{"id":71630,"date":"2023-08-18T07:32:07","date_gmt":"2023-08-18T05:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=71630"},"modified":"2023-08-18T07:32:07","modified_gmt":"2023-08-18T05:32:07","slug":"immobilienpreise-in-deutschland-stabilisieren-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/immobilienpreise-in-deutschland-stabilisieren-sich\/","title":{"rendered":"Immobilienpreise in Deutschland stabilisieren sich"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Abw\u00e4rtstrend f\u00fcr Immobilienpreise in Deutschland ist im zweiten Quartal 2023 teilweise gestoppt. Gegen\u00fcber dem ersten Quartal 2023 ziehen viele Preise sogar wieder leicht an, allerdings zeigt sich noch ein deutliches Minus gegen\u00fcber dem Vorjahr und den H\u00f6chstst\u00e4nden. Dies zeigt das j\u00fcngste Update des German Real Estate Index (GREIX), einem Projekt von ECONtribute und des IfW Kiel, der die tats\u00e4chlichen Verkaufspreise deutscher Immobilien nach aktuellsten wissenschaftlichen Standards auswertet. Alle Daten f\u00fcr momentan 18 deutsche St\u00e4dte und ihre Stadtteile sind frei verf\u00fcgbar unter www.greix.de<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4userpreise haben laut j\u00fcngstem Update des Greix (German Real Estate Index) die Phase der Preiskorrektur zun\u00e4chst \u00fcberwunden und ziehen gegen\u00fcber dem Vorquartal wieder an. Die Preise f\u00fcr Eigentumswohnungen gehen zwar zur\u00fcck, allerdings nur noch leicht und regional sehr unterschiedlich. In einzelnen St\u00e4dten sind auch steigende Verkaufspreise zu beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Verglichen mit dem Vorquartal, Q1 2023, gehen die Verkaufspreise f\u00fcr Eigentumswohnungen um 0,3 Prozent zur\u00fcck. F\u00fcr Einfamilienh\u00e4user steigen sie um 2,3 Prozent, f\u00fcr Mehrfamilienh\u00e4user um 1,8 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch inflationsbereinigt sinken gegen\u00fcber dem Vorquartal nur die Preise f\u00fcr Eigentumswohnungen (-1,5 Prozent), die Preise f\u00fcr Einfamilienh\u00e4user (+1,1 Prozent) und die Preise f\u00fcr Mehrfamilienh\u00e4user (+0,5 Prozent) liegen gemessen in aktueller Kaufkraft im Plus.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal, Q2 2022, liegen alle Wohnsegmente gemessen am absoluten Verkaufserl\u00f6s noch kr\u00e4ftig im Minus. Preise f\u00fcr Eigentumswohnungen stehen im Vergleich 9,9 Prozent tiefer, Preise f\u00fcr Einfamilienh\u00e4user 10,5 Prozent und f\u00fcr Mehrfamilienh\u00e4user 20,9 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer deutsche Immobilienmarkt zeigt sich im zweiten Quartal durchaus robust. Die Erwartung, dass die Zinserh\u00f6hungen der Europ\u00e4ischen Zentralbank allm\u00e4hlich zum Ende kommen, hat dem Immobilienmarkt nach den deutlichen Preiskorrekturen der letzten Monate ganz offenbar gutgetan\u201c, sagt Moritz Schularick, Pr\u00e4sident des IfW Kiel. \u201eDass sich die Immobilienpreise auch inflationsbereinigt stabilisieren, ist f\u00fcr die Konjunktur ein positives Signal.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-top-7-stadte-eigentumswohnungen-absolute-preise-vergleich-zum-vorquartal\">Top-7-St\u00e4dte (Eigentumswohnungen, absolute Preise, Vergleich zum Vorquartal):<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Verkaufspreise f\u00fcr Eigentumswohnungen in Deutschlands Top-7-Metropolen (Berlin, D\u00fcsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, K\u00f6ln, M\u00fcnchen, Stuttgart) stabilisieren sich und ziehen im Vergleich zum Vorquartal teilweise sogar an. Ausrei\u00dfer nach unten ist