{"id":71501,"date":"2023-07-17T11:16:04","date_gmt":"2023-07-17T09:16:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=71501"},"modified":"2023-07-17T11:16:04","modified_gmt":"2023-07-17T09:16:04","slug":"inflationsrate-im-juni-2023-bei-64","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-juni-2023-bei-64\/","title":{"rendered":"Inflationsrate im Juni 2023 bei +6,4 %"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inflationsrate hat sich wieder etwas verst\u00e4rkt, Preisanstieg zum Vormonat +0,3 %<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbraucherpreisindex, Juni 2023<\/strong><br \/>+6,4 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<br \/>+0,3 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juni 2023<\/strong><br \/>+6,8 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<br \/>+0,4 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Inflationsrate in Deutschland \u2013 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat \u2013 lag im Juni 2023 bei +6,4 %. Im Mai 2023 hatte die Inflationsrate bei +6,1 % gelegen. \u201eDie Inflationsrate hat sich damit wieder etwas verst\u00e4rkt, nachdem sie sich zuvor drei Monate in Folge abgeschw\u00e4cht hatte\u201c, sagt Ruth Brand, Pr\u00e4sidentin des Statistischen Bundesamtes, und erg\u00e4nzt: \u201eDie Nahrungsmittel sind nach wie vor der st\u00e4rkste Preistreiber. Zudem ergibt sich durch die Entlastungsma\u00dfnahmen der Bundesregierung aus dem Jahr 2022 \u2013 9-Euro-Ticket und Tankrabatt \u2013 ein Basiseffekt, der die aktuelle Inflationsrate erh\u00f6ht.\u201c Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Juni 2023 gegen\u00fcber dem Vormonat Mai 2023 um 0,3 %.<\/p>\n\n\n\n<h2>Energieprodukte binnen Jahresfrist um 3,0 % teurer<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Energieprodukte lagen im Juni 2023 um 3,0 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats, nach +2,6 % im Mai 2023. Verantwortlich f\u00fcr den seit M\u00e4rz 2023 unterdurchschnittlichen Preisauftrieb der Energie ist insbesondere ein Basiseffekt aus dem Vorjahr. Damals war es infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine zu erheblichen Preisanstiegen gekommen. Gleichzeitig ist die derzeitige Preisentwicklung bei Energie durch weitere Faktoren gepr\u00e4gt, etwa durch die r\u00fcckl\u00e4ufige Preisentwicklung auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen. Auch die Ma\u00dfnahmen des dritten Entlastungspaket der Bundesregierung wie die Preisbremsen f\u00fcr Strom, Erdgas und Fernw\u00e4rme trugen zur Energiepreisentwicklung bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Juni 2022 bis Juni 2023 verteuerten sich feste Brennstoffe mit +26,6 % und Erdgas mit +20,8 % besonders stark. \u00dcberdurchschnittlich erh\u00f6hten sich auch die Preise f\u00fcr Strom (+10,5 %) und Fernw\u00e4rme (+9,3 %). Dagegen verbilligten sich Mineral\u00f6lprodukte deutlich mit -12,8 %, insbesondere leichtes Heiz\u00f6l (-36,5 %). G\u00fcnstiger als vor einem Jahr waren trotz des Tankrabatts im Vorjahr auch die Kraftstoffe (-10,4 %).<\/p>\n\n\n\n<h2>Nahrungsmittel bleiben st\u00e4rkster Preistreiber mit +13,7 % gegen\u00fcber Juni 2022<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel erh\u00f6hten sich im Juni 2023 um 13,7 % gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat, nach +14,9 % im Mai 2023. Die Nahrungsmittel bleiben damit der st\u00e4rkste Preistreiber unter den G\u00fcterbereichen. Fast alle Nahrungsmittelgruppen waren weiterhin teurer als ein Jahr zuvor. Vor allem mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher sp\u00fcrbar mehr f\u00fcr Molkereiprodukte (+22,3 %) sowie f\u00fcr Zucker, Marmelade, Honig und andere S\u00fc\u00dfwaren (+19,4 %) bezahlen. Merklich teurer binnen Jahresfrist wurden auch Gem\u00fcse (+18,8 %), Fisch, Fischwaren und Meeresfr\u00fcchte (+18,5 %) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+18,3 %). Hingegen waren Speisefette und Speise\u00f6le um 12,1 % g\u00fcnstiger als ein Jahr zuvor.