,6 %; Okt.: -10,4 %). Die Gro\u00dfhandelsverkaufspreise verringerten sich im Dezember ebenfalls im Vergleich zum November (-1,6 %). Im Vorjahresvergleich stiegen sie aber noch um 12,8 %. \u00c4hnlich verhielt es sich mit den Importpreisen im Dezember (-1,6 % gg\u00fc. Vormonat; +12,6 % gg\u00fc. Vorjahr).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bundesregierung geht in ihrer Jahresprojektion vom 25. Januar f\u00fcr das Jahr 2023 von einem Verbraucherpreisanstieg um 6,0 % aus. Die Gas- und Strompreisbremsen federn die verz\u00f6gerte Weitergabe der h\u00f6heren Beschaffungspreise durch die Energieversorger an die privaten Haushalte ab, auch schon r\u00fcckwirkend f\u00fcr Januar und Februar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aussichten am Arbeitsmarkt hellen sich weiter auf<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der wirtschaftlichen Abschw\u00e4chung zum Jahreswechsel verl\u00e4uft die Entwicklung am Arbeitsmarkt insgesamt positiv: Der zu Jahresanfang \u00fcbliche Anstieg der registrierten Arbeitslosigkeit fiel vergleichsweise gering aus, so dass es in saisonbereinigter Rechnung zu einem R\u00fcckgang um 15.000 Personen kam. Die Erwerbst\u00e4tigkeit legte im Dezember weiter zu (+24.000 Personen). Bei der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung gab es im November ebenfalls ein merkliches Plus (+30.000 Personen). Die Inanspruchnahme der Kurzarbeit erh\u00f6hte sich im November auf rund 210 Tausend Personen. Sie d\u00fcrfte im Dezember auf erh\u00f6htem Niveau geblieben sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fr\u00fchindikatoren haben sich derweil merklich aufgehellt. Die Zahl der gemeldeten Stellen hat sich stabilisiert. Die Arbeitsmarktbarometer von ifo und IAB deuten auf eine steigende Einstellungsbereitschaft und eine weiter abnehmende Arbeitslosigkeit hin. Im konsumnahen Handel sind die Aussichten zwar noch verhalten, aber auch hier haben sich die Besch\u00e4ftigungsaussichten deutlich verbessert. Tats\u00e4chlich ist mittlerweile der Arbeitskr\u00e4ftemangel in vielen Betrieben das dr\u00e4ngendere Problem. Der Arbeitskr\u00e4fteknappheits-Index des IAB stieg im Januar auf einen neuen Rekordstand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: BMWK, Pressemitteilung vom 13.02.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Jahresende 2022 hat sich die Dynamik der deutschen Wirtschaft sp\u00fcrbar abgeschw\u00e4cht. 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