{"id":70597,"date":"2023-03-01T17:32:13","date_gmt":"2023-03-01T15:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=70597"},"modified":"2023-03-01T17:32:13","modified_gmt":"2023-03-01T15:32:13","slug":"importpreise-im-januar-2023-66-gegenueber-januar-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/importpreise-im-januar-2023-66-gegenueber-januar-2022\/","title":{"rendered":"Importpreise im Januar 2023: +6,6 % gegen\u00fcber Januar 2022"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Importpreise waren im Januar 2023 um 6,6 % h\u00f6her als im Januar 2022. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich der Anstieg im Vorjahresvergleich weiter und deutlich abgeschw\u00e4cht. Im Dezember 2022 hatte die Ver\u00e4nderungsrate gegen\u00fcber dem Vorjahr noch bei +12,6 % gelegen, im November 2022 bei +14,5 %. Gegen\u00fcber dem Vormonat Dezember 2022 fielen die Importpreise im Januar 2023 um 1,2 % und damit seit September 2022 zum f\u00fcnften Mal in Folge.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-preisanstieg-im-vorjahresvergleich-besonders-auf-hohere-preise-fur-konsum-und-vorleistungsguter-zuruckzufuhren\">Preisanstieg im Vorjahresvergleich besonders auf h\u00f6here Preise f\u00fcr Konsum- und Vorleistungsg\u00fcter zur\u00fcckzuf\u00fchren<\/h2>\n\n\n\n<p>Hauptverantwortlich f\u00fcr den Anstieg der Gesamtver\u00e4nderungsrate bei den Importpreisen im Vorjahresvergleich waren im Januar 2023 die gestiegenen Preise f\u00fcr Konsum- und Vorleistungsg\u00fcter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Konsumg\u00fcter lagen im Vorjahresvergleich um 8,8 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahres (+0,7 % gegen\u00fcber Dezember 2022).<\/p>\n\n\n\n<p>Importierte Verbrauchsg\u00fcter waren binnen Jahresfrist 9,2 % teurer, vor allem bedingt durch den Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (+19,8 % gegen\u00fcber Januar 2022). Besonders stark stiegen die Preise im Vergleich zu Januar 2022 f\u00fcr Fleisch und Fleischerzeugnisse (+22,6 %), f\u00fcr Milch und Milcherzeugnisse(+19,7 %) sowie f\u00fcr pflanzliche und tierische \u00d6le und Fette (+11,2 %). Im Vormonatsvergleich verteuerten sich die Verbrauchsg\u00fcter um 0,7 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Importierte Gebrauchsg\u00fcter kosteten im Durchschnitt 7,3 % mehr als im Januar 2022 (+0,5 % gegen\u00fcber Dezember 2022).<\/p>\n\n\n\n<p>Importierte Vorleistungsg\u00fcter waren 4,7 % teurer als im Januar 2022. Gegen\u00fcber dem Vormonat Dezember stiegen die Preise f\u00fcr Vorleistungsg\u00fcter um 0,3 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutlich h\u00f6her als im Januar 2022 waren vor allem die Importpreise f\u00fcr St\u00e4rke und St\u00e4rkeerzeugnisse (+70,8 %), Nickel in Rohform (+39,0 %), Holz- und Zellstoff (+25,8 %) sowie f\u00fcr Papier und Pappe (+23,3 %).<\/p>\n\n\n\n<h2>Einfluss der Energiepreise auf den Gesamtindex schw\u00e4cher \u2013 deutliche Preisr\u00fcckg\u00e4nge gegen\u00fcber dem Vormonat<\/h2>\n\n\n\n<p>Energieeinfuhren waren im Januar 2023 um 8,1 % teurer als im Januar 2022, verbilligten sich aber gegen\u00fcber Dezember 2022 um 8,9 %. Der Anstieg im Vorjahresvergleich ist weiterhin vor allem durch die Preissteigerungen bei importiertem Erdgas begr\u00fcndet. Die Preise lagen hier im Januar 2023 um 8,6 % \u00fcber denen von Januar 2022. Gegen\u00fcber Dezember sanken sie um 12,6 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr importierte Steinkohle waren 19,6 % h\u00f6her als im Januar 2022, fielen aber gegen\u00fcber Dezember 2022 ebenfalls deutlich (-14,5 %).<\/p>\n\n\n\n<p>Mineral\u00f6lerzeugnisse waren mit +18,2 % ebenfalls teurer als vor einem Jahr. Hier stiegen die Preise aber auch gegen\u00fcber Dezember 2022 (+3,1 %).