Hamburg, wo die Preise um 3,9 Prozent zur\u00fcckgehen. Den zweitkr\u00e4ftigsten Preisr\u00fcckgang verzeichnet Frankfurt a.M., mit minus 0,9 Prozent f\u00e4llt dieser aber bereits recht moderat aus. In D\u00fcsseldorf (+2,9 Prozent) und Berlin (+1,3 Prozent) steigen die Preise f\u00fcr Eigentumswohnungen bereits wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>In K\u00f6ln (-0,2 Prozent) und Stuttgart (-0,4 Prozent) sinken die Verkaufserl\u00f6se nur noch minimal. Hinweis: F\u00fcr M\u00fcnchen liegen in diesem Update des Greix keine Daten f\u00fcr das zweite Quartal vor.<\/p>\n\n\n\n<h2>Weitere St\u00e4dte (Eigentumswohnungen, absolute Preise, Vergleich zum Vorquartal):<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch au\u00dferhalb der Top-7-Metropolen ist das Bild uneinheitlich, und Eigentumswohnungen werden je nach Region noch g\u00fcnstiger oder bereits wieder teurer. In Erfurt zeigt sich gegen\u00fcber dem Vorquartal ein recht deutlicher Zuwachs von plus 5,9 Prozent, gefolgt von Chemnitz mit plus 3,4 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>In Potsdam (+1,2 Prozent) und Duisburg (+0,8 Prozent) steigen die Verkaufspreise nur leicht. Deutliche R\u00fcckg\u00e4nge sind in Dresden (-1,7 Prozent) und vor allem in Bonn (-2,7 Prozent) sowie in Wiesbaden (-3,7 Prozent) zu beobachten.<\/p>\n\n\n\n<h2>R\u00fcckgang seit H\u00f6chststand (Eigentumswohnungen, absolute Preise, Vergleich zum Vorquartal):<\/h2>\n\n\n\n<p>Gegen\u00fcber den jeweiligen H\u00f6chstst\u00e4nden liegen die Verkaufspreise f\u00fcr Eigentumswohnungen allesamt im Minus, sowohl f\u00fcr alle St\u00e4dte der Top-7-Metropolen als auch f\u00fcr den Greix selbst, also die Gesamtheit der 18 untersuchten St\u00e4dte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Intensit\u00e4t des Preisr\u00fcckgangs ist dabei sehr heterogen. In Frankfurt a. M. gingen die Preise seit dem H\u00f6chststand im zweiten Quartal 2022 am st\u00e4rksten um \u00fcber 13 Prozent zur\u00fcck. Ein \u00e4hnlich starker Preisr\u00fcckgang ist in Hamburg zu beobachten. Es folgen D\u00fcsseldorf, Stuttgart und M\u00fcnchen (j\u00fcngste Daten von Q1\/2023) mit einem Minus von \u00fcber 11 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Am geringsten ist der Preisverfall seit H\u00f6chststand in K\u00f6ln mit knapp \u00fcber 6 Prozent und Berlin mit knapp unter 5 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Der aus allen 18 St\u00e4dten zusammengesetzte Preisindex Greix verzeichnet einen R\u00fcckgang von gut 8 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass der Preisr\u00fcckgang au\u00dferhalb der Top-7-Metropolen geringer ausfiel als innerhalb, da der Preisr\u00fcckgang des Greix unterhalb des Durchschnitts der Top-7-St\u00e4dte liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie j\u00fcngsten Zahlen des Greix zeigen, dass sich der Preisr\u00fcckgang am Immobilienmarkt abflacht und regional die Preise sogar bereits wieder zulegen. Ob bereits eine Trendwende hin zu wieder steigenden Preisen eingel\u00e4utet ist, bleibt abzuwarten. Nach einem historisch so ungew\u00f6hnlich starken und schnellen Preisverfall, wie wir ihn gesehen haben, ist eine Phase der Gegenbewegung durchaus normal, der abermalige Preisr\u00fcckg\u00e4nge folgen k\u00f6nnten\u201c, so Schularick.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: IfW Kiel, Mitteilung vom 03.08.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Abw\u00e4rtstrend f\u00fcr Immobilienpreise in Deutschland ist im zweiten Quartal 2023 teilweise gestoppt. 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