{"id":72707,"date":"2023-09-24T13:03:25","date_gmt":"2023-09-24T11:03:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=72707"},"modified":"2023-09-24T13:11:36","modified_gmt":"2023-09-24T11:11:36","slug":"bfh-urteil-iv-r-15-20-vom-27-07-2023-anwendung-des-halbabzugsverbots-im-fall-der-korrektur-eines-fehlerhaften-bilanzansatzes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bfh-urteil-iv-r-15-20-vom-27-07-2023-anwendung-des-halbabzugsverbots-im-fall-der-korrektur-eines-fehlerhaften-bilanzansatzes\/","title":{"rendered":"<strong><br>BFH, Urteil IV R 15\/20 vom 27.07.2023: Anwendung des Halbabzugsverbots im Fall der Korrektur eines fehlerhaften Bilanzansatzes<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Urteil IV R 15\/20 vom 27.07.2023 hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass das Halbabzugsverbot des \u00a7 10d Abs. 1 Satz 2 EStG auch bei der Korrektur eines fehlerhaft vorgenommenen Bilanzansatzes Anwendung findet.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Streitfall hatte ein Steuerpflichtiger in seiner Bilanz f\u00fcr das Jahr 2015 einen fehlerhaften Bilanzansatz f\u00fcr eine Forderung vorgenommen. Der Steuerpflichtige hatte die Forderung mit einem Wert von 100.000 EUR ausgewiesen, obwohl sie tats\u00e4chlich nur einen Wert von 50.000 EUR hatte. Im Jahr 2016 korrigierte der Steuerpflichtige den Bilanzansatz und setzte die Forderung mit dem tats\u00e4chlichen Wert von 50.000 EUR an.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Finanzamt setzte f\u00fcr das Jahr 2015 eine Steuervorauszahlung in H\u00f6he von 15.000 EUR fest. Das Finanzamt begr\u00fcndete die Steuervorauszahlung damit, dass der Steuerpflichtige im Jahr 2015 einen Gewinn in H\u00f6he von 50.000 EUR erzielt habe, der durch die Korrektur des Bilanzansatzes im Jahr 2016 gemindert worden sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Steuerpflichtige klagte gegen die Steuervorauszahlung. Er vertrat die Auffassung, dass das Halbabzugsverbot nicht anwendbar sei, da die Korrektur des Bilanzansatzes nicht zu einer tats\u00e4chlichen Gewinnminderung gef\u00fchrt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Der BFH hat die Klage des Steuerpflichtigen abgewiesen. Der BFH hat entschieden, dass das Halbabzugsverbot auch bei der Korrektur eines fehlerhaft vorgenommenen Bilanzansatzes Anwendung findet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der BFH begr\u00fcndet seine Entscheidung damit, dass das Halbabzugsverbot eine gesetzgeberische Wertung sei, die auch bei der Korrektur eines fehlerhaften Bilanzansatzes zu ber\u00fccksichtigen sei. Das Halbabzugsverbot soll verhindern, dass Steuerpflichtige durch die Korrektur eines fehlerhaften Bilanzansatzes einen zu gro\u00dfen Steuervorteil erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung des BFH ist ein wichtiger Schritt zur Rechtssicherheit f\u00fcr die Finanzverwaltung. Die Entscheidung des BFH stellt klar, dass das Halbabzugsverbot auch bei der Korrektur eines fehlerhaft vorgenommenen Bilanzansatzes Anwendung findet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auswirkungen der Entscheidung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung des BFH hat erhebliche Auswirkungen f\u00fcr Steuerpflichtige. Steuerpflichtige, die einen fehlerhaften Bilanzansatz vornehmen, m\u00fcssen damit rechnen, dass das Finanzamt das Halbabzugsverbot anwendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung des BFH bedeutet, dass Steuerpflichtige, die einen fehlerhaften Bilanzansatz vornehmen, bei der Korrektur des Bilanzansatzes einen Steuernachteil in H\u00f6he von 50 % des Korrekturbetrags hinnehmen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Steuerpflichtige sollten daher bei der Aufstellung ihrer Bilanzen sorgf\u00e4ltig vorgehen, um fehlerhafte Bilanzans\u00e4tze zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-steuerberater-schroder-berlin wp-block-embed-steuerberater-schroder-berlin\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"7GOletleST\"><a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/anwendung-des-halbabzugsverbots-im-fall-der-korrektur-eines-fehlerhaften-bilanzansatzes-bfh-urteil-vom-27-juli-2023-iv-r-15-20\/\">Anwendung des Halbabzugsverbots im Fall der Korrektur eines fehlerhaften Bilanzansatzes &#8211; BFH-Urteil vom 27. 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