{"id":71301,"date":"2023-06-13T11:33:02","date_gmt":"2023-06-13T09:33:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=71301"},"modified":"2023-06-13T11:33:02","modified_gmt":"2023-06-13T09:33:02","slug":"inflationsrate-im-mai-2023-bei-61","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-mai-2023-bei-61\/","title":{"rendered":"Inflationsrate im Mai 2023 bei +6,1 %"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inflationsrate hat sich abgeschw\u00e4cht, insbesondere der Preisauftrieb bei Energie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbraucherpreisindex, Mai 2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+6,1 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><li>-0,1 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Mai 2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+6,3 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><li>-0,2 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Inflationsrate in Deutschland \u2013 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat \u2013 lag im Mai 2023 bei +6,1 %. Im M\u00e4rz und April 2023 hatte die Inflationsrate noch bei \u00fcber 7 % gelegen (M\u00e4rz: +7,4 %; April: +7,2 %). \u201eDie Inflationsrate hat sich damit weiter abgeschw\u00e4cht, bleibt jedoch trotzdem auf einem hohen Niveau\u201c, sagt Ruth Brand, Pr\u00e4sidentin des Statistischen Bundesamtes, und erg\u00e4nzt: \u201eDeutlich geringer fiel im Mai der Preisauftrieb bei Energie gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat aus. Die Nahrungsmittel bleiben auch in diesem Monat der st\u00e4rkste Preistreiber.\u201c Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sanken die Verbraucherpreise im Mai 2023 gegen\u00fcber dem Vormonat April 2023 um 0,1 %.<\/p>\n\n\n\n<h2>Energieprodukte binnen Jahresfrist um 2,6 % teurer<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Energieprodukte lagen im Mai 2023 um 2,6 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Teuerung der Energieprodukte hat sich damit merklich abschw\u00e4cht (April 2023: +6,8 %) und liegt mittlerweile deutlich unterhalb der Gesamtteuerung. Verantwortlich f\u00fcr den seit M\u00e4rz 2023 unterdurchschnittlichen Preisauftrieb der Energie ist insbesondere ein Basiseffekt aufgrund der starken Preisanstiege im Vorjahr infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine. Gleichzeitig ist die Preisentwicklung bei Energie durch viele Faktoren gepr\u00e4gt, wie aktuell durch Preisr\u00fcckg\u00e4nge auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen. Auch die Ma\u00dfnahmen des dritten Entlastungspakets der Bundesregierung wie die Preisbremsen f\u00fcr Strom, Erdgas und Fernw\u00e4rme trugen zur Abschw\u00e4chung der Energiepreisentwicklung bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Mai 2022 bis Mai 2023 verteuerten sich Erdgas mit +25,6 % sowie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe mit +23,8 % besonders stark. \u00dcberdurchschnittlich erh\u00f6hten sich auch die Preise f\u00fcr Strom (+12,7 %) und Fernw\u00e4rme (+11,4 %). Die Teuerungsraten f\u00fcr diese Haushaltsenergieprodukte haben sich jedoch etwas abgeschw\u00e4cht. Dagegen verbilligten sich die Mineral\u00f6lprodukte deutlich mit -15,5 %, hier waren sowohl leichtes Heiz\u00f6l (-30,5 %) als auch Kraftstoffe (-14,2 %) g\u00fcnstiger als vor einem Jahr.<\/p>\n\n\n\n<h2>Nahrungsmittel bleiben st\u00e4rkster Preistreiber mit +14,9 % gegen\u00fcber Mai 2022<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel erh\u00f6hten sich im Mai 2023 um 14,9 % gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat. Der Preisauftrieb f\u00fcr Nahrungsmittel hat sich zwar etwas abgeschw\u00e4cht (April 2023: +17,2 %), sie bleiben jedoch mit Abstand der st\u00e4rkste Preistreiber unter den G\u00fcterbereichen. Teurer binnen Jahresfrist wurden vor allem Molkereiprodukte (+28,2 %), Brot und Getreideerzeugnisse (+19,3 %) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfr\u00fcchte (+19,0 %). Auch f\u00fcr andere Nahrungsmittel, zum Beispiel f\u00fcr Zucker, Marmelade, Honig und andere S\u00fc\u00dfwaren (+17,9 %) sowie f\u00fcr Gem\u00fcse (+17,3 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin sp\u00fcrbar mehr bezahlen. Hingegen waren Speisefette und Speise\u00f6le um 7,1 % g\u00fcnstiger als ein Jahr zuvor, insbesondere durch den Preisr\u00fcckgang bei Butter (-23,3 %).