{"id":72971,"date":"2023-11-11T12:39:34","date_gmt":"2023-11-11T10:39:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=72971"},"modified":"2023-11-11T12:39:34","modified_gmt":"2023-11-11T10:39:34","slug":"inflationsrate-im-oktober-2023-bei-38","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-oktober-2023-bei-38\/","title":{"rendered":"Inflationsrate im Oktober 2023 bei +3,8 %"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inflationsrate sinkt auf den niedrigsten Stand seit August 2021<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbraucherpreisindex, Oktober 2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+3,8 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><li>+0,0 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Oktober 2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>+3,0 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><li>-0,2 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Inflationsrate in Deutschland \u2212 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat \u2013 lag im Oktober 2023 bei +3,8 %. Im September 2023 hatte die Inflationsrate bei +4,5 % gelegen. Die Rate hat sich damit weiter abgeschw\u00e4cht und erreichte den niedrigsten Stand seit August 2021 (ebenfalls +3,8 %). \u201eDie Inflationsrate bleibt im mittel- und im l\u00e4ngerfristigen Vergleich dennoch hoch. Insbesondere die \u00fcber den l\u00e4ngeren Kriegs- und Krisenzeitraum gestiegenen Preise f\u00fcr Nahrungsmittel und f\u00fcr Energie sind f\u00fcr die Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin sp\u00fcrbar\u201c, sagt Ruth Brand, Pr\u00e4sidentin des Statistischen Bundesamtes, und erg\u00e4nzt: \u201eAktuell l\u00e4sst der Preisauftrieb auf der Verbraucherebene etwas nach. Die Jahresteuerung bei Nahrungsmitteln hat sich weiter abgeschw\u00e4cht und die meisten Energieprodukte wurden binnen Jahresfrist sogar g\u00fcnstiger.\u201c Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, blieben die Verbraucherpreise im Oktober 2023 gegen\u00fcber dem Vormonat September 2023 unver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-energieprodukte-verbilligten-sich-um-3-2-gegenuber-oktober-2022\">Energieprodukte verbilligten sich um 3,2 % gegen\u00fcber Oktober 2022<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Energieprodukte lagen im Oktober 2023 um 3,2 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats und d\u00e4mpften somit die Inflationsrate. Im September 2023 hatte die Teuerung von Energie noch bei +1,0 % gelegen. Zuvor waren die Energiepreise im Vorjahresvergleich letztmals im Januar 2021 gesunken (-2,0 % gegen\u00fcber Januar 2020). Ausschlaggebend f\u00fcr den auff\u00e4lligen Preisr\u00fcckgang im Oktober 2023 war das sehr hohe Energiepreisniveau im Kriegs- und Krisenvorjahr (Basiseffekt). Besonders sichtbar wird dies bei den Kraftstoffen, die im Oktober 2023 um 7,7 % g\u00fcnstiger waren als ein Jahr zuvor. Die Preise f\u00fcr die Haushaltsenergie blieben im gleichen Zeitraum nahezu konstant (+0,1 % gegen\u00fcber Oktober 2022). Deutlich g\u00fcnstiger f\u00fcr die Verbraucherinnen und Verbraucher gegen\u00fcber dem Vorjahrsmonat waren zum Beispiel leichtes Heiz\u00f6l (-28,2 %) und Erdgas (-13,0 %). Strom war im Oktober 2023 jedoch mit +4,7 % weiterhin merklich teurer als ein Jahr zuvor.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-nahrungsmittel-bleiben-preistreiber-mit-6-1-gegenuber-oktober-2022\">Nahrungsmittel bleiben Preistreiber mit +6,1 % gegen\u00fcber Oktober 2022<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel erh\u00f6hten sich im Oktober 2023 um 6,1 % gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat. Der Preisauftrieb f\u00fcr Nahrungsmittel verlangsamte sich damit erneut (September 2023: +7,5 %; August 2023: +9,0 %). Schw\u00e4cher als im Oktober 2023 waren die Nahrungsmittelpreise im Vorjahresvergleich zuletzt im Februar 2022 gestiegen (+5,4 % gegen\u00fcber Februar 2021). F\u00fcr viele Nahrungsmittelgruppen lag die Preiserh\u00f6hung im Oktober 2023 weiterhin deutlich \u00fcber der Gesamtteuerung. Vor allem f\u00fcr Zucker, Marmelade, Honig und andere S\u00fc\u00dfwaren (+13,4 %) sowie f\u00fcr Brot und Getreideerzeugnisse (+10,9 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher sp\u00fcrbar mehr bezahlen. Deutlich teurer wurden auch Obst (+9,6 %) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfr\u00fcchte (+8,6 %). Dagegen waren Speisefette und Speise\u00f6le um 13,3 % g\u00fcnstiger als ein Jahr zuvor: Hier stand jedoch den merklichen Preisr\u00fcckg\u00e4ngen bei Butter (-27,5 %) und Sonnenblumen\u00f6l, Raps\u00f6l und \u00c4hnlichem (-16,7 %) ein starker Preisanstieg bei