{"id":71636,"date":"2023-08-18T07:36:08","date_gmt":"2023-08-18T05:36:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=71636"},"modified":"2023-08-18T07:36:08","modified_gmt":"2023-08-18T05:36:08","slug":"inflationsrate-im-juli-2023-bei-62","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-juli-2023-bei-62\/","title":{"rendered":"Inflationsrate im Juli 2023 bei +6,2 %"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Inflationsrate in Deutschland \u2212 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat \u2013 lag im Juli 2023 bei +6,2 %. Im Juni 2023 hatte die Inflationsrate bei +6,4 % gelegen. \u201eDie Inflationsrate hat sich etwas abgeschw\u00e4cht, bleibt aber weiterhin auf einem hohen Niveau\u201c, sagt Ruth Brand, Pr\u00e4sidentin des Statistischen Bundesamtes, und erg\u00e4nzt: \u201eBesonders die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln treibt die Inflation weiter an. Zudem erh\u00f6hten sich die Energiepreise wieder etwas st\u00e4rker als in den beiden Vormonaten. Hier wirkt ein Basiseffekt durch den Wegfall der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022.\u201c Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Juli 2023 gegen\u00fcber dem Vormonat Juni 2023 um 0,3 %.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-energieprodukte-binnen-jahresfrist-um-5-7-teurer\">Energieprodukte binnen Jahresfrist um 5,7 % teurer<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Energieprodukte lagen im Juli 2023 um 5,7 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats (nach +3,0 % im Juni 2023 und +2,6 % im Mai). Dabei war insbesondere die Preisentwicklung von Strom auff\u00e4llig. Strom war im Juli 2023 um 17,6 % teurer als im Juli 2022, im Juni 2023 hatte die Zunahme gegen\u00fcber dem Vorjahr noch 10,5 % betragen. Der starke Anstieg ist im Wesentlichen auf den Wegfall der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 zur\u00fcckzuf\u00fchren. Der d\u00e4mpfende Effekt auf die Inflationsrate entfiel mit dem Berichtsmonat Juli 2023.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter verteuerten sich von Juli 2022 bis Juli 2023 feste Brennstoffe mit +12,8 % und Erdgas mit +8,5 % besonders stark. Unterdurchschnittlich erh\u00f6hten sich die Preise f\u00fcr Fernw\u00e4rme (+2,1 %). Dagegen verbilligten sich Mineral\u00f6lprodukte deutlich mit -7,8 %, insbesondere leichtes Heiz\u00f6l (-35,5 %). G\u00fcnstiger als vor einem Jahr waren trotz des Tankrabatts im Vorjahr auch die Kraftstoffe (-4,9 %).<\/p>\n\n\n\n<h2>Nahrungsmittel bleiben st\u00e4rkster Preistreiber mit +11,0 % gegen\u00fcber Juli 2022<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel erh\u00f6hten sich im Juli 2023 um 11,0 % gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat (nach +13,7 % im Juni 2023). Die Nahrungsmittel bleiben damit der st\u00e4rkste Preistreiber unter den G\u00fcterbereichen. Fast alle Nahrungsmittelgruppen waren weiterhin teurer als ein Jahr zuvor. Vor allem mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher sp\u00fcrbar mehr f\u00fcr Zucker, Marmelade, Honig und andere S\u00fc\u00dfwaren (+18,9 %) bezahlen. Merklich teurer binnen Jahresfrist wurden auch Brot und Getreideerzeugnisse (+16,6 %), Gem\u00fcse (+15,7 %), sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfr\u00fcchte (+14,1 %). Hingegen waren Speisefette und Speise\u00f6le um 12,9 % g\u00fcnstiger als ein Jahr zuvor.