{"id":71264,"date":"2023-06-13T10:11:42","date_gmt":"2023-06-13T08:11:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=71264"},"modified":"2026-08-28T15:29:33","modified_gmt":"2026-08-28T13:29:33","slug":"einfuhrumsatzsteuer-erhebungsverfahren-weiterhin-verbesserungswuerdig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/einfuhrumsatzsteuer-erhebungsverfahren-weiterhin-verbesserungswuerdig\/","title":{"rendered":"Einfuhrumsatzsteuer: Erhebungsverfahren weiterhin verbesserungsw\u00fcrdig"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ein breites B\u00fcndnis aus Wirtschaftsverb\u00e4nden, Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik, Kammern und Steuerberaterschaft \u2013 darunter der DStV \u2013 hat dringend weitere Reformen bei der Einfuhrumsatzsteuer zur Entlastung von kleinen und mittleren Unternehmen angemahnt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland hinkt beim Thema Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) anderen europ\u00e4ischen Staaten, z. B. Niederlande, Belgien oder Polen, hinterher. Warum? Diese L\u00e4nder nutzen zur Erhebung der EUSt die M\u00f6glichkeit der Direktverrechnung. Das hei\u00dft, die EUSt wird nicht an die Zollbeh\u00f6rde entrichtet, sondern auf dem Steuerkonto beim Finanzamt vorgeschrieben und mit dem Vorsteuererstattungsanspruch verrechnet.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-aktuelles-fristenmodell-ungenugend\">Aktuelles Fristenmodell ungen\u00fcgend<\/h2>\n\n\n\n<p>Hierzulande hat der Gesetzgeber die Erhebung der EUSt zuletzt zum 01.12.2020 reformiert. Seither gilt das Fristenmodell. Dieses erm\u00f6glicht zwar einen Zahlungsaufschub. Aber eben keine direkte Verrechnung mit dem Vorsteuererstattungsanspruch. Dies mildert die Liquidit\u00e4tsbelastungen kleiner und mittlerer Unternehmen nur bedingt ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr h\u00e4ufig haben gerade KMU kein eigenes Aufschubkonto. Nicht etwa, weil sie Probleme mit dem Antragsformular h\u00e4tten. Nein; vielmehr da sie z. B. die hierf\u00fcr notwendige Anzahl an Einfuhren bzw. die ben\u00f6tigten Mindesteinfuhrsummen nicht erreichen. In Folge k\u00f6nnen sie nicht von der verl\u00e4ngerten F\u00e4lligkeitsfrist f\u00fcr die EUSt profitieren. Das belastet ihre Liquidit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h2>Verrechnungsmodell konkurrenzlos<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein aktuelles Gutachten des Deutschen Maritimen Zentrums (DMZ) hat erneut die Vorteile der Direktverrechnung aufgezeigt. Das Gutachten bekr\u00e4ftigt: Das Verrechnungsmodell sei \u201ekonkurrenzlos\u201c. Ferner f\u00fchre eine Ver\u00e4nderung zu keinen Steuermindereinnahmen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Zeit zum Handeln<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein breites B\u00fcndnis aus Wirtschaftsverb\u00e4nden, Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik, Kammern und Steuerberaterschaft hat daher nun die Finanzminister von Bund und L\u00e4ndern mit Nachdruck aufgefordert, die Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer weiter zu vereinfachen. Die bestehenden Wettbewerbsnachteile sollten beseitigt werden. Lesen Sie mehr dazu im <a href=\"https:\/\/zds-seehaefen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/2023-05-15-Verbaendeinformation-Einfuhrumsatzsteuer.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">gemeinsamen Positionspapier<\/a> bzw. der <a href=\"https:\/\/zds-seehaefen.de\/2023\/05\/30\/breites-buendnis-aus-industrie-handel-logistik-und-steuerberaterschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pressemitteilung<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) ist Teil des genannten B\u00fcndnisses. Wenngleich politisch hier wohl dicke Bretter gebohrt werden m\u00fcssen, w\u00e4re die Ma\u00dfnahme ein wichtiger Schritt in Richtung B\u00fcrokratieabbau \u2013 auch f\u00fcr die kleinen und mittleren Kanzleien.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: DStV, Mitteilung vom 02.06.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein breites B\u00fcndnis aus Wirtschaftsverb\u00e4nden, Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik, Kammern und Steuerberaterschaft \u2013 darunter der DStV \u2013 hat dringend weitere Reformen bei der Einfuhrumsatzsteuer zur Entlastung von kleinen und mittleren Unternehmen angemahnt. Deutschland hinkt beim Thema Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) anderen europ\u00e4ischen Staaten, z. B. Niederlande, Belgien oder Polen, hinterher. Warum? 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