{"id":70611,"date":"2023-03-01T17:36:26","date_gmt":"2023-03-01T15:36:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=70611"},"modified":"2023-03-01T17:36:26","modified_gmt":"2023-03-01T15:36:26","slug":"kfw-mittelstandspanel-cyberkriminalitaet-betrifft-insbesondere-die-vorreiter-der-digitalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/kfw-mittelstandspanel-cyberkriminalitaet-betrifft-insbesondere-die-vorreiter-der-digitalisierung\/","title":{"rendered":"KfW-Mittelstandspanel: Cyberkriminalit\u00e4t betrifft insbesondere die Vorreiter der Digitalisierung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rund 29 % aller mittelst\u00e4ndischen Unternehmen in Deutschland sind in den Jahren 2018-2020 Opfer von Cyberkriminalit\u00e4t geworden. Die Betroffenheit steigt mit der Breite und Intensit\u00e4t von Digitalisierungsaktivit\u00e4ten und der Gr\u00f6\u00dfe der mittelst\u00e4ndischen Unternehmen. Wesentlicher Grund hierf\u00fcr ist eine Kombination aus einer gr\u00f6\u00dferen Angriffsfl\u00e4che dieser Unternehmen und unzureichenden Schutzvorkehrungen. Dies zeigt eine Sonderauswertung des j\u00fcngsten repr\u00e4sentativen KfW-Mittelstandspanels.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der stark ausgepr\u00e4gte Zusammenhang zwischen Unternehmensgr\u00f6\u00dfe und der Betroffenheit von Cyberkriminalit\u00e4t zeigt sich darin, dass 28 % der kleineren Unternehmen mit weniger als f\u00fcnf Besch\u00e4ftigten Cyberkriminellen zum Opfer gefallen sind, aber 49 % der Unternehmen mit 100 oder mehr Besch\u00e4ftigten. Ein wichtiger Grund hierf\u00fcr ist, dass Cyberkriminelle vor allem umsatzst\u00e4rkere Unternehmen im Blick haben. Die Analyse macht zudem deutlich, dass gr\u00f6\u00dfere mittelst\u00e4ndische Unternehmen h\u00e4ufiger zu den digitalen Vorreitern z\u00e4hlen und damit eine gr\u00f6\u00dfere Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr potenzielle Cyberattacken bieten. Dabei nimmt die Betroffenheit von Cyberangriffen sowohl mit der thematischen Breite als auch mit der Intensit\u00e4t von Digitalisierungsaktivit\u00e4ten zu. So waren insgesamt 45 % der Unternehmen mit vier oder mehr verschiedenen Projektarten sowie 43 % der Unternehmen mit Digitalisierungsausgaben in H\u00f6he von mindestens 10.000 Euro von Cyberkriminalit\u00e4t betroffen. Unter den Unternehmen mit Digitalisierungsstrategie, welche als Indikator f\u00fcr besonders ambitionierte Digitalisierungsaktivit\u00e4ten gilt, waren mit 37 % ebenfalls \u00fcberdurchschnittliche viele Unternehmen Opfer von Cyberattacken. Zwischen einzelnen Wirtschaftszweigen gibt es dagegen kaum Unterschiede. So waren im Untersuchungszeitraum in allen Wirtschaftszweigen zwischen 28 % und 30% der Unternehmen von Cyberkriminalit\u00e4t betroffen. Lediglich Unternehmen des Forschungs- und Entwicklungsintensiven Verarbeitenden Gewerbes waren mit 35 % vergleichsweise h\u00e4ufiger von Angriffen betroffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hauptbedrohung im Cyberraum geht von der Erpressung von L\u00f6se- oder Schweigegeld aus. Auch die gezielte \u00dcberlastung von Internetseiten ist eine weit verbreitete Angriffsmethode. Die Notwendigkeit von Schutzvorkehrungen zur Abwehr solcher Bedrohungen wird dabei insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen verkannt. Oft fehlt es ihnen an Personal mit fachlicher Expertise zum Thema IT-Sicherheit. Folglich bleiben notwendige Investitionen in IT-Sicherheit aus. Mittelst\u00e4ndler, welche sich der Bedrohungslage bewusst sind, haben angesichts des Fachkr\u00e4ftemangels bei IT-Experten oftmals gro\u00dfe Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu rekrutieren oder geeignete externe IT-Dienstleister zu identifizieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eVor allem kleine und mittlere Unternehmen m\u00fcssen f\u00fcr die Bedrohungen durch Internetkriminalit\u00e4t sensibilisiert und dabei unterst\u00fctzt werden, Know-how zur IT-Sicherheit aufzubauen\u201c, sagt Dr. Fritzi K\u00f6hler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Eine B\u00fcndelung bestehender Informationsplattformen k\u00f6nnte ein Weg sein, um die Transparenz hinsichtlich der von Cyberkriminalit\u00e4t ausgehenden Bedrohungslage zu erh\u00f6hen. Dar\u00fcber hinaus lie\u00dfen sich viele IT-Sicherheitsvorf\u00e4lle durch entsprechende Schulungen, Trainings und regelm\u00e4\u00dfige Auffrischungskurse vermeiden. \u201eVerbesserte Kenntnisse im Bereich IT-Sicherheit in den Unternehmen erm\u00f6glichen einen h\u00f6heren Schutz vor Cyberkriminalit\u00e4t. Gleichzeitig k\u00f6nnen sie zu einer St\u00e4rkung der Digitalisierungsaktivit\u00e4ten im Mittelstand beitragen. Denn die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sind immer noch das am h\u00e4ufigsten genannte Digitalisierungshemmnis im Mittelstand,\u201c so Dr. Fritzi K\u00f6hler-Geib.<a href=\"https:\/\/www.kfw.de\/%C3%9Cber-die-KfW\/Service\/Download-Center\/Konzernthemen\/Research\/Fokus-Volkswirtschaft\/\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: ZEW, Pressemitteilung vom 23.02.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 29 % aller mittelst\u00e4ndischen Unternehmen in Deutschland sind in den Jahren 2018-2020 Opfer von Cyberkriminalit\u00e4t geworden. Die Betroffenheit steigt mit der Breite und Intensit\u00e4t von Digitalisierungsaktivit\u00e4ten und der Gr\u00f6\u00dfe der mittelst\u00e4ndischen Unternehmen. Wesentlicher Grund hierf\u00fcr ist eine Kombination aus einer gr\u00f6\u00dferen Angriffsfl\u00e4che dieser Unternehmen und unzureichenden Schutzvorkehrungen. 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