<\/p>\n\n\n\n<h2>Inflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel bei +5,5 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Juli 2023 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +6,2 %. Die Inflationsrate ohne Ber\u00fccksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln lag mit +5,5 % niedriger und zeigt, wie stark die Nahrungsmittelpreise derzeit die Gesamtteuerung pr\u00e4gen. Diese h\u00e4ufig als Kerninflation bezeichnete Kenngr\u00f6\u00dfe verdeutlicht gleichzeitig, dass auch in anderen G\u00fcterbereichen die Teuerung weiterhin hoch ist. Im Juni 2023 hatte der Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie bei +5,8 % leicht h\u00f6her gelegen, sodass sich die Kerninflation im Juli 2023 leicht abgeschw\u00e4cht hat.<\/p>\n\n\n\n<h2>Waren verteuerten sich gegen\u00fcber Juli 2022 um 7,0 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Waren insgesamt erh\u00f6hten sich im Juli 2023 gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 7,0 %. Verbrauchsg\u00fcter verteuerten sich mit +8,6 % besonders stark, vor allem aufgrund des Preisanstiegs bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getr\u00e4nken (+10,9 %). Die Preise von Gebrauchsg\u00fctern lagen gegen\u00fcber Juli 2022 um 4,5 % h\u00f6her.<\/p>\n\n\n\n<h2>Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 5,2 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Dienstleistungen insgesamt lagen im Juli 2023 um 5,2 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. Weiterhin bedeutsam f\u00fcr die unterdurchschnittliche Preissteigerung bei Dienstleistungen sind die Nettokaltmieten, die mit +2,1 % preisd\u00e4mpfend wirkten. Auch die Einf\u00fchrung des Deutschlandtickets wirkt seit Mai 2023 auf die Preisentwicklung leicht d\u00e4mpfend. Demgegen\u00fcber steht jedoch ab Juni 2023 ein erh\u00f6hender Basiseffekt infolge des von Juni bis August 2022 g\u00fcltigen 9-Euro-Tickets. Binnen Jahresfrist wurden somit im Juli 2023 Bahntickets im Nahverkehr trotz der Einf\u00fchrung des Deutschlandtickets mit +64,6 % deutlich teurer (Juni 2023: +65,2 %, Mai 2023: +0,6 %). Ebenso verteuerten sich daher die kombinierten Tickets f\u00fcr Bahn, Bus und \u00c4hnliches merklich gegen\u00fcber Juli 2022, und zwar auf mehr als das Doppelte mit +112,5 % (Juni 2023: +112,8 %, Mai 2023: -22,9 %). Zudem erh\u00f6hten sich einige andere Preise f\u00fcr Dienstleistungen deutlich, unter anderem die Preise f\u00fcr die Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen (+12,8 %), f\u00fcr Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+11,6 %) sowie f\u00fcr Dienstleistungen in Gastst\u00e4tten (+7,7 %).<\/p>\n\n\n\n<h2>Preise gegen\u00fcber Vormonat um 0,3 % gestiegen<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zum Juni 2023 stieg der Verbraucherpreisindex im Juli 2023 um 0,3 %. Teurer wurden insbesondere Pauschalreisen (+11,2 %) und die Personen- und G\u00fcterbef\u00f6rderung (+5,0 %). Die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel gaben im Vergleich zum Vormonat etwas nach (-0,3 %), insbesondere gingen die Preise f\u00fcr Fisch, Fischwaren und Meeresfr\u00fcchte (-2,2 %) und Gem\u00fcse (-1,7 %) zur\u00fcck. Gleicherma\u00dfen sanken die Preise f\u00fcr Energie insgesamt (-0,1 %). Etwas g\u00fcnstiger als einen Monat zuvor war Strom (-0,5 %). Im Gegensatz zum Vorjahresvergleich wird die Teuerungsrate von Strom im Vormonatsvergleich nicht durch den Wegfall der EEG-Umlage seit Juli 2022 beeintr\u00e4chtigt, da seit Juli 2022 keine EEG-Umlage mehr enthalten ist.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: <\/em>Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 08.08.2023<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Inflationsrate in Deutschland \u2212 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat \u2013 lag im Juli 2023 bei +6,2 %. 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