{"id":71423,"date":"2023-07-10T12:00:09","date_gmt":"2023-07-10T10:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=71423"},"modified":"2023-07-10T12:00:09","modified_gmt":"2023-07-10T10:00:09","slug":"zwei-drittel-der-rentenleistungen-im-jahr-2022-waren-einkommensteuerpflichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zwei-drittel-der-rentenleistungen-im-jahr-2022-waren-einkommensteuerpflichtig\/","title":{"rendered":"Zwei Drittel der Rentenleistungen im Jahr 2022 waren einkommensteuerpflichtig"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Durchschnittlicher Besteuerungsanteil seit 2015 um 11 Prozentpunkte gestiegen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2022 haben in Deutschland 22,0 Millionen Personen Leistungen in H\u00f6he von rund 363 Milliarden Euro aus gesetzlicher, privater oder betrieblicher Rente erhalten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das knapp 0,5 % oder 106.000 Rentenempf\u00e4ngerinnen und -empf\u00e4nger mehr als im Vorjahr. Die H\u00f6he der gezahlten Renten stieg im gleichen Zeitraum um ungef\u00e4hr 3,9 % oder 13,6 Milliarden Euro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rund zwei Drittel (66,4 %) der Rentenleistungen im Jahr 2022 z\u00e4hlten zu den steuerpflichtigen Eink\u00fcnften (241 Milliarden Euro). Seit 2015 ist der durchschnittliche Besteuerungsanteil damit um 11 Prozentpunkte gestiegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ursache f\u00fcr den Anstieg ist die Neuregelung der Besteuerung von Alterseink\u00fcnften im Alterseink\u00fcnftegesetz von 2005. Kernelement der Neuregelung ist der \u00dcbergang von einer vorgelagerten zu einer nachgelagerten Besteuerung der gesetzlichen Renten bis zum Jahr 2040. Demnach werden die Aufwendungen zur Alterssicherung in der Ansparphase schrittweise steuerfrei gestellt und erst die Leistungen in der Auszahlungsphase steuerlich belastet. Welcher Anteil der Renteneink\u00fcnfte steuerpflichtig ist, richtet sich nach dem Jahr des Rentenbeginns: Je sp\u00e4ter der Rentenbeginn, desto h\u00f6her ist der besteuerte Anteil der Renteneink\u00fcnfte. Au\u00dferdem steigt der Besteuerungsanteil auch durch Rentenerh\u00f6hungen, da diese komplett steuerpflichtig sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2019 zahlten 37 Prozent der Rentnerinnen und Rentner Einkommensteuer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei vielen Rentnerinnen und Rentnern liegt der steuerpflichtige Teil ihrer Renten nach relevanten Abz\u00fcgen unterhalb des Grundfreibetrags. Daher bleiben viele Renten steuerfrei, wenn keine weiteren Eink\u00fcnfte vorliegen. Wie viele Rentnerinnen und Rentner im Jahr 2022 Einkommensteuer zahlen, ist aufgrund der langen Fristen zur Steuerveranlagung noch nicht bekannt. Aktuellste Informationen zur Rentenbesteuerung liegen f\u00fcr das Jahr 2019 vor. Demnach mussten 37 % oder 8,05 Millionen der insgesamt 21,6 Millionen Rentenempf\u00e4ngerinnen und -empf\u00e4nger Einkommensteuer auf ihre (gesetzlichen, privaten oder betrieblichen) Renteneink\u00fcnfte zahlen. Im Vergleich zu 2018 stieg der Anteil um 3,1 Prozentpunkte beziehungsweise ungef\u00e4hr 709 000 Personen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei knapp 84 % der steuerbelasteten Rentenempf\u00e4ngerinnen und -empf\u00e4nger \u2013 hierzu z\u00e4hlen auch hinterbliebene Eheleute und Kinder \u2013 liegen neben den Renten noch andere Eink\u00fcnfte wie beispielsweise Versorgungsbez\u00fcge, Arbeitseinkommen oder Mieteinnahmen vor. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren k\u00f6nnen das auch Eink\u00fcnfte der Partnerin oder des Partners sein, die f\u00fcr die Besteuerung zusammengerechnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 30.06.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durchschnittlicher Besteuerungsanteil seit 2015 um 11 Prozentpunkte gestiegen Im Jahr 2022 haben in Deutschland 22,0 Millionen Personen Leistungen in H\u00f6he von rund 363 Milliarden Euro aus gesetzlicher, privater oder betrieblicher Rente erhalten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das knapp 0,5 % oder 106.000 Rentenempf\u00e4ngerinnen und -empf\u00e4nger mehr als im Vorjahr. 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