{"id":70563,"date":"2023-02-27T18:37:05","date_gmt":"2023-02-27T16:37:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=70563"},"modified":"2023-02-27T18:37:05","modified_gmt":"2023-02-27T16:37:05","slug":"deutschland-riskiert-seine-steuerliche-standortattraktivitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/deutschland-riskiert-seine-steuerliche-standortattraktivitaet\/","title":{"rendered":"Deutschland riskiert seine steuerliche Standortattraktivit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Deutschland riskiert aufgrund der geplanten Steuererh\u00f6hungen seine steuerliche Standortattraktivit\u00e4t f\u00fcr Unternehmen und Investoren, warnt der Pr\u00e4sident des Bundesverbands mittelst\u00e4ndische Wirtschaft (BVMW). Insbesondere die Erh\u00f6hung des Spitzensteuersatzes sowie die Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6gensabgabe k\u00f6nnten negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort haben und Investoren abschrecken. Der BVMW fordert daher, auf die geplanten Steuererh\u00f6hungen zu verzichten und stattdessen Anreize f\u00fcr Investitionen und Innovationen zu schaffen. Eine Erh\u00f6hung der Steuereinnahmen k\u00f6nne auch durch eine effektivere Bek\u00e4mpfung von Steuerhinterziehung und -vermeidung erreicht werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"mailto:?subject=DATEV Aktuelles \u2013 Deutschland riskiert seine steuerliche Standortattraktivit\u00e4t&amp;body=https%3A%2F%2Fwww.datev-magazin.de%2Fnachrichten-steuern-recht%2Fwirtschaft%2Fdeutschland-riskiert-seine-steuerliche-standortattraktivitaet-96191\"><\/a><strong>Mannheim Tax Index des ZEW misst effektive Steuerbelastung von Unternehmen in Europa<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der aktuelle Mannheim Tax Index des ZEW Mannheim zeigt, dass Deutschland im internationalen Steuerwettbewerb weiter an Boden verloren hat. Dies wird insbesondere durch die Senkung des franz\u00f6sischen K\u00f6rperschaftsteuersatzes in den letzten Jahren deutlich: Die Unternehmenssteuerbelastung in Deutschland ist nun im unmittelbaren Vergleich mit wichtigen Wettbewerbern am h\u00f6chsten. Die effektive Durchschnittssteuerbelastung eines profitablen Investitionsprojekts in Deutschland liegt im Jahr 2022 bei 28,8 Prozent und \u00fcbersteigt somit den EU-Durchschnitt um 10 Prozentpunkte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDeutschland hat gegen\u00fcber Frankreich, Italien und dem Vereinigten K\u00f6nigreich inzwischen Hochsteuerlandcharakter f\u00fcr Investitionen. Die Position Deutschlands im Mittelfeld der Steuerbelastungen vergleichbarer gro\u00dfer Industrie-Nationen ist aufgrund fehlender Reformen seit der grundlegenden Steuerreform aus dem Jahr 2008 gef\u00e4hrdet\u201c, betont Prof. Dr. Christoph Spengel, ZEW Research Associate im Forschungsbereich \u201eUnternehmensbesteuerung und \u00d6ffentliche Finanzwirtschaft\u201c und Professor an der Universit\u00e4t Mannheim. \u201eOhne deutliche Reformen in der K\u00f6rperschaftsteuer ist Deutschland aus steuerlicher Perspektive ein vergleichsweise unattraktiver Standort f\u00fcr Unternehmen mit internationalen Investitionsalternativen\u201c, erg\u00e4nzt ZEW-\u00d6konomin Dr. Daniela Steinbrenner.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-steuersatzsenkungen-und-sonderabschreibungen-konnen-deutschlands-standortattraktivitat-verbessern\">Steuersatzsenkungen und Sonderabschreibungen k\u00f6nnen Deutschlands Standortattraktivit\u00e4t verbessern<\/h2>\n\n\n\n<p>Neben einer generellen Absenkung des hohen Gewinnsteuersatzes \u2013 wie in Frankreich praktiziert \u2013 bieten Sonder- und Sofortabschreibungen nach dem Beispiel Gro\u00dfbritanniens eine attraktive Alternative. Von diesen profitieren nur Unternehmen, die tats\u00e4chlich investieren. Eine deutliche Verbesserung der Investitionsdynamik ist allerdings nur zu erwarten, wenn diese Sonder- und Sofortabschreibungsm\u00f6glichkeiten breit ausgestaltet sind, sodass eine Vielzahl von Unternehmen und Investitionen profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Mannheim Tax Index misst effektive Durchschnittssteuerbelastung von Unternehmen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die effektive Durchschnittssteuerbelastung auf Unternehmensebene bildet bei Standortentscheidungen multinational agierender Konzerne den wesentlichen Entscheidungsrahmen. Im Mannheim Tax Index werden deshalb Steuern auf die Gewinne und das eingesetzte Kapital der Kapitalgesellschaften ber\u00fccksichtigt. In den Berechnungen werden sowohl die Tarifbelastungen dieser Steuern als auch die Interaktion der verschiedenen Steuerarten und die wichtigsten Regelungen zur Ermittlung der steuerlichen Bemessungsgrundlage ber\u00fccksichtigt. Beispiele sind die Bestimmungen zur steuerlichen Abschreibung oder zur Vorratsbewertung. Der Index beinhaltet eine umfassende Reihe von L\u00e4ndern (EU 27, Gro\u00dfbritannien, Schweiz, Norwegen, USA, Kanada, Japan, Nord-Mazedonien und T\u00fcrkei) f\u00fcr den Zeitraum von 1998 bis 2022.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: ZEW, Pressemitteilung vom 27.02.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland riskiert aufgrund der geplanten Steuererh\u00f6hungen seine steuerliche Standortattraktivit\u00e4t f\u00fcr Unternehmen und Investoren, warnt der Pr\u00e4sident des Bundesverbands mittelst\u00e4ndische Wirtschaft (BVMW). Insbesondere die Erh\u00f6hung des Spitzensteuersatzes sowie die Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6gensabgabe k\u00f6nnten negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort haben und Investoren abschrecken. 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