{"id":70669,"date":"2023-03-12T18:06:52","date_gmt":"2023-03-12T16:06:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=70669"},"modified":"2023-03-12T18:06:52","modified_gmt":"2023-03-12T16:06:52","slug":"inflationsrate-im-februar-2023-bei-87","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-februar-2023-bei-87\/","title":{"rendered":"Inflationsrate im Februar 2023 bei +8,7 %"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Inflationsrate in Deutschland \u2013 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat \u2013 lag im Februar 2023 bei +8,7 %. Im Januar 2023 hatte die Inflationsrate ebenfalls bei +8,7 % gelegen. \u201eDie Inflationsrate verharrt auf einem hohen Stand\u201c, sagt Ruth Brand, Pr\u00e4sidentin des Statistischen Bundesamtes, und erg\u00e4nzt: \u201eBesonders sp\u00fcrbar f\u00fcr die privaten Haushalte waren auch im Februar die gestiegenen Preise f\u00fcr Nahrungsmittel, die sich noch st\u00e4rker erh\u00f6hten als die Energiepreise.\u201c Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Februar 2023 gegen\u00fcber Januar 2023 um 0,8 %.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-sondereffekte-infolge-der-kriegs-und-krisensituation-halten-weiterhin-den-preisauftrieb-hoch\">Sondereffekte infolge der Kriegs- und Krisensituation halten weiterhin den Preisauftrieb hoch<\/h2>\n\n\n\n<p>Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind insbesondere die Preise f\u00fcr Energie und Nahrungsmittel merklich angestiegen und beeinflussen die Inflationsrate weiterhin erheblich. Infolge der Kriegs- und Krisensituation beeinflussen auch Lieferengp\u00e4sse und Preissteigerungen auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen die Inflationsrate, dadurch verteuern sich auch andere Waren und Dienstleistungen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Energieprodukte binnen Jahresfrist um 19,1 % teurer<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Energieprodukte lagen im Februar 2023 trotz der Entlastungsma\u00dfnahmen der Bundesregierung um 19,1 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Januar 2023 hatte die Teuerung der Energieprodukte bei +23,1 % gelegen, sie hat sich also etwas abgeschw\u00e4cht. Seit Januar 2023 wird der Anstieg bei Energie teilweise durch die Preisbremsen f\u00fcr Strom, Erdgas und Fernw\u00e4rme begrenzt, da diese auch r\u00fcckwirkend seit Januar 2023 wirksam sind. Beeinflusst wird die Preisentwicklung bei Energie jedoch durch viele Faktoren, insbesondere durch die internationalen Einkaufspreise. Im Einzelnen verteuerte sich von Februar 2022 bis Februar 2023 die Haushaltsenergie mit +32,2 % nach wie vor besonders stark: So erh\u00f6hten sich die Preise f\u00fcr Erdgas um 46,6 %, f\u00fcr Strom um 23,1 % und f\u00fcr Fernw\u00e4rme um 16,1 %. Auch andere Haushaltsenergieprodukte verteuerten sich weiterhin \u00fcberdurchschnittlich, zum Beispiel Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe um 41,7 % und leichtes Heiz\u00f6l um 11,8 %. Die Preissteigerung bei Kraftstoffen lag mit +3,2 % allerdings unter der allgemeinen Teuerung.<\/p>\n\n\n\n<h2>Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist um 21,8 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel erh\u00f6hten sich im Februar 2023 um 21,8 % gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat. Der Preisauftrieb f\u00fcr Nahrungsmittel hat sich damit verst\u00e4rkt (Januar 2023: +20,2 %). Nahrungsmittel verteuerten sich im Februar 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat noch st\u00e4rker als die Energieprodukte insgesamt. Erneut wurden im Februar 2023 bei allen Nahrungsmittelgruppen Preiserh\u00f6hungen beobachtet: Insbesondere verteuerten sich Molkereiprodukte und Eier (+35,3 %) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+24,3 %). Deutlich teurer binnen Jahresfrist wurden beispielsweise auch Speisefette und Speise\u00f6le sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfr\u00fcchte (jeweils +22,8 %). Auff\u00e4llig hoch war die Teuerung bei einzelnen Nahrungsmitteln, so mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher beispielsweise f\u00fcr Zucker 69,9 % mehr als im Vorjahresmonat bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Inflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel bei +5,7 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Februar 2023 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +7,6 %. Wie stark aktuell die Nahrungsmittelpreise Einfluss auf die Gesamtteuerungsrate nehmen, zeigt sich an der Inflationsrate ohne Ber\u00fccksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln: Sie lag deutlich niedriger bei +5,7 %. Dennoch wird an der Teuerungsrate ohne Energie und Nahrungsmittel offensichtlich, dass auch in anderen G\u00fcterbereichen die Teuerung hoch ist. Bereits im Dezember 2022 lag diese Kenngr\u00f6\u00dfe mit +5,2 % \u00fcber der F\u00fcnf-Prozent-Marke und hat sich nach +5,6 % im Januar 2023 erneut erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<h2>Waren verteuerten sich gegen\u00fcber Februar 2022 um 12,4 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Waren insgesamt erh\u00f6hten sich im Februar 2023 gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 12,4 %, Verbrauchsg\u00fcter verteuerten sich mit +16,5 % besonders stark. Neben Energie und Nahrungsmitteln waren hier unter anderem Verbrauchsg\u00fcter f\u00fcr die K\u00f6rperpflege (+15,1 %), alkoholfreie Getr\u00e4nke (+12,8 %) und Bier (+9,6 %) deutlich teurer. Die Preise von Gebrauchsg\u00fctern lagen binnen Jahresfrist um 6,1 % h\u00f6her. Auff\u00e4llig hoch war hier die Teuerung zum Beispiel von M\u00f6beln und Leuchten (+10,3 %) sowie von gebrauchten Pkw (+10,1 %).<\/p>\n\n\n\n<h2>Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 4,7 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Dienstleistungen insgesamt lagen im Februar 2023 um 4,7 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. Darunter verteuerten sich die Nettokaltmieten um 2,0 %. \u00dcberdurchschnittlich erh\u00f6hten sich die Preise f\u00fcr einzelne Dienstleistungen, zum Beispiel die Wartung und Reparatur von Wohnungen (+16,7 %), Gastst\u00e4ttendienstleistungen (+10,9 %) sowie Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+9,5 %). Binnen Jahresfrist verbilligten sich hingegen nur sehr wenige Dienstleistungen, g\u00fcnstiger waren Telekommunikationsdienstleistungen (-1,1 %).<\/p>\n\n\n\n<h2>Im Vormonatsvergleich stiegen die Nahrungsmittelpreise insgesamt um 2,4 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zum Januar 2023 stieg der Verbraucherpreisindex im Februar 2023 um 0,8 %. Die privaten Haushalte mussten erneut mehr f\u00fcr Nahrungsmittel bezahlen (+2,4 %). Deutlich war der Preisanstieg vor allem bei Gem\u00fcse (+12,5 %) und Obst (+2,7 %). Auch die Preise f\u00fcr andere Nahrungsmittelgruppen zogen an, zum Beispiel f\u00fcr Brot und Getreideerzeugnisse (+2,2 %). Nennenswert ist dagegen der Preisr\u00fcckgang bei Speisefetten und Speise\u00f6len (-7,2 %), insbesondere kostete Butter deutlich weniger als noch im Vormonat (-14,2 %). Die Energiepreise blieben insgesamt unver\u00e4ndert. Bei einigen Energieprodukte kam es dennoch zu Preisanstiegen, so stiegen die Preise f\u00fcr Erdgas (+0,6 %) und Strom (+0,5 %) trotz Preisbremsen. Den Preisanstiegen standen auch deutliche Preisr\u00fcckg\u00e4nge bei leichtem Heiz\u00f6l (-8,5 %) und Fernw\u00e4rme (-6,7 %) gegen\u00fcber. Die Preise f\u00fcr Kraftstoffe insgesamt blieben nahezu stabil (+0,1 %, darunter Superbenzin: +1,4 %, aber Dieselkraftstoff: -3,6 %). &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 10.03.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Inflationsrate in Deutschland \u2013 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat \u2013 lag im Februar 2023 bei +8,7 %. 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