Oliven\u00f6l (+38,0 %) gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-inflationsrate-ohne-nahrungsmittel-und-energie-bei-4-3\">Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie bei +4,3 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Oktober 2023 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +4,5 % und die Inflationsrate ohne Ber\u00fccksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie bei +4,3 %. Diese Kenngr\u00f6\u00dfen verdeutlichen auch, dass die Teuerung in anderen G\u00fcterbereichen weiterhin hoch ist. Der Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie, h\u00e4ufig auch als Kerninflation bezeichnet, hatte sowohl im Oktober 2023 mit +4,3 % als auch bereits im September 2023 mit +4,6 % \u00fcber der Gesamtteuerung gelegen (Inflationsrate im September 2023: + 4,5 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-waren-verteuerten-sich-gegenuber-oktober-2022-um-3-6\">Waren verteuerten sich gegen\u00fcber Oktober 2022 um 3,6 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Waren insgesamt erh\u00f6hten sich im Oktober 2023 gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 3,6 %, wobei sich die Verbrauchsg\u00fcter um 3,5 % verteuerten. Insbesondere wurden hier neben den Nahrungsmitteln (+6,1 %) auch alkoholfreie Getr\u00e4nke (+8,8 %), sowie alkoholische Getr\u00e4nke und Tabakwaren (+8,5 %) teurer. Die Preise von Gebrauchsg\u00fctern lagen gegen\u00fcber Oktober 2022 um 3,8 % h\u00f6her.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-dienstleistungen-verteuerten-sich-binnen-jahresfrist-um-3-9\">Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 3,9 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Preise f\u00fcr Dienstleistungen insgesamt lagen im Oktober 2023 um 3,9 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats, die Teuerung hierf\u00fcr hat sich damit kaum ge\u00e4ndert (September 2023: +4,0 %). Seit September 2023 d\u00e4mpft das seit Mai 2023 g\u00fcltige Deutschlandticket den Preisanstieg bei Dienstleistungen. Vor allem die kombinierten Tickets f\u00fcr Bahn, Bus und \u00c4hnliches verbilligten sich im Oktober 2023 (-22,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat). Weiterhin bedeutsam f\u00fcr die Preissteigerung bei Dienstleistungen waren die Nettokaltmieten, die mit +2,0 % ebenfalls d\u00e4mpfend wirkten. Einige andere Preise f\u00fcr Dienstleistungen erh\u00f6hten sich jedoch deutlich, unter anderem die Preise f\u00fcr Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+10,7 %), f\u00fcr die Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen (+10,5 %) sowie f\u00fcr Pauschalreisen (+ 8,8 %) und Gastst\u00e4ttendienstleistungen (+6,7 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-preise-fur-mineralolprodukte-sanken-gegenuber-dem-vormonat-um-2-5\">Preise f\u00fcr Mineral\u00f6lprodukte sanken gegen\u00fcber dem Vormonat um 2,5 %<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zum September 2023 blieb der Verbraucherpreisindex im Oktober 2023 stabil (0,0 %). Die Energiepreise insgesamt sanken binnen Monatsfrist um 1,7 %. Die Preise f\u00fcr Kraftstoffe gingen um 2,8 % zur\u00fcck. Unter der Haushaltsenergie wurde vor allem Erdgas (-1,3 %) g\u00fcnstiger. Die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel insgesamt stiegen im Vergleich zum Vormonat kaum an (+0,1 %). Jedoch zogen im Oktober 2023 auch einige Preise deutlicher an, unter anderem saisonbedingt die Preise f\u00fcr Bekleidung und Schuhe (+1,3 %). (\u2026)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 08.11.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inflationsrate sinkt auf den niedrigsten Stand seit August 2021 Verbraucherpreisindex, Oktober 2023 +3,8 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) +0,0 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Oktober 2023 +3,0 % zum Vorjahresmonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) -0,2 % zum Vormonat (vorl\u00e4ufiges Ergebnis best\u00e4tigt) Die Inflationsrate in Deutschland \u2212 gemessen als Ver\u00e4nderung des Verbraucherpreisindex (VPI) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/inflationsrate-im-oktober-2023-bei-38\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Inflationsrate im Oktober 2023 bei +3,8 %<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72971"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72971"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72971\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72971"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72971"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72971"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}