<\/p>\n\n\n\n<p>Dagegen verbilligte sich elektrischer Strom deutlich sowohl gegen\u00fcber dem Vorjahr (-30,8 %) als auch gegen\u00fcber dem Vormonat (-52,5 %).<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne Ber\u00fccksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im Januar 2023 um 6,2 % h\u00f6her als im Januar 2022. Gegen\u00fcber Dezember 2022 stiegen sie um 0,7 %. L\u00e4sst man nur Erd\u00f6l und Mineral\u00f6lerzeugnisse au\u00dfer Betracht, lag der Importpreisindex um 6,5 % \u00fcber dem Stand des Vorjahres (-1,3 % gegen\u00fcber Dezember 2022).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr importierte landwirtschaftliche G\u00fcter lagen 7,1 % \u00fcber denen von Januar 2022 (+2,3 % gegen\u00fcber Dezember 2022). Weiterhin teurer als im Vorjahresmonat waren insbesondere lebende Schweine (+99,5 %), Eier (+70,2 %) und Getreide (+11,1 %), w\u00e4hrend Rohkaffee zu 3,3 % niedrigeren Preisen importiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Preisniveau importierter Investitionsg\u00fcter war im Januar 2023 um 6,2 % h\u00f6her als im Januar 2022 (+0,8 % gegen\u00fcber Dezember 2022). Teurer als im Vorjahresmonat waren insbesondere Kraftwagen und Kraftwagenteile (+7,3 %) sowie Maschinen (+7,2 %).<\/p>\n\n\n\n<h2>Exportpreise getrieben von Preissteigerungen bei Vorleistungsg\u00fctern und Investitionsg\u00fctern<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Index der Exportpreise lag im Januar 2023um 7,8 % \u00fcber dem Stand von Januar 2022. Im Dezember 2022 und im November 2022 hatte die Jahresver\u00e4nderungsrate bei +10,6 % beziehungsweise bei +11,6 % gelegen. Gegen\u00fcber dem Vormonat Dezember 2022 fielen die Exportpreise um 0,8 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Einfluss auf die Entwicklung der Ausfuhrpreise im Vorjahresvergleich hatten im Januar 2023 die Preissteigerungen bei den Vorleistungsg\u00fctern mit einem Plus von 9,4 % (+0,8 % gegen\u00fcber Dezember 2022). Vorleistungsg\u00fcter haben einen Anteil von etwa einem Drittel an den Gesamtausfuhren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier waren insbesondere Glas- und Glaswaren (+21,4 %), Papier und Pappe (+17,0 %) sowie chemische Grundstoffe (+11,8 %) erheblich teurer als im Vorjahresmonat.<\/p>\n\n\n\n<p>Investitionsg\u00fcter wurden zu 6,6 % h\u00f6heren Preisen als im Vorjahr exportiert (+1,0 % gegen\u00fcber Dezember 2022). Den h\u00f6chsten Einfluss auf die Ver\u00e4nderungsrate f\u00fcr Investitionsg\u00fcter gegen\u00fcber Januar 2022 hatten die Preissteigerungen f\u00fcr Maschinen mit einem Plus von 9,3 %, gefolgt von denen f\u00fcr Kraftwagen und Kraftwagenteile (+5,1 %).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Energieexporte waren im Januar 2023 nur noch 0,9 % h\u00f6her als ein Jahr zuvor. Gegen\u00fcber dem Vormonat fielen sie deutlich um 29,3 %. W\u00e4hrend Mineral\u00f6lerzeugnisse im Vorjahresvergleich noch 17,7 % teurer waren und die Preise hierf\u00fcr auch gegen\u00fcber Dezember anstiegen (+2,0 %), lagen die Erdgaspreise um 1,2 % unter denen des Vorjahres. Allein gegen\u00fcber Dezember 2022 sanken sie deutlich um 42,5 %.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.02.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Importpreise waren im Januar 2023 um 6,6 % h\u00f6her als im Januar 2022. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich der Anstieg im Vorjahresvergleich weiter und deutlich abgeschw\u00e4cht. Im Dezember 2022 hatte die Ver\u00e4nderungsrate gegen\u00fcber dem Vorjahr noch bei +12,6 % gelegen, im November 2022 bei +14,5 %. 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