<\/p>\n\n\n\n<h2>Inflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel bei +5,4 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Mai 2023 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +6,5 %. Die Inflationsrate ohne Ber\u00fccksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln lag mit +5,4 % niedriger und zeigt, wie stark die Nahrungsmittelpreise die Gesamtteuerung pr\u00e4gen. Gleichzeitig wird durch diese Kenngr\u00f6\u00dfe deutlich, dass auch in anderen G\u00fcterbereichen die Teuerung weiterhin hoch ist. Bereits im Dezember 2022 lag der Verbraucherpreisindex ohne Energie und Nahrungsmittel mit +5,2 % \u00fcber der F\u00fcnf-Prozent-Marke und hatte sich seit Jahresbeginn sogar erh\u00f6ht (April und M\u00e4rz 2023: jeweils +5,8 %). Im Vergleich zu den vorherigen Monaten hat sich der Wert hierf\u00fcr nun etwas abgeschw\u00e4cht.<\/p>\n\n\n\n<h2>Waren verteuerten sich gegen\u00fcber Mai 2022 um 7,7 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Waren insgesamt erh\u00f6hten sich im Mai 2023 gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 7,7 %. Verbrauchsg\u00fcter verteuerten sich mit +9,1 % besonders stark, vor allem aufgrund des Preisanstiegs bei Nahrungsmitteln. Die Preise von Gebrauchsg\u00fctern lagen gegen\u00fcber Mai 2022 um 5,3 % h\u00f6her.<\/p>\n\n\n\n<h2>Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 4,5 %, Deutschlandticket wirkt d\u00e4mpfend<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Dienstleistungen insgesamt lagen im Mai 2023 um 4,5 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. Im April 2023 hatte die Teuerung hierf\u00fcr bei +4,7 % gelegen. Die unterdurchschnittliche und leicht r\u00fcckl\u00e4ufige Preissteigerung bei Dienstleistungen wurde von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Bedeutsam sind weiterhin die Nettokaltmieten, die mit +1,9 % preisd\u00e4mpfend wirken. Zus\u00e4tzlich wirkte sich im Mai 2023 die Einf\u00fchrung des Deutschlandtickets leicht d\u00e4mpfend auf die Preisentwicklung aus. Analog zum 9-Euro-Ticket im Juni, Juli und August 2022 gab es durch das Deutschlandticket Preis\u00e4nderungen im \u00f6ffentlichen Personenverkehr: Die Teuerung f\u00fcr Bahntickets im Nahverkehr hat sich binnen Jahresfrist mit +0,6 % im Mai 2023 deutlich abgeschw\u00e4cht (April 2023: +6,1 %). Die kombinierten Tickets f\u00fcr Bahn, Bus und \u00c4hnliches verbilligten sich um 22,9 % gegen\u00fcber Mai 2022. Hingegen erh\u00f6hten sich auch einige Preise f\u00fcr Dienstleistungen weiterhin erheblich, unter anderem die Preise f\u00fcr Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen (+15,8 %) sowie f\u00fcr Pauschalreisen (+13,6 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-vormonatsvergleich-preise-fur-energie-und-nahrungsmittel-sinken-deutschlandticket-fuhrt-zu-zusatzlicher-entspannung\">Vormonatsvergleich: Preise f\u00fcr Energie und Nahrungsmittel sinken, Deutschlandticket f\u00fchrt zu zus\u00e4tzlicher Entspannung<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zum April 2023 sank der Verbraucherpreisindex im Mai 2023 geringf\u00fcgig um 0,1 %. Die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel gaben im Vergleich zum Vormonat etwas nach (-0,3 %), insbesondere gingen die Preise f\u00fcr frisches Gem\u00fcse zur\u00fcck (-6,1 %). Etwas st\u00e4rker sanken die Preise f\u00fcr Energie insgesamt (-1,4 %). G\u00fcnstiger als einen Monat zuvor waren hier vor allem leichtes Heiz\u00f6l (-9,3 %) und Kraftstoffe (-2,6 %). Preisentspannung gegen\u00fcber April 2023 gab es zudem im \u00f6ffentlichen Personenverkehr infolge der Einf\u00fchrung des Deutschlandtickets: Deutlich g\u00fcnstiger waren Verbundfahrkarten (-26,6 %) und die Preise f\u00fcr Bahnfahrten im Nahverkehr sanken um 5,2 %. Teurer wurden dagegen vor allem Pauschalreisen (+2,6 %) und \u00dcbernachtungen (+1,9 %).<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13.06.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inflationsrate hat sich abgeschw\u00e4cht, insbesondere der Preisauftrieb bei Energie Verbraucherpreisindex, Mai 2023 +6,1 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) -0,1 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Mai 2023 +6,3 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) -0,2 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Die Inflationsrate in Deutschland \u2013 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-mai-2023-bei-61\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Inflationsrate im Mai 2023 bei +6,1 %<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71301"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71301"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71301\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}