{"id":72518,"date":"2023-08-26T11:32:41","date_gmt":"2023-08-26T09:32:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=72518"},"modified":"2023-08-26T11:32:41","modified_gmt":"2023-08-26T09:32:41","slug":"2022-setzte-der-fiskus-in-nrw-mit-16-milliarden-euro-277-prozent-weniger-erbschaftsteuer-fest-als-im-jahr-zuvor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/2022-setzte-der-fiskus-in-nrw-mit-16-milliarden-euro-277-prozent-weniger-erbschaftsteuer-fest-als-im-jahr-zuvor\/","title":{"rendered":"2022 setzte der Fiskus in NRW mit 1,6 Milliarden Euro 27,7 Prozent weniger Erbschaftsteuer fest als im Jahr zuvor"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die nordrhein-westf\u00e4lischen Finanz\u00e4mter erteilten im Jahr 2022 Erbschaftsteuerbescheide zu 30.405 steuerrelevanten \u201eErwerben von Todes wegen\u201d mit einem Verm\u00f6genswert von insgesamt 12,0 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, verblieben nach Abzug von sachlichen und pers\u00f6nlichen Steuerbefreiungen und Hinzurechnung steuerlich relevanter Vorerwerbe insgesamt 7,4 Milliarden Euro an steuerpflichtigem Erbe; das waren 25,1 Prozent weniger als im Jahr 2021. Auf diese Summe mussten 26.742 Nachlassbeg\u00fcnstigte zusammen 1,6 Milliarden Euro Erbschaftsteuer an den Fiskus zahlen; das waren 27,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2021: 2,3 Milliarden Euro).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei 39,7 Prozent der steuerpflichtigen Erbschaften lag der Verm\u00f6genswert im vergangenen Jahr bei unter 50.000 Euro; hieraus resultierten 2,7 Prozent der insgesamt festgesetzten Erbschaftsteuer. Dagegen steuerten die 0,5 Prozent der F\u00e4lle mit Erbschaften von jeweils mehr als f\u00fcnf Millionen Euro 30,5 Prozent zum gesamten Erbschaftsteueraufkommen bei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben den Erbschaften gab es 11.662 steuerrelevante Schenkungen (2021: 11.404) mit einem Verm\u00f6genswert von 7,1 Milliarden Euro (\u22120,5 Prozent). Hiervon wurden sachliche und pers\u00f6nliche Steuerbefreiungen abgezogen, steuerlich relevante Vorerwerbe hingegen hinzugez\u00e4hlt. Dadurch ergab sich f\u00fcr die Schenkungen insgesamt ein steuerpflichtiger Erwerb von 3,3 Milliarden Euro (2021: 2,9 Milliarden Euro). Die in 7 191 F\u00e4llen hierf\u00fcr festgesetzte Schenkungsteuer summierte sich auf einen Betrag von 418 Millionen Euro; das waren 34,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik nur Informationen zu dem Teil der Verm\u00f6gens\u00fcberg\u00e4nge liefert, der innerhalb des Berichtsjahres von der Finanzverwaltung steuerlich erfasst wurde. Die Mehrzahl der Verm\u00f6gens\u00fcbertragungen liegt unterhalb der Freibetragsgrenzen und f\u00fchrt zu keiner Steuerfestsetzung. Der Steuerentstehungszeitpunkt des Erbschafts- oder Schenkungsfalls kann bereits in den Vorjahren liegen. In dem Verm\u00f6genswert sind ggf. Vorerwerbe aus vorangegangenen Jahren enthalten, auf die bereits eine Steuer erhoben wurde. Dies kann dazu f\u00fchren, dass die Finanz\u00e4mter bei einem gestiegenen steuerpflichtigen Erwerb weniger Steuern festsetzen als im Vorjahr bzw. sich die Steuern trotz eines verminderten steuerpflichtigen Erwerbs erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: IT Nordrhein-Westfalen, Pressemitteilung vom 23.08.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die nordrhein-westf\u00e4lischen Finanz\u00e4mter erteilten im Jahr 2022 Erbschaftsteuerbescheide zu 30.405 steuerrelevanten \u201eErwerben von Todes wegen\u201d mit einem Verm\u00f6genswert von insgesamt 12,0 Milliarden Euro. 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