<\/p>\n\n\n\n<h2>Inflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel bei +5,8 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Juni 2023 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +6,7 %. Die Inflationsrate ohne Ber\u00fccksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln lag mit +5,8 % niedriger und zeigt, wie stark die Nahrungsmittelpreise derzeit die Gesamtteuerung pr\u00e4gen. Diese h\u00e4ufig als Kerninflation bezeichnete Kenngr\u00f6\u00dfe verdeutlicht gleichzeitig, dass auch in anderen G\u00fcterbereichen die Teuerung weiterhin hoch ist. Im Mai 2023 hatte der Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie bei +5,4 % gelegen, die Kerninflation hat sich damit im Juni 2023 wieder verst\u00e4rkt. Im April und M\u00e4rz 2023 hatte der Wert ebenfalls bei jeweils +5,8 % gelegen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Waren verteuerten sich gegen\u00fcber Juni 2022 um 7,3 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Waren insgesamt erh\u00f6hten sich im Juni 2023 gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 7,3 %. Verbrauchsg\u00fcter verteuerten sich mit +8,8 % besonders stark, vor allem aufgrund des Preisanstiegs im G\u00fcterbereich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getr\u00e4nke (+13,4 %). Die Preise von Gebrauchsg\u00fctern lagen gegen\u00fcber Juni 2022 um 5,2 % h\u00f6her.<\/p>\n\n\n\n<h2>Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 5,3 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Dienstleistungen insgesamt lagen im Juni 2023 um 5,3 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. Weiterhin bedeutsam f\u00fcr die unterdurchschnittliche Preissteigerung bei Dienstleistungen sind die Nettokaltmieten, die mit +2,0 % preisd\u00e4mpfend wirken. Auch die Einf\u00fchrung des Deutschlandtickets wirkt seit Mai 2023 auf die Preisentwicklung leicht d\u00e4mpfend. Demgegen\u00fcber steht jedoch ab Juni 2023 ein erh\u00f6hender Basiseffekt infolge des von Juni bis August 2022 g\u00fcltigen 9-Euro-Tickets. Binnen Jahresfrist wurden somit im Juni 2023 Bahntickets im Nahverkehr trotz der Einf\u00fchrung des Deutschlandtickets mit +65,2 % deutlich teurer (Mai 2023: +0,6 %). Ebenso verteuerten sich daher die kombinierten Tickets f\u00fcr Bahn, Bus und \u00c4hnliches merklich gegen\u00fcber Juni 2022, und zwar um mehr als das Doppelte mit +112,8 % (Mai 2023: -22,9 %). Zudem erh\u00f6hten sich einige andere Preise f\u00fcr Dienstleistungen deutlich, unter anderem die Preise f\u00fcr die Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen (+15,7 %), f\u00fcr Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+11,0 %) sowie f\u00fcr Dienstleistungen in Gastst\u00e4tten (+8,4 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-preise-gegenuber-vormonat-um-0-3-gestiegen\">Preise gegen\u00fcber Vormonat um 0,3 % gestiegen<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zum Mai 2023 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni 2023 um 0,3 %. Teurer wurden insbesondere Pauschalreisen (+6,1 %) und \u00dcbernachtungen (+1,7 %).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel gaben im Vergleich zum Vormonat etwas nach (-0,2 %), insbesondere gingen die Preise f\u00fcr frisches Gem\u00fcse (-3,7 %) und f\u00fcr Molkereiprodukte (-1,8 %) zur\u00fcck. Gleicherma\u00dfen sanken die Preise f\u00fcr Energie insgesamt (-0,2 %). Etwas g\u00fcnstiger als einen Monat zuvor waren hier zum Beispiel Strom (-1,1 %) und Erdgas (-1,0 %).<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 11.07.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inflationsrate hat sich wieder etwas verst\u00e4rkt, Preisanstieg zum Vormonat +0,3 % Verbraucherpreisindex, Juni 2023+6,4 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)+0,3 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juni 2023+6,8 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)+0,4 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Die Inflationsrate in Deutschland \u2013 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-juni-2023-bei-64\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Inflationsrate im Juni 2023 bei +6,4 %<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71501"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71501"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71501\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71501"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71501"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71501"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}