{"id":71374,"date":"2023-06-30T11:54:49","date_gmt":"2023-06-30T09:54:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=71374"},"modified":"2023-06-30T11:54:49","modified_gmt":"2023-06-30T09:54:49","slug":"pflegeversicherung-enorme-belastung-fuer-arbeitnehmer-und-arbeitgeber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/pflegeversicherung-enorme-belastung-fuer-arbeitnehmer-und-arbeitgeber\/","title":{"rendered":"Pflegeversicherung: Enorme Belastung f\u00fcr Arbeitnehmer und Arbeitgeber"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mit der neuen Pflegereform sollen die steigenden Kosten f\u00fcr die Pflegeversicherung fair verteilt werden. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, was die Umstellung f\u00fcr wen bedeutet. Eine nachhaltige Finanzierung sieht anders aus.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pflegeversicherung wird f\u00fcr Millionen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ab Juli sp\u00fcrbar teurer: Eltern von zwei oder mehr Kindern unter 25 Jahren zahlen k\u00fcnftig weniger, alle anderen mehr. Bis zum Ende des Jahres kostet die Pflegeversicherung insgesamt rund drei Milliarden Euro mehr, im kommenden Jahr summieren sich die Mehrkosten auf sechs Milliarden Euro, wie eine neue IW-Studie zeigt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-durchschnittsverdiener-zahlen-102-euro-mehr\">Durchschnittsverdiener zahlen 102 Euro mehr<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kinderlose Singles haben den gr\u00f6\u00dften Nachteil: Ein Durchschnittsverdiener mit 48.000 Euro zahlt j\u00e4hrlich 204 Euro mehr f\u00fcr die Pflegeversicherung. Ein Alleinerziehender mit einem Einkommen von 30.000 Euro und einem Kind zahlt 53 Euro mehr. Eine durchschnittlich verdienende Familie mit einem Einkommen von 60.000 Euro und zwei Kindern profitiert dagegen: Sie zahlt j\u00e4hrlich 45 Euro weniger.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Staat muss auf Steuereinnahmen in Milliardenh\u00f6he verzichten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00f6here Beitr\u00e4ge f\u00fchren auf der einen Seite zu steigenden Arbeitskosten \u2013 die Arbeitgeber m\u00fcssen im kommenden Jahr noch einmal 2,5 Milliarden Euro drauflegen. Auf der anderen Seite sitzt der Fiskus mit im Boot. Zum einen reduzieren h\u00f6here Arbeitskosten den besteuerbaren \u00dcberschuss der Unternehmen. Zum anderen aber reduzieren h\u00f6here Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge das zu versteuernde Einkommen der Arbeitnehmer. Insgesamt entgehen dem Staat dadurch dieses Jahr eine Milliarde Euro, im kommenden Jahr rund zwei Milliarden Euro. \u201eViel gewonnen ist mit der Reform nicht: F\u00fcr die Arbeitgeber nehmen Arbeitskosten und B\u00fcrokratie sp\u00fcrbar zu, die meisten Menschen haben weniger Geld in der Tasche\u201c, sagt IW-Experte Jochen Pimpertz. \u201eEine nachhaltige Finanzierung der Pflegeversicherung wird aber nicht erreicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/fileadmin\/user_upload\/Presse\/Pressemitteilungen\/Effekt-Beitragssatz%C3%A4nderung-Pflegeversicherung.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: IW K\u00f6ln, Pressemitteilung vom 26.06.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der neuen Pflegereform sollen die steigenden Kosten f\u00fcr die Pflegeversicherung fair verteilt werden. 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